Eine FAIRdammt gute Schule…

…wollen wir haben, dachten sich im Schuljahr 2012/13 ein paar FAIRe Schüler der ehemaligen Klasse 7a, nachdem sie im Erdkundeunterricht mehr über die oft sehr ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern erfahren hatten.

Viele Waren unseres Alltags, allen voran Bananen, Kakao und Kaffee, aber auch T-Shirts, Jeans, Kleider und Schuhe werden in Drittweltländern unter zum Teil unmenschlichen Konditionen produziert. Die Löhne reichen nicht aus, um eine Familie zu ernähren , was die Menschen dazu bringt, sich zu verschulden oder sie zwingt, ihre Kinder zur Arbeit zu schicken. Diese werden oft wie Sklaven gehalten und müssen ohne jegliche Rechte, Arbeitsschutz und Krankenversicherung zu Hungerlöhnen schuften. Harte Arbeit statt Schule bedeutet das für Tausende von Kindern. Und wer keinen Zugang zu Bildung hat, findet nie einen Weg aus seiner Abhängigkeit heraus.

Dies zu ändern ist die Aufgabe von Fairtrade, einem Zusammenschluss verschiedener Organisationen, die sich für faire Löhne, faire Arbeitsbedingungen und gegen Kinderarbeit einsetzen. Dazu erhalten Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter eine Mindestvergütung oder einen Mindespreis für ihre Rohwaren, auch wenn der Weltmarktpreis niedriger sein sollte. Auch für Arbeitsschutz und soziale Absicherung wird gesorgt. Über ein Prämiensystem für Gemeinschaftsprojekte werden Investitionen wie der Bau eines Brunnens oder einer Schule ermöglicht.

Und so entschlossen sich die Schüler, genau hier mitzuwirken. Gestartet als ein Projekt in der Klasse hatten bald alle Schüler einmal die Möglichkeit faire Schokolade oder andere Produkte zu kaufen.

Bald merkten die Schüler aber, dass ein paar Aktionen übers Jahr verteilt nicht ausreichen und beschlossen, dass wir eine Fairtrade-Schule werden sollten. Nach den notwendigen Formalitäten galt es nun, ein wichtiges Kriterium zu erfüllen. Mindestens zwei faire Produkte sollten ab sofort an der Schule verkauft werden. Die Wahl fiel dabei auf die Schokoriegel beim Hausmeister und den Kaffee der Lehrer.  Beides gibt es an der Wallburg-Realschule nur noch fair gehandelt. Auch im Unterricht wurde das Thema in verschiedenen Fächern und Jahrgangsstufen behandelt.

Und so wurden wir als ERSTE SCHULE IN UNTERFRANKEN zur Fairtrade-School ausgezeichnet. In einem Festakt mit begleitenden Aktionen wie einem fairen Verkauf, fairen Schokobananen und Informationen über herkömmliche und faire Produktion von Textilien überreichte Frau Rüther das Siegel den Schülerinnen und Schülern der initiierenden Klasse  stellvertretend für die ganze Schulfamilie.

Doch damit nicht genug, die Schüler wollten weitere Aktionen durchführen. So kam es dazu, dass der Nikolaus am 6. Dezember nicht nur Lob aussprach und den einen oder anderen kleinen Klaps mit der Rute verteilte, sondern seit dem Erlangen des Siegels auch fair gehandelte Schokoladentäfelchen bzw. Schokoladennikoläuse. Und wenn am Valentinstag von Amor Rosen verschenkt werden, sind auch diese selbstverständlich fair. Zwischenzeitlich wurde die Versorgung des Lehrerkollegiums mit kalorienreichen und nervenstärkenden Süßigkeiten auf Fairtrade umgestellt. Als unser aktuellstes Projekt stellten wir im Schuljahr 15/16 unsere Schulkleidung mithilfe der Firma Wailua auf eine fair gehandelte und schicke Kollektion um. Dies erschien uns nicht nur aufgrund der fehlenden Arbeitsrechte und niedrigen Löhnen wichtig, sondern auch wegen dem ungeschützten Umgang mit Chemikalien und der hohen Umweltbelastung beim herkömmlichen Baumwollanbau.

In der Hoffnung, das Projekt möge auch über die Schule hinaus Anklang finden und viele Schüler zumindest zum Nachdenken zu bringen, unter welchen Bedingungen viele Waren produziert werden, wird die Wallburg-Realschule auch weiterhin eine FAIRdammt gute Schule bleiben.

Team Fairtrade

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