Kurz nach den Osterferien hießen Schulleiter RSD Stefan Greb und StRin (RS) Bettina Holzschuh die Schulsanitätsdienste von insgesamt zwölf unterfränkischen Realschulen herzlich willkommen. Sie waren der Einladung in die östlichste Ecke Unterfrankens gefolgt, um beim diesjährigen Wettstreit ihr Wissen und Können in Sachen Erste Hilfe unter Beweis zu stellen.

Zehn Wertungsstationen mit verschiedenen Einsatz-Szenarien galt es erfolgreich zu meistern. Die praktischen Fallbeispiele wurden mit dem notwendigen Augenmerk auf fachliche Richtigkeit von Prüfern des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) unter Leitung von Simone Gilley bewertet. Die Theorieprüfungen nahmen erfahrene Schulsanitäter der Wallburg-Realschule ab. Während „Guides“ aus den 9. Klassen die Gäste durch das Haus führten, mimten die Eltmanner Schulsanis – vom BRK zuvor realistisch geschminkt – mit großem schauspielerischem Talent die Verletzten.

An fünf Praxisstationen wurden die Teilnehmenden mit Notfällen konfrontiert: Ein krebsroter, von Hitzschlag geplagter Schüler oder schwere Schnittwunden erforderten einen kühlen Kopf, schnelle Absprachen und menschliche Zuwendung bei der Behandlung. Auch die Herz-Lungen-Wiederbelebung musste demonstriert werden. Hinzu kamen zwei Theoriestationen, ein Allgemeinwissens-Quiz sowie Team-Wettbewerbe. Bei einer Spaßstation wartete Schulhund Piccolo auf die Gruppen, wo es galt, den hübschesten Verband zu gestalten.

In den Pausen konnten sich die Teams bei Getränken und Snacks stärken. Das Verpflegungsteam um StRin (RS) Maria Brasch, die zusammen mit StRin (RS) Bettina Holzschuh den Eltmanner Schulsanitätsdienst leitet, wurde für die gute Organisation und die reibungslosen Abläufe von allen Teilnehmenden sehr gelobt.

Während sich die Jugendlichen an den Stationen maßen, lauschten die Lehrkräfte gebannt den Vorträgen der Notärzte Markus Jasinski und Dr. med. Steffen Köckeritz. Jasinski referierte über den „Rettungsdienst in Bayern zwischen Vorstellung und Realität“, während Köckeritz sein Projekt „Kids save lives“ vorstellte, das mehr Jugendliche als Ersthelfer im Bereich der Reanimation ausbilden möchte.

In der Mittagspause konnte neben dem Essen in der Mensa ein voll ausgestatteter Rettungswagen besichtigt werden – die Schüler staunten nicht schlecht, dass dieser in der Anschaffung rund 250.000 Euro kostet. Im Anschluss läutete das Team der Psychosozialen Notfallversorgung des BRK unter Leitung von Kerstin Skaberna den Nachmittag ein. Die Schilderung typischer Einsatz-Szenarien der Krisenintervention sorgte für Gänsehaut, zeigte aber auch tröstlich auf, dass niemand in schweren Stunden alleingelassen wird.

Bei der abschließenden Siegerehrung zeichnete der Ministerialbeauftragte Leitender RSD Marcus Ramsteiner die Gewinner aus und lobte das hohe Niveau der Leistungen, was von Fachmitarbeiter BerR (RS) Ralf Bötsch und Eltmanns Bürgermeister Michael Ziegler unterstrichen wurde. Das Team der Realschule Hofheim setzte sich mit starken 90,7 Punkten gegen die Realschulen Würzburg I und Gemünden durch. Dank großzügiger Sponsoren (BRLV, Sparkasse, Papierfabrik Palm und Maintal-Konfitüren) freuten sich die Gewinner und Teilnehmenden über Pokale und reichlich Sachpreise.

Ein großer Dank gilt dem BRK für die enorme personelle Unterstützung am Wettkampftag sowie allen Sponsoren. Den beiden erstplatzierten Teams viel Erfolg bei der bayerischen Meisterschaft im Juli in Puchheim!

Autorinnen: Bettina Holzschuh und Kirsten Christiansen