Arbeitsmaterial 2026/27

Arbeitsmaterial 2026/27

Liebe Schülerinnen und Schüler,
die nachfolgende Liste zeigt euch das Arbeitsmaterial für das Schuljahr 2026/27.

  • Aus Gründen der Nachhaltigkeit sollten Hefte und Ordner / Mappen aus der vorherigen Jahrgangsstufe weitergeführt werden.
  • Unter dem Aspekt des Umweltschutzes müssen nur noch die Klassenstufen 5 und 6 Heftumschläge in den angegebenen Farben benutzen. Plastikumschläge, die noch in Ordnung sind, sollen bitte weitergenutzt werden. Wenn neue Umschläge gekauft werden, denkt dabei an die Umwelt und besorgt bitte Papierumschläge. Die Klassenstufen 7 – 10 brauchen keine Heftumschläge mehr benutzen.
  • Alle Schnellhefter können aus Karton gekauft werden. Hefte aus Recycling-Papier (mit blauem Engel) helfen außerdem, die Umwelt zu schützen. Vielen Dank für eure Unterstützung!
  • Die Klassenstufen 7 – 10 sprechen aufgrund ihrer Ausstattung mit iPads zu Beginn des Schuljahres mit der jeweiligen Fachlehrkraft ab, ob überhaupt analoge Hefte geführt werden müssen.

Allgemein:

  • Jede Schülerin/jeder Schüler braucht eine sogenannte „Elternmappe“, entweder eine Jurismappe A4 mit 3 Klappen oder eine Eckspannermappe A4 aus Karton, Farbe darf selbst gewählt werden.
  • 5. + 6. Klasse: beliebiges Hausaufgabenheft selbst besorgen, 7. – 10. Klasse: optional
  • 5. Klassen: Schnellhefter (Farbe darf gewählt werden) aus Karton
  • 8. – 10. Klassen: zwei schmale „Berufswahlordner“ (für daheim) DIN A4:
    • 1x mit 20 Prospekthüllen für Zeugnisse, Zertifikate u. ä.
    • 1x für Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Informationsmaterial

Deutsch (5.-10. Kl.):

  • 5. + 6. Klasse: 2 Hefte liniert mit breitem Rand, gelbe Heftumschläge, 1 Schnellhefter in Gelb
  • 7. – 10. Klasse: iPads → Hefte werden in Absprache mit der jeweiligen Lehrkraft evtl. zusätzlich angeschafft

Mathe (5.-10. Kl.):

  • 1 Heft kariert mit kariertem DOPPELrand DIN A4 mit dunkelblauem Heftumschlag
  • 1 Schnellhefter blau

Englisch (5.-10. Kl.):

  • 5. + 6. Klasse: Heft liniert mit einem breiten Rand („Exercises“), Heft kariert ohne Rand („Grammar“), jeweils mit roten Heftumschlägen, Schnellhefter (aus Karton) in Rot, Vokabelheft dreispaltig → alle Hefte DIN A4
  • 7. – 10. Klasse: iPads → Hefte werden in Absprache mit der jeweiligen Lehrkraft evtl. zusätzlich angeschafft
  • Übungstipps:
    • 5. – 9. Klasse: Klett Red Line BAYERN 1-5 je nach Klassenstufe „Fit für Tests und Schulaufgaben“
    • 10. Klasse: Abschlussprüfungstrainer Realschule Bayern, diverse Verlage

Betriebswirtschaftslehre/ Rechnungswesen (Gr. II: 7.-10. Kl., Gr. IIIa: 7.-9. Kl.):

  • 7. – 10. Klasse: iPads –> Hefte werden in Absprache mit der jeweiligen Lehrkraft evtl. zusätzlich angeschafft

Französisch (7. – 10. Kl., Gr. IIIa):
liniertes oder kariertes Heft mit drei Spalten für Vokabeln

Physik (Gr. I: 7. – 10. Kl., Gr. II + III: 8. – 10. Kl.):

  • 7. – 10. Klasse: iPads, Schnellhefter in Rot mit karierten Blättern

Chemie (Gr. I: 8. – 10. Kl., Gr. II + III: 9. – 10. Kl.):

  • 1 kariertes Heft ohne Rand
  • Schnellhefter in Dunkelgrün

Kunst:

  • alle Klassen: Heft mit blanken Seiten (ohne Linien) als Skizzenheft, kann weitergeführt werden
  • 5. + 6. Klasse: Farbkasten, verschiedene Pinsel, Lappen, dünner Malkittel, weicher Bleistift (2b), schwarzer Fineliner, Schuhkarton
  • alle IIIb-Klassen:
    • Farbkasten von geeigneter Qualität (z. B. Pelikan, Lamy)
    • verschiedene Pinsel (mind. 1 dünner, 1 mittlerer, 1 dicker Haarpinsel mit Spitze und von guter Qualität, z. B. da Vinci)
    • Lappen
    • dünner Malkittel
    • weicher Bleistift (2b) und harter Bleistift (h oder 2h)
    • schwarzer Fineliner
    • Schuhkarton
    • Heft mit blanken Seiten (ohne Linien) als Skizzenheft, kann weitergeführt werden

Geographie (5. – 9. Kl.):

  • 5. + 6. Klasse: Schnellhefter in Hellgrün, karierte Blätter mit Doppelrand
  • 7. – 9. Klasse: iPads → Hefte werden in Absprache mit der jeweiligen Lehrkraft evtl. zusätzlich angeschafft

Geschichte (6. – 10. Kl.):
Schnellhefter (Farbe egal) oder schmaler Ringordner mit karierten Blättern

Politik und Gesellschaft (10. Kl.):
Schnellhefter in Hellgrün mit karierten Blättern

Ernährung und Gesundheit (7. Kl.):

  • Schürze
  • schmaler Ringordner A4 mit Klarsichthüllen für die Rezepte

IT (5. – 10.Kl.):
Schmaler Ringordner DIN A4 (Farbe egal)

Wirtschaft und Recht (Gr. I + IIIb: 9. Kl, Gr. II: 8. – 9. Kl.):
→ iPad, Hefte werden in Absprache mit der jeweiligen Lehrkraft evtl. zusätzlich angeschafft

Religion und Ethik (5. – 10.Kl.):
Schnellhefter in Lila mit karierten Blättern

Sport (5. – 10.Kl.):

  • geeignete Allround-Sportschuhe (keine Freizeit- oder Laufschuhe)
  • kurze und lange Sporthose
  • geeignetes T-Shirt, Sweater oder Jacke für draußen

Musik (5. – 9. Kl., 10. Kl., Gr. IIIb):
Schnellhefter in Weiß, sonst iPad

Biologie:
5. Klasse: Schnellhefter A4 in Braun mit karierten Blättern

Biologie (5. – 8. Kl., 10. Kl.):
Schnellhefter in Braun mit karierten Blättern mit Rand

Aktionstag der Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter an den Haßberg-Kliniken

Aktionstag der Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter an den Haßberg-Kliniken

Ein Blick in den Rettungswagen, spannende Einblicke in den Schockraum und die Möglichkeit, selbst medizinische Handgriffe zu üben – für unsere Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter gab es beim Aktionstag an den Haßberg-Kliniken in Haßfurt wieder einiges zu entdecken und zu erleben.

Gleich zu Beginn des Schuljahres nutzten unsere „Sanis“ die Gelegenheit, den weiteren Verlauf der Rettungskette nach der Erstversorgung in der Schule hautnah kennenzulernen. Der Aktionstag, eine Kooperation der Haßberg-Kliniken mit dem BRK-Kreisverband Haßberge, ermöglichte den Jugendlichen dabei einen Blick hinter die Kulissen des Rettungsdienstes und des Klinikalltags.

An vier abwechslungsreichen Stationen erhielten die Schülerinnen und Schüler interessante Einblicke in die medizinische Notfallversorgung. Zwei angehende Notfallsanitäter stellten ihnen die umfangreiche Ausstattung eines Rettungswagens vor und erklärten anschaulich, welche medizinischen Geräte bei einem Notfalleinsatz zum Einsatz kommen. Anschließend ging es in die Zentrale Notaufnahme. Dort gewährte das Team der Notaufnahme im Schockraum spannende Einblicke in die Erstversorgung schwerverletzter Patientinnen und Patienten.

Doch nicht nur Zuschauen war angesagt! Unsere Schulsanis durften auch selbst aktiv werden und ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse unter Beweis stellen. An einer Station stand die Reanimation im Mittelpunkt, während an einer weiteren das fachgerechte Anlegen von Verbänden trainiert wurde. Für besonders realistische Übungssituationen sorgten täuschend echt geschminkte Verletzungen. Auch die anschauliche Überprüfung der richtigen Händedesinfektion stieß wieder auf großes Interesse und zeigte, wie wichtig Hygiene im medizinischen Alltag ist.

Der Aktionstag bot unseren Schulsanitäterinnen und Schulsanitätern nicht nur die Möglichkeit, ihr Wissen zu vertiefen und praktische Erfahrungen zu sammeln, sondern auch verschiedene medizinische Berufsfelder näher kennenzulernen.

Ein herzliches Dankeschön gilt den Haßberg-Kliniken und dem BRK-Kreisverband Haßberge sowie allen beteiligten Fachkräften, die diesen abwechslungsreichen und lehrreichen Tag ermöglicht haben!

Bettina Holzschuh & Maria Brasch

Begegnungen, die verbinden: SozAK zu Gast in Sennfeld

Begegnungen, die verbinden: SozAK zu Gast in Sennfeld

Ein Tag voller neuer Erfahrungen, herzlicher Wiedersehen und gelebter Inklusion

Schon die Anreise war ein Zeichen echter Wertschätzung: Gleich mit zwei Bussen holte die Werkstatt Sennfeld 13 Schülerinnen des Sozialen Arbeitskreises (SozAK) gemeinsam am 07.10.2026 mit ihren Lehrkräften Katrin Türk, Duc Nguyen und Corinna Hartwich-Beck in Eltmann ab – und übernahm am Ende des Arbeitstages auch die Rückfahrt. Ein riesiges Dankeschön für diese besondere Geste!

Mit einem ungewöhnlichen Impuls startete Bildungsbegleiter Stefan Hömer, der die Gruppe gemeinsam mit Werkstattleiter Günter Scheuring und Bildungsbegleiter Christian Zimmermann empfing: einem leeren Glas. Dieses sollte sich im Laufe des Tages mit neuen Erfahrungen, Begegnungen und Eindrücken füllen.

Zunächst gab Stefan Hömer einen anschaulichen Einblick in die vielfältige Arbeit der Einrichtung. Neben internen Bereichen wie der Verwaltung oder dem ruhigen Arbeitsbereich und den verschiedenen Arbeitsgruppen, die beispielsweise für Kühne – vielen bekannt durch die Hotdog-Verpackungen für IKEA – tätig sind, stand vor allem die berufliche Bildung im Mittelpunkt. Im Eingangsverfahren würden Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen dabei unterstützt, ihre Stärken und Interessen zu erkennen, grundlegende Arbeitsfähigkeiten zu erlernen und Qualifizierungseinheiten, beispielsweise im Bereich Brandschutz, zu durchlaufen. Auch interne wie externe Praktika in den Berufsfeldern Montage, Metall, Holz und Hauswirtschaft gehörten dazu. Ziel sei es, möglichst selbstständig zu werden – im Berufsleben ebenso wie bei der Gestaltung des eigenen Alltags.

Wie anspruchsvoll manche dieser Aufgaben sein können, erfuhren unsere SozAKler bei einem Selbstversuch: Bei einer Übung aus dem sogenannten Hamet-Testverfahren sollten sie mit einem Faserschreiber unter anderem Spiralen, Kleidungsumrisse und Gegenstände möglichst genau nachfahren, ohne den Stift abzusetzen. Dabei wurde deutlich, wie viel Konzentration, Geschick und Ausdauer gefragt sind – insbesondere dann, wenn zusätzlich Zeitdruck ins Spiel kommt. Diese Testungen helfen dabei, berufliche Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten realistisch einzuschätzen.

Dass Inklusion in Sennfeld nicht nur ein schönes Wort ist, sondern aktiv gelebt wird, zeigten auch die Kooperationen mit den Fränkischen Rohrwerken und unserer Schule. Besonders beeindruckend waren die Einblicke in die Interessenvertretungen der Beschäftigten: Berna stellte ihre Aufgabe als Frauenbeauftragte vor. Sie setze sich dabei unter anderem für den Schutz vor körperlicher, sexueller und psychischer Belästigung oder Gewalt ein und berichtete von einem Infostand zum „Orange Day“, den sie mit weiteren Frauen bei der Lichternacht organisiert hatte, sowie von entsprechenden Workshops, während sie selbst gestaltete Buttons von diesen Events an unsere Schülerinnen verteilte. Besnik wiederum erklärte als erster Vorsitzender die Arbeit des Werkstattrats, dem er bereits seit acht Jahren angehört. Ähnlich wie unsere SMV vertrete dieser die Interessen der Beschäftigten und verfüge über Mitbestimmungs- und Mitwirkungsrechte – beispielsweise bei Festen, der Verpflegung oder der Gestaltung von Arbeitsplätzen.

Nach Imagefilm und Fragerunde, in der sich unsere SozAKler auch für die finanzielle Situation der Beschäftigten interessierten, ging es nach einer kurzen Frühstückspause sportlich weiter: Bei der täglichen 15-minütigen Bewegungseinheit, zu der uns Corina Holzinger vom Fachdienst begleitete, wurde gedehnt, gehüpft, balanciert und ordentlich Gas gegeben. Ganz gleich, ob Hampelmann oder Gleichgewichtsübung – alle machten mit und hatten sichtlich Spaß.

Anschließend verteilten sich unsere Schülerinnen auf die verschiedenen Arbeitsbereiche Küche, Schlosserei, Schreinerei, Montage, Montage MFC, Montage ZF und den ruhigen Bereich, wo sie bereits freudig erwartet wurden. Dank der inzwischen mehrjährigen Zusammenarbeit gab es zahlreiche vertraute Gesichter und umso herzlichere Wiedersehen. Gemeinsam wurde sortiert, verpackt, montiert und zusammengebaut – begleitet von vielen Gesprächen und herzlichem Lachen. Besonders schön: Niemand musste Berührungsängste überwinden oder lange das Eis brechen. Man begegnete sich einfach auf Augenhöhe, arbeitete miteinander und hatte Freude an der gemeinsamen Sache.

Auch kulinarisch wurden wir alle bestens versorgt: Zum Mittagessen standen Cordon Bleu beziehungsweise Schnitzel mit Kartoffelsalat oder Grießnockerl mit Tomaten-Zucchini-Gemüse auf dem Speiseplan, zum Nachtisch gab es Schokopudding. Frisch gestärkt ging es danach zurück in die Arbeitsgruppen. Einige Schülerinnen wechselten bewusst noch einmal den Bereich, um weitere Tätigkeiten kennenzulernen. Aufgrund ihrer offenen Art und ihrer tatkräftigen Unterstützung – besonders beim Zusammenbauen der großen Stückzahl an Kugelschreibern – wünschten sich manche Beschäftigte gleich eine Fortsetzung am nächsten Tag – ein Mitarbeiter schlug sogar fünf Wochen vor!

Bevor der Tag mit einer Feedbackrunde ausklang, wurde schließlich das eingangs erwähnte Glas wieder hervorgeholt. Gemeinsam mit Jungs und Mädels aus dem Berufsbildungsbereich stellten unsere SozAKler und auch wir begleitenden Lehrkräfte kleine Cookie-Backmischungen her: Zutaten wurden abgewogen, sorgfältig in Schichten eingefüllt und die Gläser anschließend mit einer eigens gestalteten Banderole versehen. Eine tolle Idee von Corina Holzinger, die allen nicht nur viel Freude bereitete, sondern auch ein schönes Erinnerungsstück an diesen besonderen Tag bescherte.

In der abschließenden Gesprächsrunde lobten unsere Schülerinnen vor allem die herzliche Aufnahme, die ungezwungenen Begegnungen und die vielen interessanten Gespräche. Stefan Hömer machte wiederum deutlich, wie wichtig solche Besuche auch für die Beschäftigten sind: Viele hätten sich schon im Vorfeld sehr auf das Wiedersehen gefreut. Schließlich bewege man sich im Alltag häufig eher auf den eigenen „Inseln“ – im Betrieb unter Gleichgesinnten oder im familiären Umfeld. Umso wertvoller seien Begegnungen, bei denen Menschen ganz selbstverständlich miteinander arbeiten, lachen und voneinander lernen können. Sein Anliegen sei es, dass die Beschäftigten zeigen können, was sie leisten.

Und genau das ist an diesem Tag gelungen: Die Schülerinnen konnten nicht nur neue Arbeitsfelder kennenlernen, sondern vor allem erleben, wie viel Können, Engagement und Gemeinschaftssinn in der Werkstatt Sennfeld stecken. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Inklusion dort beginnt, wo Menschen einander offen begegnen, miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam etwas schaffen.

Das Glas vom Morgen war am Ende zwar mit einer Cookie-Backmischung gefüllt. Viel wichtiger aber war das, was sich im übertragenen Sinn darin gesammelt hatte: neue Eindrücke, gegenseitige Wertschätzung und viele schöne gemeinsame Momente.

Ein Tag, der einmal mehr gezeigt hat, wie bereichernd gelebte Partnerschaft sein kann – für beide Seiten!

Corinna Hartwich-Beck

Sicher unterwegs von Anfang an: „Achtung Auto“ für unsere 5. Klassen

Sicher unterwegs von Anfang an: „Achtung Auto“ für unsere 5. Klassen

Für die neuen Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen stand kurz nach dem Start ins neue Schuljahr ein wichtiger Termin auf dem Programm. Im Rahmen der Verkehrserziehung besuchte die ADAC-Stiftung unsere Schule mit dem Programm „Achtung Auto“. Dabei ging es nicht nur um Verkehrsregeln, sondern vor allem darum, Gefahren richtig einzuschätzen und das eigene Verhalten im Straßenverkehr zu reflektieren.

Besonders spannend wurde es bei der Frage, wie schnell ein Auto eigentlich zum Stillstand kommt. Die Schülerinnen und Schüler durften zunächst selbst vermuten, welche Strecke ein Fahrzeug nach einer Vollbremsung benötigt. Die anschließende praktische Demonstration sorgte bei vielen für Überraschung: Der tatsächliche Anhalteweg war deutlich länger als erwartet. So wurde anschaulich vermittelt, dass sich der Anhalteweg aus Reaktionsweg und Bremsweg zusammensetzt.

Doch nicht nur die Geschwindigkeit des Fahrzeugs spielt dabei eine Rolle. Gemeinsam überlegten die Klassen, was unsere Reaktion im Straßenverkehr beeinflussen kann. Schnell wurde deutlich, dass Ablenkungen – beispielsweise durch das Handy, Musik, Telefonieren oder Essen – wertvolle Zeit kosten können und damit den Anhalteweg verlängern.

Anschließend rückte ein weiterer wichtiger Sicherheitsaspekt in den Mittelpunkt: der Sicherheitsgurt. Die Betreuerinnen der ADAC-Stiftung zeigten anhand unterschiedlicher Körpergrößen, worauf beim richtigen Anlegen des Gurtes zu achten ist. Danach wurde es praktisch: Auf einem abgesicherten Gelände durften einige Kinder im Auto Platz nehmen. Das Fahrzeug beschleunigte auf etwa 10 bis 15 km/h, bevor eine Vollbremsung durchgeführt wurde. Auch bei dieser vergleichsweise niedrigen Geschwindigkeit konnten die Schülerinnen und Schüler unmittelbar erleben, welche Kräfte bei einer plötzlichen Bremsung entstehen.

Für einen besonders eindrucksvollen Moment sorgte schließlich ein prominenter Teilnehmer: Ein ADAC-Kuschelbär durfte – natürlich ohne Sicherheitsgurt – auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Bei der Vollbremsung wurde deutlich, was ohne Sicherung passieren kann: Der Bär wurde nach vorne geschleudert und prallte gegen die Frontscheibe.

Mit vielen praktischen Eindrücken und wichtigen Erkenntnissen für den eigenen Schulweg endete der abwechslungsreiche Verkehrserziehungstag. 

Ein großer Dank geht an die ADAC-Stiftung und die engagierten Betreuer und Betreuerinnen, die unseren Fünftklässlern die Gefahren des Straßenverkehrs auf so anschauliche Weise nähergebracht haben.

Eva Schachtner-Kaiser

Die „Blaue Perle“ – unsere Erde verstehen und schützen

Die „Blaue Perle“ – unsere Erde verstehen und schützen

Wie ist unsere Erde entstanden? Was macht unseren Planeten einzigartig und welche Verantwortung tragen wir für seinen Schutz? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Fr. Dirscherl und Fr. Müller der Wallburg-Realschule bei der dreitägigen Lehrerfortbildung „Die Blaue Perle“.

Das von Dr. Cecilia Scorza-Lesch (LMU München) entwickelte Programm richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Jahrgangsstufe. Es verbindet naturwissenschaftliche Bildung mit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Ausgehend vom Blick aus dem Weltraum auf unsere Erde, die „blaue Perle“, werden Themen wie die Entstehung und Entwicklung der Erde, das Sonnensystem, Klimawandel, Klimaschutz und nachhaltiges Leben altersgerecht vermittelt.

Im Mittelpunkt der Fortbildung standen neben fachlichen Impulsen vor allem praktische Aktivitäten und Experimente. In verschiedenen Werkstattmodulen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Materialien selbst ausprobieren, Modelle gestalten und konkrete Ideen für den Einsatz im Unterricht entwickeln.

Ein besonderes Highlight war die Begegnung mit Prof. Dr. Harald Lesch, der ebenfalls vor Ort war. Eine besondere Verbindung zur Wallburg-Realschule besteht bereits durch den von ihm und seinem Team entwickelten LMU-Klimakoffer. Dieser wird an unserer Schule in der 9. Jahrgangsstufe eingesetzt und dient unter anderem als Einstieg in die Projektpräsentation.

Ausgangspunkt beim Einsatz im Geographieunterricht ist der Blick aus dem Weltraum auf unsere Erde: Aus dieser Perspektive erscheint sie als kleine, faszinierende „blaue Perle“ inmitten des riesigen Universums – ohne sichtbare Grenzen zwischen den Ländern. Das Programm möchte bei Kindern Staunen und Neugier für die Naturwissenschaften wecken und gleichzeitig ein Bewusstsein dafür schaffen, dass wir alle Verantwortung für unseren gemeinsamen Heimatplaneten tragen.

Denn wer unsere Erde als einzigartige „blaue Perle“ kennen und schätzen lernt, entwickelt auch ein Bewusstsein dafür, warum es sich lohnt, sie zu schützen.

M. Dirscherl und S. Müller