Die Schülerfirma stellt sich vor

Auch im diesem Jahr gibt es an der Wallburg-Realschule Eltmann wieder eine Schülerfirma namens EBRG – „Eltmänner BücherRettungsGesellschaft“ – eine „Bücherrettung“ deshalb, da ca. 3.000 Bücher, die aus dem Lehrplan genommen wurden, nun in der Schule liegen und nicht mehr gebraucht werden. Die Schüler haben sich dazu entschlossen, die alten Bücher, welche scheinbar nicht mehr zu verwerten waren, zu recyceln und in neue Möbel und Dekorationstücke umzugestalten. Dies alles organisieren die Schüler selbst und kümmern sich um Verkauf, Produktion und Verwaltung. Erwerben kann man die Produkte am 1.12. an der Wallburg-Weihnacht in Eltmann und am 15. + 16.12. beim Interkulturellen Weihnachtsmarkt an der Johanniskapelle in Bamberg. Wir freuen uns, wenn Sie an unserem Stand vorbeischauen! Jonas Bühl – Pressesprecher EBRG

300 Stück Schokobananen …

verspeisten unsere Schüler am 27.09.2018 anlässlich des „Banana-Fairday“ genüsslich, waren sie doch umhüllt von feiner Fairtrade-Schokolade in der Geschmacksrichtung Vollmilch oder Zartbitter. Rein statistisch betrachtet würde das also bedeuten, dass jeder Zweite unserer knapp 600 Schüler eine Schokobanane gegessen hat! Wie schön wäre es, wenn deutschlandweit faire Bananen auch nur annähernd so weit verbreitet wären, denn leider stammen neun von zehn Bananen, die hierzulande über die Ladentheke gehen, nicht aus fairem Handel! Dabei sollte man schon allein wegen der Belastung herkömmlicher Bananen mit Chemikalien, wie ÖkoTest im Januar herausfand, besser zu Bio- oder noch besser zu Fairtrade-Bananen greifen – von der Ausbeutung der Arbeiter mal ganz abgesehen. Um dies unseren Schülern im wahrsten Sinn des Wortes schmackhaft zu machten, schwang die Klasse 8b zusammen mit Frau Müller am Tag zuvor den Kochlöffel sowie das Küchenmesser und verwandelte 150 Bananen in 300 Stück lecker glasierte Schoko-Früchte am Stiel. Nur durch diesen gelungenen Einsatz der 8b war es unserer Schülerschaft am heutigen Tag möglich, wie die Ameisen über die süßen Snacks herzufallen! Wir freuen uns sehr darüber, wie gut die Aktion auch in diesem Jahr ankam und werden einmal mehr den Gewinn von etwa 60 Euro darauf verwenden, die Mitgliedschaft unserer Schule bei der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zu finanzieren.

Autorinnen: Kirsten Christiansen und Susanne Müller

„Was wäre, wenn … 

… ich nicht in Deutschland, sondern zum Beispiel in Westafrika geboren worden wäre?“ Mit betretenen Mienen grübelten unsere Fünftklässler am 23. und 25.07.2018 bei unserem Fairtrade-Aktionstag zum Thema „Schokolade“ über diese Frage – die Antwort hatten sie zuvor schon bekommen, denn sie hatten erfahren, dass Kinder z. B. an der Elfenbeinküste oft schon im Alter von 10 Jahren auf den Kakaoplantagen mitschuften, weil ihre Eltern alleine nicht genug verdienen, um die ganze Familie zu versorgen. So bleiben ihnen viele Dinge verwehrt, welche für die Eltmanner Gleichaltrigen selbstverständlich sind: zur Schule gehen, Freizeit haben, ihre Familie täglich sehen, gesund sein usw. 

Die Kinder schleppen tagtäglich schwere Säcke mit reifen Kakaoschoten, hantieren mit scharfen Macheten, um die Kakaobohnen aus der Schote zu lösen und arbeiten im Sprühnebel der Chemikalien, die als Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden. Dieser Arbeitsalltag führt oft schon früh zu gesundheitlichen Beschwerden, von Rückenschmerzen über Migräne bis zu Schnittverletzungen ist alles dabei. 

Anschaulich konnten unsere Schüler mit Hilfe eines Rollenspiels erfahren, wer die Gewinner in der Schokoladenproduktion sind, und wer die Verlierer. Besonders unfair empfanden sie dabei, dass die Personen, die die härteste Arbeit leisten, den geringsten Lohn enthalten – nämlich 3 Cent von einer Tafel Schokolade, die 1 € kostet. 

Wer damit nicht einverstanden ist und etwas dagegen tun möchte, kann nur zu Fairtrade-Schokolade (u. a. von GEPA) greifen, denn hier ist Kinderarbeit verboten. Außerdem erhalten die Kakaobauern einen festen Mindestpreis für ihren Kakao, statt wie bei herkömmlicher Schokolade einen durch den Börsenkurs schwankenden Preis. Auch die Dörfer profitieren von Fairtrade, denn sie erhalten Unterstützung beim Bau von Schulen, Krankenhäusern usw. Fairtrade bietet den Bauern noch in weiteren Bereichen Hilfe, z. B. durch Fortbildungen oder Hilfen mit Krediten.   

Leider machen Fairtrade-Schokolade sowie die industrienahen Siegel „UTZ“ und „Rainforest Alliance“ (welche zwar Kinderarbeit verbieten, aber keinen Mindestpreis für Kakao bezahlen), jedoch zusammen nur etwa 1 % aller verkauften Schokolade in Deutschland aus. 

Um dies zu ändern, machten sich unsere Fünftklässler eifrig ans Werk und schrieben Postkarten an Milka, Ritter Sport und Lindt: Sie forderten die Firmen zum Umdenken auf. Eindringliche Appelle waren da zu lesen, hatte doch besonders das Schicksal der Kindersklaven, die noch ärmer dran sind als die Kinderarbeiter, die mit ihrer Familie zusammen auf der Plantage schuften, unsere Zehn- und Elfjährigen berührt. Da sie sich erwachsene Arbeiter kaum leisten können, kaufen Plantagenbesitzer verschleppte Kinder als billige Arbeitskräfte. Eine Chance, diesem tristen Leben zu entkommen, gibt es kaum, denn wer nicht zur Schule geht, hat auch kaum Aussicht auf eine bessere Arbeit.

Auch wenn am Ende des Schuljahres die „Luft“ oft raus ist und viele Schüler die Ferien herbeisehnen, waren sie nach unserem Aktionstag vielleicht doch ganz froh, selbst zur Schule gehen zu dürfen. 

Autorinnen: Susanne Müller und Kirsten Christiansen

Aus Liebe zur Sauberkeit

oder:  Willst du dir die Hausarbeit künftig mit mir teilen?

Viele große und vor allem kleine Gäste fanden sich am Dienstag in der Aula unserer Schule ein, um die alljährliche Aufführung der Marionettenspielgruppe und den Chorklassen 5a und 5b zu verfolgen. In diesem Sommer galt es, eine weitere Geschichte von Ritter Rost, dem Burgfräulein Bö und Koks dem Hausdrachen mitzuerleben, denn es stand das Stück „Ritter Rost und Prinz Protz“ ( von Jörg Hilbert und Felix Janosa) auf dem Programm. Ritter Rost sitzt zunächst lieber auf dem Klo und liest die Zeitung, während sich Bö mit der Hausarbeit und dem frechen schmutzigen Geschirr abmüht und so kommt es, wie es kommen muss: Das genervte Burgfräuein bestellt sich beim Zauberspiegel-Blitzversand einen Diener, der es aber gleich mit auf sein eigenes Schloss nimmt. Für Ritter Rost und Koks ist nun guter Rat teuer, denn wer führt jetzt den Haushalt…?

Autorin: Constanze Büller

Tischtennis-Turnier

Netzroller, Topspin, Flip – die Zelluloidkugeln sausten nur so über die vier Tischtennisplatten und an den Augen der Zuschauer vorbei

Am 20.07. veranstaltete die SMV erstmals ein Tischtennis-Turnier für die 5. und 6. Klassen mit tatkräftiger Unterstützung von Herrn Thurn, unserem Turnierleiter, der selbst in der regulären Pause zwischen den Wettkämpfen der beiden Jahrgangsstufen nicht seinen Platz in der Aula verlassen konnte. Dieses kleine Event stellte zumindest für unsere jüngeren Schüler eine Alternative bzw. Entschädigung dar, da in diesem Schuljahr unser bereits traditionelles Fußball-Turnier aufgrund der Sanierung der Turnhallen ersatzlos gestrichen werden musste.

Während der dritten und vierten Unterrichtsstunden tobten sich unsere Fünftklässler leidenschaftlich aus, schnitten, schmetterten, …, angeheizt durch ihre lautstark mitfiebernden Klassenkameraden. Denn nicht nur der/die erfolgreichste(r) Spieler(in), sondern auch die beste Mannschaftsleistung sollten belohnt werden. Aber auch die Sechstklässler standen in der fünften und sechsten Stunde den Jüngeren in nichts nach! Nur gut, dass sich die aktiven Sportler ebenso wie die Zuschauer zwischendurch mit Brezeln und Getränken stärken konnten!

Adrian Hornung (5b) konnte sich – nach einem hart umkämpften Finalspiel gegen seinen Klassenkameraden Kilian Mahr!!! – letztlich über den heiß begehrten Pizza-Gutschein freuen. Auch der Gutschein für eine Familienpizza ging aufgrund der tollen Teamleistung an die Klasse 5b.

Genauso knapp verlief das Finalspiel der sechsten Klassen, wo sich Marco Stark (6d) gegen Simon Hubert (6c) durchsetzen konnte und ebenfalls einen Pizza-Gutschein erhielt. Darüber hinaus sicherte sich die Klasse 6d ebenfalls den Mannschaftssieg und somit den Gutschein für eine leckere Familienpizza.

Ein riesiges Kompliment geht an dieser Stelle an all die Mädels, die wirklich klasse mitfighteten und es ihren männlichen Gegnern mitunter sehr schwer machten. Beim nächsten Mal möchten wir noch mehr Mädels sehen, die begeistert ihren Tischtennisschläger schwingen! Traut euch!

Autorin: Corinna Hartwich-Beck