Aktionswoche „Zukunft säen“ – Strampeln, mixen, pflanzen

Aktionswoche „Zukunft säen“ – Strampeln, mixen, pflanzen

Smoothie Bike
Smoothie Bike

Smoothies per Pedalkraft und Samenbomben als Erinnerung

Wer sagt, Unterricht sei langweilig? An der Wallburg-Realschule Eltmann ließ sich das in der Woche vom 18. bis 22. Mai 2026 eindrucksvoll widerlegen. Im Rahmen der Aktionswoche „Zukunft säen“ der Initiative Klimaschule Bayern verwandelte sich der Pausenhof in ein kleines Freiluftlabor für Genuss, Nachhaltigkeit und gute Laune.

Das Herzstück: das Smoothie Bike – ein Fahrrad, das keinen Kilometer zurücklegt, aber jede Menge Energie produziert. Wer in die Pedale trat, trieb einen Mixer an und erntete als Belohnung einen frischen, gesunden Frucht-Smoothie. Lecker, bunt und garantiert selbst verdient.

Möglich gemacht hat das alles der Elternbeirat – er übernahm die Leihgebühr für das pfiffige Gefährt und war mit Frau Graser und Frau Weber an beiden Aktionstagen, dem 19. und 20. Mai, tatkräftig vor Ort. Frau Müller sorgte für den reibungslosen Radtransport und die gesamte Organisation.

Um das Obst kümmerte sich Frau Schneider – und viele Schülerinnen und Schüler brachten zusätzlich eigene Früchte mit, von frischen, heimischen Erdbeeren bis zur exotischen Ananas war alles dabei. So entstanden zunächst tolle farbliche Schichten im Mixer, mit dessen Hilfe die beteiligten Klassen auf diese Art sogar Farbmisch-Experimente durchführen konnten (Was ergeben rote Erdbeeren, grüne Kiwis und blaue Heidelbeeren?).

Klassen verschiedener Jahrgangsstufen nutzten nämlich ihre Vertretungsstunden, um sich ihr „Hirnfutter“ ganz buchstäblich zu erstrampeln – eine Aktivpause, von der Kopf und Körper gleichermaßen profitierten.

Doch damit nicht genug: Frau Dirscherl gestaltete gemeinsam mit ihrer Ethik-Gruppe sogenannte Seedbombs – kleine Kugeln aus Erde, Ton und den Samen insektenfreundlicher einheimischer Wildpflanzen wie Kamille und Lein. Frau Christiansen begleitete die Klassen 6c und 5d beim Gestalten hübscher Papiertüten als Verpackung.

„Gemeinsam (ge)wachsen“ – unter diesem Motto werden die Seedbombs bei der Abschlussfeier an alle Zehntkässlerinnen und Zehntkässler übergeben, als Erinnerung und als Auftrag zugleich.

Ein schöneres Abschiedsgeschenk ist kaum denkbar: Die Absolventinnen und Absolventen verlassen die Schule nicht nur mit ihrem Abschluss – sie tragen ein Stück Natur und die Idee des Wachsens in die Welt hinaus. Die Wildpflanzen werden blühen. Und wer weiß: Vielleicht erinnert sich mancher dabei an eine Schulwoche, in der Treten tatsächlich Früchte trug.

– Kirsten Christiansen

Eine Woche ohne Plastik

Eine Woche ohne Plastik

Mitmachaktion des Fairtrade- und Umweltteams vom 16. bis 20.03.2026

Viele Menschen fasten vor Ostern – teils verzichten sie auf Schokolade, teils auf ihr Handy, das Autofahren oder Alkohol. Doch man kann auch viele andere, schädliche Dinge zumindest zeitweise aus seinem Leben verbannen; natürlich immer mit der Hoffnung, die in der Fastenzeit begonnene Gewohnheit möge sich jenseits der Osterzeit fortsetzen.

Aus diesem Grund schloss sich unser Fairtrade- und Umweltteam der Aktion „Eine Woche ohne Plastik“ von „Mission Eine Welt“ an und gestaltete eine breites Spektrum vielfältiger außerunterrichtlicher Aktivitäten, die in einer Schulversammlung in der Woche vorher von unserem Schülerinnen- und Schüler-Team bekannt gegeben wurden.

Im Anschluss wurden Plakate und Flyer mit Informationen und praktischen Tipps zur Plastikvermeidung in den Klassenzimmern aufgehängt und alle waren aufgerufen, ihr Pausenbrot umweltfreundlich verpackt mitzubringen.

Und dann ging es los:

Den Auftakt machte Olivia Schubert, Klasse 7c, am Montag-Nachmittag. Sie bot einen Workshop an, in dem die 18 angemeldeten Schülerinnen und Schüler Waschmittel und Peeling herstellten, um Verpackungsmüll und Mikroplastik zu vermeiden. Ein großer Dank geht an Nadine Schubert für das Spenden der Zutaten!

Am Mittwoch wurde die Mainlände von Müll befreit. Wer glaubt, dafür ließen sich keine Jugendlichen motivieren, der irrt – Frau Schneider zog gemeinsam mit etwa 25 Schülerinnen und Schülern bei bestem Frühlingswetter zu einem Main Cleanup los.

Dankenswerterweise hatte die „Mission Eine Welt“ uns für die Anmeldung zur Plastikfasten-Woche mit Schutzhandschuhen, Greifzangen und Müllbeuteln belohnt, die sogleich produktiv genutzt wurden.

Übrigens: Die zweifelhaften „Highlights“ der Müllsammelaktion waren zwei im Gebüsch entsorgte Windeln und ein defekter Wasserkocher.

Der Donnerstag war schließlich das Highlight der Plastikfasten-Woche, da ein Feuerwerk diverser Maßnahmen geboten wurde:

Zum einen sammelten alle Klassen in der Klassleitungsstunde Müll im und um das Schulhaus. Zum anderen bot das Fairtrade- und Umweltteam passend zum Workshop am Montag in Kooperation mit dem Weltladen Eltmann einen Verkauf von fairen, umweltfreundlichen Seifen, Deos und anderen Körperpflegeartikeln an.

Vor Ostern wurde dieser gerne wahrgenommen, um z. B. noch kleine Geschenke zu erwerben.

Am Nachmittag bildete ein zweiter Workshop, den Ida Wilhelm, Klasse 7d, leitete, den Abschluss unserer Aktionswoche:

Die 18 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, vorrangig aus den fünften und sechsten Klassen, erhielten die Gelegenheit, ein eigenes Bienenwachstuch herzustellen, um Frischhaltefolie und Alufolie zum Einpacken von Pausenbroten zu vermeiden, denn Frischhaltefolie wird aus Erdöl hergestellt, lässt sich auch wegen der Verschmutzung oft schlecht recyceln und gibt Mikroplastik ab.

Alufolie ist leider nicht besser, weil die Herstellung energieintensiv ist und der Abbau des nötigen Bauxit oft mit Regenwaldrodung einhergeht und giftiger Rotschlamm anfällt. Zudem ist sie meist ein Einwegprodukt.

Tolle Stoffe wurden mitgebracht, von frühlingshaften Blümchen bis zu Mustern aus England – und hingebungsvoll bügelten Mädels wie Jungs ihre Tücher, bis diese nach 60 Minuten liebevoll gefaltet und verstaut werden konnten.

In diesem Zusammenhang danken wir auch Familie Wilhelm für die kostenlose Bereitstellung von Baumwollstoffen und Bügeleisen!

Ein kleines Tagebuch von „Mission Eine Welt“ bot begleitend die Gelegenheit, über die plastikfreie Woche zu reflektieren. Es bot neue Informationen wie die Tatsache, dass durch riesige Mengen Plastikmüll in den Ozeanen fünf neue „Kontinente“ von der Größe Europas entstanden sind, aber auch Gelegenheit, eigene Notizen festzuhalten wie die Antwort auf die Frage, bei welchem Produkt auch eine Alternative ohne Plastikverpackung verfügbar wäre.

Wir hoffen, einen kleinen Denkanstoß gegeben zu haben, wie leicht es doch oft ist, Plastik im Alltag zu reduzieren und danken nochmals allen Schülerinnen und Schülern, die sich mit großem Elan an den Angeboten beteiligt haben – und natürlich unserem Fairtrade- und Umweltteam, das diese souverän geleitet hat!

– Susanne Müller & Kirsten Christiansen

Main CleanUp: Unsere Schule im Einsatz für eine saubere Umwelt

Main CleanUp: Unsere Schule im Einsatz für eine saubere Umwelt

Am 18. März haben 20 Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen im Rahmen der Aktion „Eine Woche ohne Plastik“ am Main CleanUp teilgenommen. Über eine Stunde hinweg reinigten sie das Ufer des Mains vom Müll und sorgten dafür, dass sowohl Sitzgelegenheiten als auch Spielplätze nahezu müllfrei waren.

Von vollen Windeln über Batterien bis hin zu einem alten Wasserkocher – alles landete sorgfältig in den Müllsäcken. Mit ihrem Engagement haben die Jugendlichen nicht nur die Umwelt geschützt, sondern auch ein starkes Zeichen für Verantwortungsbewusstsein und Gemeinschaft gesetzt.

Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten – ihr habt den Main ein Stück sauberer gemacht!

Schullandheim der 5. Klassen im Rhöniversum Oberelsbach 

Schullandheim der 5. Klassen im Rhöniversum Oberelsbach 

Ein paar tolle Tage verbrachten unsere fünften Klassen im Rhöniversum in Oberelsbach – mitten in der wunderschönen Rhön. Neben spannenden Programmpunkten erwarteten uns gutes Essen, viel Spaß und jede Menge gemeinsamer Erlebnisse. Bei einer abwechslungsreichen Wald-Rallye erkundeten die Schülerinnen und Schüler spielerisch die Natur. Mit offenen Augen und viel Neugier entdeckten sie Pflanzen, Tiere und die Besonderheiten des Biosphärenreservats. 

Ein besonderes Highlight war die Bionade-Expedition. Dabei erfuhren die Kinder Wissenswertes über Nachhaltigkeit, regionale Produktion und die Geschichte der bekannten Marke Bionade. Natürlich durfte auch probiert werden – ein spritziges Erlebnis! Bei der abendlichen Sternenwanderung „Orion“ richteten wir den Blick in den Himmel. Gemeinsam lernten die Kinder Sternbilder kennen und lauschten spannenden Geschichten rund um das Weltall. Beim Programm „Mut und Team“ stand die Klassengemeinschaft im Mittelpunkt. In spielerischen Übungen stärkten die Schülerinnen und Schüler ihr Vertrauen ineinander, bewältigten kleine Herausforderungen und wuchsen als Team noch enger zusammen. 

Mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck kehrten unsere fünften Klassen begeistert zurück 😊.

Water, water, everywhere!

Water, water, everywhere!

Projekt Pfandsammelbox
Projekt Trinkwassertestung

– Projektpräsentation der 9. Klassen –

Das Gedicht mit diesem Titel von Samuel Coleridge ist fast 200 Jahre alt, und doch inhaltlich so aktuell wie vielleicht nie zuvor: Es beschreibt die Klage eines Seemanns, von Salzwasser umgeben zu sein und doch keinen Schluck davon trinken zu können. Ähnlich ergeht es vielen Menschen global betrachtet heute: Durch das Schmelzen der Pole wird der Meeresspiegel ansteigen – und gleichzeitig haben laut UNICEF 2,2, Milliarden Menschen keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser. Oft ist dies übrigens auch ein Grund, weshalb Kinder nicht zur Schule gehen können, da sie Wasser für die Familie holen müssen.

In diesem Schuljahr befassten sich alle neunten Klassen im Rahmen ihrer Projektpräsentation im Juni bzw. Juli mit dem Thema Wasser – und bestaunten die große Bandbreite dieses zunächst vielleicht etwas unspektakulären Themas:

  • Gruppen aus der Klasse 9a befassten sich mit Wasserkraftwerken und machten Wasserrecycling anschaulich. Eine Gruppe beleuchtete den Weg von der Quelle, in die Haushalte und abschließend in den Main, während eine weitere Gruppe anhand der Kläranlage aufzeigte, wie wichtig es ist, das Wasser gereinigt wieder dem Kreislauf zurückzuführen. Eingehend machte ein weiteres Team auf die Verschmutzung der Weltmeere aufmerksam.
  • Melissa, Sara, Tiziano und Benno aus der Klasse 9b renovierten den Wasserlauf auf dem Pausenhof und verzierten diesen mit Mosaiken in Wellenform. Damit wird auf das Menschenrecht aufmerksam gemacht, Zugang zu sauberem Wasser und Sanitärversorgung zu haben. Gleichzeitig bleibt der Wasserlauf erhalten, der in heißen Sommertagen in den Pausen eine erfrischende Abkühlung für unsere Schülerinnen und Schüler bietet. Nach Schulschluss wird das angestaute Wasser auch gerne von Vögeln und Bienen als Trinkquelle genutzt.
  • Fabio, Lucy, Milla, Laura und Eva verglichen Leitungs- und Mineralwasser miteinander. Sie verglichen Proben aus dem Leitungswasser in der Schule mit dem Wasser aus vier gekauften Flaschen und erstellten ein Video über ihre Erkenntnisse. Isabella, Leni, Lenny und Elisa hingegen stellten Wasser aus dem Wasserspender dem Wasser aus der Leitung gegenüber und machten u. a. mit einem Aushang im Schulhaus auf die gute Qualität des Wassers aufmerksam.
  • Gruppen der 9b und 9c (Lenny, Benjamin, Marco, Flynn) renaturierten den Schulteich, legte im Uferbereich neue Wasserpflanzen an, die sie mit einem Kuchenverkauf finanziert hatten und setzten Fische ein. Das verbliebene Geld wurde an Viva con Agua gespendet.
  • Dieselbe Gruppe der 9c befasste sich mit dem Thema Wasserknappheit und schilderten die Evolution des Wassers anhand einer Zeitreise. Zusammen mit der Klasse 5a und Frau Dirscherl besichtigten sie die Kläranlage in Ebelsbach.
  • Arian, Paul, Artem und Leo aus der Klasse 9d stellten unter anderem eine Sammelbox für leere Pfandflaschen in der Aula auf, in der nicht nur während des Schulalltags, sondern auch bei Schulveranstaltungen Mehrweg- und Einwegflaschen gespendet werden konnten zugunsten der gemeinnützigen Organisation „Viva von Aqua“.
  • Samuel, Victoria, Anna K. und Melissa beschäftigten sich mit Wasser als Transport- und Fluchtwegen. Sie nahmen Kontakt auf zum Verein „Freund statt Fremd“ in Bamberg und organisierten eine Spendenaktion, bei der rund 100 Euro zusammenkamen, welche im Rahmen eines Besuchs- und Interviewtermins übergeben wurden.
  • Anna R., Jana S., Lucy und Sofiia zeigten anhand eines Hausmodells auf, in welchen Räumen der Wasserverbrauch am größten ist und erklärten u. a. auch die relativ hohen Werte für das Kinderzimmer, die durch virtuelles Wasser, also den indirekten Wasserverbrauch bei der Produktion, in diesem Fall von Spielzeugen, zustande kommen.
  • Lennis, Ruby, Leonie und Frieda verglichen die Vor- und Nachteile verschiedener Kraftwerke anschaulich mit Hilfe eines Sterne-Ranking und erstellten eine Webseite, die nähereInformationen zu den mit den verschiedenen Kraftwerkstypen verbundenen Kosten usw. liefert.

Einmal mehr stand die Projektpräsentation unter einem globalen Leitthema, das für alle neunten Klassen gleichermaßen galt und welches zu unserem Schulprofil als Klima- und Umwertschule passt. Besonders stolz sind wir u. a auf die Pfandflaschensammlung, die mit Kleinstbeträgen, die jeder verschmerzen kann, alleine bis zum Präsentationstermin am 03.07. über 130 Euro für Viva con Agua sammelte – die Aktion soll mindestens bis Ende des Jahres fortgesetzt werden und, sofern möglich, auch im kommenden Schuljahr weiterlaufen. Auch die Spendensammlung zugunsten „Freund statt fremd e. V.“ passt sehr gut zu unserem Schulprofil und bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die Lebens- und Leidensgeschichten von Flüchtlingen persönlich kennenzulernen und Integration durch eine Spende zu fördern. Wir hoffen auf ähnlich produktive Aktionen im kommenden Jahr und danken unseren Schülern für ihren engagierten Einsatz beim Müllsammeln, bei den Workshops für die „Kleinen“, bei den Spendensammlungen usw.!

– Kirsten Christiansen