Wettbewerb Umwelt-Einstein 2021

Wettbewerb Umwelt-Einstein 2021

Über 1750 Schüler*innen aus ganz Bayern haben am Umwelt-Einstein 2021 teilgenommen haben. Auch die Wallburg-Realschule Eltmann. 

Was ist überhaupt der Umwelt-Einstein?

Mit dem von der Umwelt-Akademie e.V. entwickelten Online-Quiz können junge Menschen ihr Wissen rund um Klimaschutz, Umwelt und Nachhaltigkeit testen und erweitern. An fünf Tagen kann man rund 60 Quiz-Fragen zum Thema Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz beantworten:

Was ist ein ökologischer Rucksack? Wie viel Wasser wird zur Herstellung eines Baumwoll-T-Shirts benötigt? Welche Speisefische können noch bedenkenlos gegessen werden? An insgesamt 60 Fragen wie diesen können Kinder und Jugendliche online tüfteln.

Die Fragen des Umweltbildungsprojekts, welches vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert wird, orientierten sich vorwiegend an den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen (SDGs) der Agenda 2030. Ergänzende „Gute-Taten-Tipps“ sollen die Schüler*innen motivieren, an der Gestaltung einer nachhaltigeren Welt mitzuwirken, Handlungsalternativen auszuprobieren und sich mit Nachhaltigkeitsinitiativen zu vernetzen.

Mit der zahlreichen Teilnahme der Klassen 7a und 7c, 8a, 8c, 8d und 8e, 9b und 9d am Umwelt-Einstein hat die Wallburg-Realschule den 1. Platz unter den Schulen gemacht – und das bei insgesamt 102 Schulen aus ganz Bayern.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser großartigen Leistung!

 

Somit gewinnt Ihre Schule einen Klima-Projekttag mit mehreren Klimaworkshops.

Kann mein Handy Bienen schützen?

Kann mein Handy Bienen schützen?

Na klar! Nämlich, wenn du dein altes Handy, das du nicht mehr brauchst, fachmännisch recyceln lässt statt es ein einsames Leben in einer dunklen Schublade daheim fristen zu lassen. Denn Mobiltelefone enthalten viele Wertstoffe wie die sogenannten „Seltenen Erden“,  Metalle wie Yttrium, die nicht einfach abzubauen sind und oft auf umweltschädliche Art und Weise gefördert werden: Beim Abbau werden Auflagen häufig missachtet, durch Säuren, die die Metalle aus den Bohrlöchern waschen, entstehen Abfallprodukte und giftige Abwässer, die das Grundwasser verschmutzen. Für die Gewinnung werden große Flächen Regenwald abgeholzt. Und nach wie vor ist außerdem der Berg- bzw. Abbau einer der Wirtschaftszweige, in denen gerade in Schwellen- und Entwicklungsländern häufig Kinderarbeit und ausbeuterische Arbeitsbedingungen herrschen. 

Leider gehen wir oft sehr unüberlegt mit unseren Elektro-Geräten wie Handys, Laptops und Tablets um – zu verlockend ist z. B. das neue Gratis-Gerät, das bei vielen Handy-Tarifen alle zwei Jahre ohne Zusatzkosten gestellt wird. Weltweit produziert jeder Mensch durchschnittlich 7,3 kg Elektroschrott pro Jahr (laut Global E-Waste Monitor 2020), wir Deutschen sogar 20 kg jährlich!

Umso wichtiger ist es, Handys einem fachmännischen Recycling zuzuführen, damit möglichst viele Wertstoffe wiederverwendet werden können – denn durchschnittlich kauft sich jeder alle 18 Monate ein neues Handy und 105 Millionen Geräte liegen ungenutzt in Schubladen herum (laut NABU). Der Naturschutzbund bietet seit vielen Jahren in Zusammenarbeit mit Telefonica ein Verwertungssystem an, bei dem die Handys in Zusammenarbeit mit Werkstätten für Behinderte recycelt werden. Der NABU erhält dabei für jedes Handy einen Festpreis; im Jahr 2020 kamen so insgesamt 75.000 Euro zusammen! Dieser Erlös fließt immer in ein Naturschutzprojekt des NABU. War es bis 2019 die Wiederherstellung des natürlichen Flussbetts und Uferbereichs an der Havel, wird das Geld aktuell in den NABU-Insektenschutzfonds investiert, der Ackerflächen und Wiesen aufkauft und Ackerrandstreifen zu Blühstreifen umwandelt. 

Wir freuen uns daher sehr darüber, dass unser Aufruf zur Althandy-Sammlung Anfang Juli auf so große Resonanz stieß: Wie im Taubenschlag kamen und gingen da Schüler*innen zur Sammelbox, große Tüten schleppend, aus denen sie die kompletten Elektronik-Bestände der Familie zauberten, von Tablets über Handys bis hin zu Kopfhörern.

– Susanne Müller und Kirsten Christiansen

Müllkunst

Müllkunst

Die Klassen 6b und 6d befassten sich im Kunstunterricht mit dem Thema Umweltverschmutzung und gestalteten dazu passend Müllkunst-Tierbilder im Stil von Adolfo Serra: Der Künstler malt einen Teil des Körpers eines Tiers, der Rest besteht aus Müll, den Adolfo bei Spaziergängen in der Umwelt gefunden hat. So machten sich die Sechstklässler und Sechstklässlerinnen eifrig daran, den Gelben Sack daheim zu plündern und stellten dabei (ganz gemäß des Trends zum Upcycling) fest, dass reizvolle Arragements entstehen, wenn man die eigentlich nicht besonders schönen Wegwerfprodukte kombiniert mit detaillierten Zeichnungen.

Weitere Werke findet Ihr in unserer Kunstgalerie!

– Kirsten Christiansen

Natur und Kunst

Natur und Kunst

Das scheint auf den ersten Blick ein Widerspruch, aber spätestens seit Aufkommen der Strömung der Land Art in den Sechziger Jahren in den USA ist offenkundig, wie gut beides zusammengehen kann: Dieser Kunstrichtung ging es darum, Kunst in der Natur zu gestalten, und das auch noch (bei der Land Art im engeren Sinn) mit Naturmaterialien. Die oft riesigen Werke führen dazu, dass man eine bekannte Umgebung mit anderen Augen sieht, irritiert durch die offenkundig von menschlicher Hand vorgenommene Veränderung – was schon als selbstverständlich angenommen und gar nicht mehr bewusst zur Kenntnis genommen wurde, wird plötzlich wieder aufmerksam betrachtet. Hinzu kommt, dass diese Kunstwerke oft nur zeitweise verfügbar sind; Robert Smithsons berühmte „Spiral Jetty“ z. B., eine Steinspirale im Großen Salzsee in Utah, war je nach Wasserstand mal sichtbar, mal nicht. Andy Goldsworthys Farbverläufe aus Blättern blieben nur wenige Wochen erhalten, bevor sie verwelkten oder weggeweht wurden. Diese Vergänglichkeit macht eine fotografische Dokumentation nötig. 

Der Ansatz der Land Art, ein neues Bewusstsein zu schaffen für die Schönheit der Natur, aber auch für ihre Vergänglichkeit, passt im wahrsten Sinn des Wortes natürlich sehr gut zu unserer Umweltschule – und er ist auch der Grund, weshalb sich viele Land Art-Künstler auch für den Umweltschutz engagieren, wie z. B. der Brite Andy Goldsworthy. Nachempfunden (im kleinen Stil :)) haben dies die Klassen 6b und 6d im Rahmen des Kunst- und Distanzunterrichts, wobei immer auch wichtig sein sollte, sparsam mit den (unbedenklichen) Materialien umzugehen, um die Tier- und Pflanzenwelt zu schonen. Dabei sind sehr unterschiedliche, tolle kleine Werke entstanden; mal haben Schüler und Schülerinnen Gesichter in Naturmaterialien entdeckt und diese  vollendet, mal entstanden Mandala-artige, geometrische Arrangements aus allem, was der eigene Garten so hergab … aber seht selbst:

– Kirsten Christiansen