Werte, die anstecken – Wertebotschafterinnen und CourageCoaches begeistern angehende Lehrkräfte

Werte, die anstecken – Wertebotschafterinnen und CourageCoaches begeistern angehende Lehrkräfte

Auch ein noch so erfolgreiches Schuljahr geht irgendwann zu Ende – und für unsere Wertebotschafterinnen Lenya und Sophia hätte es kaum einen passenderen Schlusspunkt geben können. Der unterfränkische Wertetag für angehende Lehrkräfte an der Wilhelm-Sattler-Realschule in Schweinfurt bildete am 28.07.2026 den krönenden Abschluss eines ereignisreichen Jahres voller Workshops, Schulbesuche, aber auch Ausbildungseinheiten. Denn nur vier Tage nachdem Sophia ihre Ernennungsurkunde als Wertebotschafterin in Nürnberg erhalten hatte, standen die beiden bereits wieder auf der Bühne – voller Energie, Ideen und Begeisterung für das, was sie in den vergangenen Monaten in Zusammenarbeit mit ihrem Werte-Team auf die Beine gestellt hatten.

Gemeinsam mit ihren Schweinfurter Wertebotschafterkolleginnen Lilly, Emilia und Marlene zeigten sie eindrucksvoll, wie lebendige Wertearbeit an Schulen aussehen kann. Statt trockener Theorie erwartete die angehenden Lehrkräfte ein praxisnaher Einblick in zahlreiche Projekte, die in den vergangenen Monaten durchgeführt worden waren. Die Schülerinnen präsentierten Ausschnitte aus ihren gemeinsam gestalteten Workshops für die 7. Klassen, berichteten von Kurzschulungen an Grundschulen in Wasserlosen, Eltmann und Schweinfurt sowie von vielfältigen Aktionen an ihren eigenen Schulen, bei denen bereits die jüngeren Jahrgangsstufen aktiv eingebunden wurden.

Doch Zuhören allein war an diesem Vormittag ausdrücklich nicht vorgesehen. Mit Methoden wie dem Blitzlicht oder „warme Dusche“ machten die Wertebotschafterinnen die Studienreferendarinnen und -referendare selbst zu Mitwirkenden und bewiesen einmal mehr, dass Werte dann am stärksten wirken, wenn man sie nicht nur erklärt, sondern erlebt.

Unterstützt wurden sie dabei von den Courage-Teams beider Schulen. Stellvertretend für die Wallburg-Realschule informierten Lenya und Sofia über ihre Ausbildung zu CourageCoaches, und ermöglichten gemeinsam mit den Schweinfurter Schülerinnen Einblicke in Projekte mit externen Partnern wie Kolping – Netzwerk für Geflüchtete oder thevo. Doch auch sie präsentierten Auszüge aus ihren Workshops in den 5. und 8. Klassen, die sich mit den verschiedenen Formen von Diskriminierung bzw. mit dem Schwerpunkt „Homophobie“ auseinandersetzten. Kreativ, authentisch und voller Praxisbezug zeigten Lenya und Sofia, wie Demokratiebildung, Zivilcourage und gegenseitiger Respekt im Schulalltag ganz selbstverständlich gelebt werden können.

Dass junge Menschen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler auf Augenhöhe erreichen, wurde an diesem Tag besonders deutlich. Genau dieses Peer-to-Peer-Prinzip bezeichneten die beteiligten Lehrkräfte Carina Thorwarth, Susanne Müller und Corinna Hartwich-Beck ebenso wie die teilnehmenden Studienreferendarinnen und -referendare als einen unschätzbaren Gewinn für die schulische Wertebildung.

Ein herzliches Dankeschön gilt unseren engagierten Mädels Lenya, Sophia und Sofia. Mit ihrer Begeisterung, ihrer Kreativität und ihrem unermüdlichen Einsatz haben sie gezeigt, dass Werte keine Schlagworte sind, sondern dann ihre größte Kraft entfalten, wenn junge Menschen sie selbstbewusst vorleben. Oder anders gesagt: Wer andere mit seiner Haltung ansteckt, verändert nicht nur den Schulalltag – sondern manchmal tatsächlich ein kleines Stück Welt.

Corinna Hartwich-Beck

30 Minuten, die etwas bewegen

30 Minuten, die etwas bewegen

Manchmal braucht es keinen Projekttag, um etwas zu verändern. Manchmal reichen schon 30 Minuten, um zum Nachdenken anzuregen, neue Perspektiven zu eröffnen und ein deutliches Zeichen für Respekt und Zusammenhalt zu setzen. Genau das bewies unser Courage-Team in den vergangenen Wochen eindrucksvoll: Mit viel Herzblut und jeder Menge Fingerspitzengefühl gestalteten die Teamer mehrere Workshops für unsere 5. und 8. Klassen – und machten dabei deutlich, dass Courage vor allem dort beginnt, wo Menschen füreinander einstehen.

Den Auftakt bildeten die Workshops für unsere Fünftklässler.  Statt eines trockenen Vortrags erwartete die 5c-ler und 5d-ler am 18.06.2026 sowie die 5a-ler und 5b-ler am 09.07.2026 jeweils während der Klassleiterstunde ein abwechslungsreicher Workshop mit anschaulichen Beispielen, interaktiven Gesprächsimpulsen und alltagsnahen Fallbeispielen. Gemeinsam gingen sie der Frage nach, was Mobbing eigentlich ist und welche unterschiedlichen Formen Ausgrenzung annehmen kann. Dabei standen Themen wie Lookismus, Rassismus, Ableismus und Cybermobbing im Mittelpunkt – Begriffe, die für viele zunächst neu waren, deren Bedeutung die Schüler jedoch schnell anhand konkreter Situationen nachvollziehen konnten. Beeindruckend war vor allem, mit welcher Offenheit sich die Fünftklässler auf die Inhalte einließen. Sie beteiligten sich engagiert an den Gesprächen, stellten interessierte Fragen und entwickelten gemeinsam kreative Lösungsansätze für schwierige Alltagssituationen. Schnell wurde deutlich: Auch unsere jüngsten Schüler besitzen bereits ein feines Gespür dafür, wann Menschen unfair behandelt oder ausgegrenzt werden – und wie wichtig es ist, nicht wegzusehen. Dass die Workshops so lebendig und abwechslungsreich verliefen, ist an der Souveränität festzumachen, mit der die Teammitglieder eigenständig durch die Klassenleiterstunden führten und es von Beginn an schafften, ihre jungen Zuhörer mitzunehmen. So wurde ganz nebenbei deutlich, dass Zivilcourage keine Frage des Alters ist, sondern der Haltung. Für einen süßen und zugleich symbolträchtigen Abschluss sorgte die inzwischen schon fast traditionelle Schokokuss-Aktion. Sie belohnte nicht nur die engagierte Mitarbeit der Fünftklässler, sondern setzte gleichzeitig ein Zeichen für die eigentliche Botschaft des Workshops: Freundlichkeit, Respekt und Wertschätzung machen den Schulalltag für alle ein Stück schöner.

Doch damit war die Arbeit des Courage-Teams noch lange nicht beendet.

In den vergangenen Monaten hatten die Teamer ihren bereits bewährten Workshop zum Thema „Homophobie“ vollständig überarbeitet. Ziel war es, die Inhalte noch stärker an die Lebenswelt Jugendlicher anzupassen und das Konzept so weiterzuentwickeln, dass es in einer 30-minütigen Klassenleiterstunde durchgeführt werden kann. Gleichzeitig entschied sich das Team bewusst dafür, den Workshop künftig in den 8. Klassen anzubieten – einer Altersstufe, in der Fragen nach Identität, Sprache und gegenseitigem Respekt im Alltag eine immer größere Rolle spielen. Die ersten Workshops fanden am 02.07.2026 in den Klassen 8a und 8c sowie am 23.07.2026 in den Klassen 8b und 8d statt. Im Mittelpunkt der Workshops stand zunächst die Frage, was Begriffe wie Homophobie, LGBTQIA+ oder Coming-out überhaupt bedeuten. Gemeinsam erarbeiteten die Schüler grundlegende Begriffe, räumten mit Vorurteilen auf und setzten sich mit der Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten auseinander. Dabei wurde schnell deutlich, dass hinter diesen Begriffen vor allem Menschen mit ganz persönlichen Geschichten, Gefühlen und Erfahrungen stehen. Anschließend richtete sich der Blick auf den Schulalltag. Wie fühlt es sich an, wenn sich jemand seiner Familie oder seinen Mitschülern als schwul, lesbisch, bisexuell, trans* oder queer anvertrauen möchte – oder sich genau aus Angst vor Ablehnung eben nicht traut? Welche Rolle spielen dabei Mitschüler? Und wie kann jeder Einzelne dazu beitragen, dass sich alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität sicher und akzeptiert fühlen? Gemeinsam hinterfragten die Jugendlichen außerdem alltägliche Beleidigungen und scheinbar harmlose Redewendungen wie „Das ist voll schwul“ oder „Du Schwuchtel“. Schnell wurde deutlich, dass solche Aussagen häufig unüberlegt ausgesprochen werden, für andere Menschen jedoch verletzend sein und Ausgrenzung fördern können. Die Reaktionen der Achtklässler fielen dabei durchaus unterschiedlich aus. Während sich einige Klassen interessiert zeigten, Fragen stellten und Inhalte kritisch hinterfragten, begegneten andere dem Workshop eher zurückhaltend. Gerade bei diesem sensiblen Thema fiel es vielen Jugendlichen schwer, die typischen Beschimpfungen überhaupt laut auszusprechen, obwohl sie im Schulalltag durchaus bekannt sind. Umso bemerkenswerter war es, mit welcher Sensibilität die Mitglieder des Courage-Teams die Gespräche moderierten. Einen besonders nachhaltigen Abschluss bildete ein eigens auf die Wallburg-Realschule abgestimmtes Erklärvideo, das die wichtigsten Inhalte noch einmal verständlich zusammenfasste und den Blick auf den eigenen Schulalltag richtete. Die Botschaft war eindeutig: Jeder Einzelne kann durch seine Sprache und sein Verhalten dazu beitragen, dass sich andere angenommen oder ausgeschlossen fühlen. 

Ob in den 5. oder in den 8. Klassen – alle Workshops verfolgten letztlich dasselbe Ziel: Unsere Schüler dafür zu sensibilisieren, hinzusehen statt wegzusehen, füreinander einzustehen und Menschen unabhängig von Herkunft, Aussehen, Beeinträchtigung, Religion oder sexueller Identität mit Respekt zu begegnen.

Corinna Hartwich-Beck

Vielfalt erleben statt Vorurteile pflegen

Vielfalt erleben statt Vorurteile pflegen

Mitmach-Mobil und Workshops sensibilisieren Siebtklässler für ein respektvolles und offenes Miteinander

Respekt, Offenheit und gegenseitige Wertschätzung sind feste Bestandteile des schulischen Miteinanders. Gerade als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist es unserem Courage-Team ein großes Anliegen, immer wieder Projekte anzustoßen, die zum Nachdenken anregen und den Blick für gesellschaftliche Vielfalt schärfen. Für den diesjährigen Aktionstag holte das Team deshalb einmal mehr das Kolping-Netzwerk für Geflüchtete zur Unterstützung an unsere Schule, das mit seinem interaktiven Mitmach-Mobil am 19.05.2026 Station auf dem Schulgelände machte und alle Siebtklässler dazu einlud, sich intensiv mit den Themen „Flucht“, „Vorurteile“ und „gesellschaftliches Miteinander“ auseinanderzusetzen.

Deutschland ist bunt – Menschen vieler unterschiedlicher Nationen leben hier zusammen und prägen unsere Gesellschaft auf vielfältige Weise mit. Gerade deshalb ist es wichtig, miteinander ins Gespräch zu kommen, Vorurteile abzubauen, Grenzen einzureißen – zuallererst im Kopf – und gegenseitigen Respekt zu fördern. Genau hier setzte der Aktionstag an.

Alle siebten Klassen besuchten jeweils für eine Unterrichtsstunde das Mitmach-Mobil, einen beeindruckenden 3,5-Tonner voller multimedial aufbereiteter Informationen, Erfahrungsberichte, Spiele und Mitmach-Stationen rund um die Themen „Flucht“ und „Ankommen in Deutschland“. Die Jugendlichen konnten dabei nicht nur Fakten entdecken, sondern sich auch aktiv mit Fragen beschäftigen wie: Wie begegnet man Menschen mit Fluchtgeschichte auf Augenhöhe? Wie gelingt ein faires und respektvolles Zusammenleben? Und welche Rolle spielen dabei Vorurteile und Stereotype?

Ergänzt wurde das Angebot des Mitmach-Mobils durch jeweils 90-minütige Workshops in den Klassen. Gemeinsam mit den geschulten Fachkräften Saad, Finn, Merlin und Jonathan setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit Vorurteilen, Stammtischparolen und diskriminierenden Denkmustern auseinander. In Gesprächen, Rollenspielen und interaktiven Übungen wurde schnell deutlich, wie wichtig es ist, Aussagen kritisch zu hinterfragen und Menschen nicht vorschnell in Schubladen zu stecken.

Besonders eindrucksvoll war für viele die Erkenntnis, dass Begegnungen und persönliche Gespräche helfen können, Unsicherheiten abzubauen und Verständnis füreinander zu entwickeln. Die Workshops boten dabei nicht nur Raum für Information, sondern auch für ehrliche Fragen, Diskussionen und Perspektivwechsel.

Da noch freie Kapazitäten vorhanden waren, waren im Vorfeld zusätzlich zwei siebte Klassen der Georg-Göpfert-Mittelschule eingeladen worden, das Mitmach-Mobil ebenfalls zu besuchen. Dieses Angebot wurde gerne von den Klassen 7a und 7g gemeinsam mit den Lehrkräften Christine Kuchenmeister und Ben Klaus angenommen und bot zugleich eine schöne Möglichkeit des schulübergreifenden Austauschs. Darüber hinaus nutzte auch Antonia Tag, ebenfalls Lehrkraft der benachbarten Mittelschule und Kontaktperson, über die die beiden siebten Klassen ausgewählt worden waren, die Gelegenheit, Einblicke in die Workshops zu erhalten, um sich ein Bild davon zu machen, ob eine derartige Veranstaltung künftig auch an deren Schule umgesetzt werden könnte.

Der Aktionstag zeigte einmal mehr, wie wichtig Projekte dieser Art für das Schulklima und das gesellschaftliche Miteinander sind. Ein herzliches Dankeschön gilt dem Kolping-Netzwerk für Geflüchtete für die engagierte Zusammenarbeit und die wertvollen Impulse, die unsere Schülerinnen und Schüler mitnehmen durften.

Corinna Hartwich-Beck

„Angst im Handgepäck“ – Thevo macht Mut gegen Diskriminierung

„Angst im Handgepäck“ – Thevo macht Mut gegen Diskriminierung

Wie fühlt sich Diskriminierung im Schulalltag an? Diese Frage stellte das theaterpädagogische Ensemble thevo aus Nürnberg am 27.11.2025 unseren Achtklässlern – und brachte mit dem interaktiven Stück „Angst im Handgepäck“ die Aula zum Mitdenken, Mitreden und Mitmachen.

Im Mittelpunkt standen alltägliche Formen von Ausgrenzung: wegen Herkunft, Religion oder Hautfarbe, aufgrund von Beeinträchtigungen, sexueller Identität, Alter, Namen oder einfach wegen des äußeren Erscheinungsbildes. An der fiktiven Martin-Behheim-Realschule erlebten die Schülerinnen und Schüler vier typische Situationen, in denen Diskriminierung oft unbemerkt passiert – in der Geografiestunde, beim Sport, in der Hofpause und sogar vor dem Lehrerzimmer.

Doch thevo beließ es nicht beim Zuschauen: Die Jugendlichen wurden aktiv ins Geschehen hineingenommen. Im ersten Durchlauf beobachteten sie, wie verletzende Bemerkungen, abwertende Blicke oder unfaire Zuschreibungen entstehen und benannten diese ganz klar. Dann begann allerdings die eigentliche Herausforderung: Wie sieht Schule ohne Diskriminierung aus?

Mit Mut, Stopp-Rufen und klaren Interventionen griffen die Achtklässler ein und veränderten die Szenen. Viele übernahmen selbst Rollen – ob als Mitschüler oder sogar als Lehrkraft – und zeigten, wie man im Alltag für andere einsteht.

Während zu Beginn die Beteiligung noch etwas zögerlich war, blühten die Jugendlichen im zweiten Durchlauf richtig auf. Das Stück wurde lebendig, authentisch – manchmal ernst, manchmal überraschend humorvoll. Spätestens als ein Darsteller zum Abschluss sein musikalisches Talent mit einem packenden Rap bewies, war das Eis endgültig gebrochen. Die Begeisterung war riesig – und sein Instagram-Account dürfte demnächst einige neue Follower haben.

„Angst im Handgepäck“ war weit mehr als eine Theatervorstellung: Es setzte ein starkes Zeichen für unsere Selbstverpflichtung als Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, nämlich für ein respektvolles Miteinander, und bewies eindrucksvoll, dass Mut, Aufmerksamkeit und gemeinsames Handeln Diskriminierung im Alltag sichtbar machen, aber auch verändern können.

Corinna Hartwich-Beck

Grenzen abbauen – im Kopf und im Alltag

Grenzen abbauen – im Kopf und im Alltag

Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ liegt es besonders dem Courage-Team der Wallburg-Realschule am Herzen, immer wieder innerhalb der Schulfamilie Impulse für mehr Respekt, Toleranz und Miteinander zu setzen. Diesmal allerdings war nicht das Schüler-Team selbst im Einsatz – stattdessen holte es sich fachkundige Verstärkung an die Schule: das Mitmach-Mobil des von der EU geförderten KOLPING-Netzwerks für Geflüchtete, begleitet von vier engagierten Referentinnen und Referenten, die teils selbst eine Fluchtgeschichte mitbringen.

Denn über drei Millionen Menschen mit Fluchterfahrung leben heute in Deutschland und prägen unsere Gesellschaft maßgeblich mit. Ob auf dem Schulhof, in der Nachbarschaft, auf dem Arbeitsmarkt, im Sportverein oder beim täglichen Einkauf – eigentlich gibt es viele Möglichkeiten, mit Geflüchteten in Kontakt zu kommen. Aber immer noch existieren Hemmschwellen. Genau hier setzte das Projekt an: Wie können wir uns auf Augenhöhe begegnen? Wie gelingt ein faires Miteinander im Alltag – im Klassenzimmer, auf dem Pausenhof, im gesellschaftlichen Leben?

Antworten darauf lieferte das Mitmach-Mobil am 23.05.2025 – ein umgebauter LKW, vollgepackt mit multimedial aufbereiteten Infos, bewegenden Erfahrungsberichten von Salah und Wafaa, zwei jungen Erwachsenen, zu den Themen „Flucht“ und „Ankommen in Deutschland“, interaktiven Spielen, Büchern und kreativen Mitmach-Aktionen wie einem Weltkarten-Puzzle und einem besonderen „Vielfalt-Kicker“, der Toleranz ganz spielerisch greifbar machte. Eingeladen waren alle 7. Klassen sowie zwei 8. Klassen, sich mit der Frage auseinander zu setzen, wie ein gutes und faires Miteinander für alle in unserem Alltag gelingen kann. 

Doch damit nicht genug: Zusätzlich fanden an diesem Tag für alle 7. Klassen noch zweistündige Workshops zum Thema „Umgang mit Vorbehalten“ statt – ein spannender Austausch, bei dem nicht nur Fakten vermittelt, sondern auch viele persönliche Denkanstöße gesetzt wurden. Ob im Gespräch, beim Spiel oder im Workshop: Der Funke zwischen Svenja, Saad, Jacky und Stanley, den vier Honorarkräften, sowie den Schülerinnen und Schülern sprang schnell über.

Fazit des Tages: Vorurteile abbauen, Verständnis fördern und Mauern einreißen – besonders die im eigenen Kopf – kann gelingen. Und zwar dann, wenn man sich mit Offenheit, Neugier und Mut auf Neues einlässt. Ganz im Sinne von „Schule mit Courage“.

Corinna Hartwich-Beck

Gemeinsam stark gegen Mobbing: Courage-Team startet mit neuen Mitgliedern durch

Gemeinsam stark gegen Mobbing: Courage-Team startet mit neuen Mitgliedern durch

Mit vollem Einsatz und frischen Ideen hat das Courage-Team unserer Schule seine ersten Workshops im laufenden Schuljahr auf die Beine gestellt! Besonders erfreulich: Viele neue Mitglieder aus der 6. und 8. Jahrgangsstufe waren erstmals aktiv dabei und haben mit großem Engagement zum Erfolg der Aktion beigetragen.

Während der Klassleiterstunde am 13.03.2025 fanden zeitgleich in allen 5. Klassen kleine Workshops zum Thema „Mobbing“ statt. Im Fokus standen dabei Lookismus, Rassismus, Ableismus und Cybermobbing – alles Themen, die in unserer digitalen und vielfältigen Welt eine große Rolle spielen. Die neuen Teammitglieder meisterten gemeinsam mit den „alten Hasen“ 😊 souverän ihre Aufgabe und regten mit spannenden Impulsen sowie interaktiven Methoden zum Nachdenken und Diskutieren an, worauf sich unsere Fünftklässler gerne einließen und großen Eifer zeigten. Nachdem sie sich mit den verschiedenen Formen von Mobbing auseinandergesetzt hatten, konnten sie ihr Wissen bei der Analyse von vier Fallbeispielen unter Beweis stellen, wobei durchaus kreative und durchdachte Lösungsansätze von den Jüngsten unserer Schulfamilie geliefert wurden.

Den süßen Abschluss bildete die beliebte „Schokokuss“-Aktion, die für strahlende Gesichter und eine Extraportion Motivation sorgte. Das Fazit: Ein voller Erfolg! Die Fünftklässler waren mit Begeisterung und Ernsthaftigkeit bei der Sache und das neu zusammengewürfelte Courage-Team hat einen großartigen ersten Einsatz hingelegt.

Wir sind gespannt, welche weiteren tollen Aktionen das Team in Zukunft auf die Beine stellt – denn eins ist sicher: Gemeinsam sind wir stark gegen Mobbing!

Corinna Hartwich-Beck