Schulentwicklung

Evaluation — Exzellenz — Ehrlichkeit — Einsatz

Das alles wären Wörter, mit denen wir unsere (e-lastige ;-)) Entwicklung und unser Engagement in diesem Schuljahr beschreiben könnten.

Kernthema war die externe Evaluation, welche alle fünf bis sechs Jahre an allen staatlichen Schulen durchgeführt wird. Dabei besuchen Lehrkräfte anderer Realschulen zusammen mit außenstehenden Personen wie Elternbeiräten oder Vertretern aus der Wirtschaft die Schule und bewerten mit Hilfe von Fragebögen, Interviews, Unterrichtsbesuchen und eines Schulportfolios die Qualität von Unterricht und Erziehung. 

Im Vorfeld war dafür die Erstellung des Portfolios nötig, wobei wir die Schulleitung unterstützten. Die emsige Arbeit machte sich jedoch bezahlt, da wir uns über ein sehr gutes Evaluationsergebnis freuen konnten. 

Danach ging es nicht weniger engagiert weiter, ist doch jede Schule angehalten, zeitnah nach der Evaluation Ziel-vereinbarungen zu treffen, die kurz-, mittel- oder langfristige Ziele der Schule festhalten. Es geht also darum, Stärken und Schwächen der Schule ebenso wie das Evaluationsergebnis ehrlich zu beleuchten und zu reflektieren.

Im Zuge mehrerer pädagogischer Konferenzen einigten wir uns darauf, folgende Themenbereiche in den nächsten Jahren zu bearbeiten:

• systematisches Monitoring

• Abgestimmtheit der kollegialen Arbeit

• individuelle Unterstützung

• Förderung selbstgesteuerten Lernens

• Förderung überfachlicher Kompetenzen

Damit jedoch nicht genug. Jedes Ziel muss exakt ausgearbeitet und formuliert werden, damit ganz konkret überprüfbar ist, ob das gesetzte Ziel zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt ist oder eben nicht.  Nun ging es also ans Eingemachte: Zu jedem Themenbereich wählten wir geeignete Maßnahmen und formulierten diese aus. Dabei war uns immer wichtig, einhellige Entscheidungen zu treffen, damit aus unseren ehrgeizigen Ideen keine Eintagsfliegen würden, sondern sie auch erwartungsgemäß umgesetzt werden würden.

Wir einigten uns auf folgende Ergebnisse:

• Um einheitliche Leistungs-anforderungen zu erlangen, schreiben jeweils mindestens zwei Klassen pro Jahrgangsstufe dieselben Schulaufgaben.

• In Jahrgangsstufenkonferenzen am Schuljahresanfang tauschen sich alle Kollegen über gemeinsame Themen im Lehrplan aus und ermöglichen so fächerübergreifende Projekte usw. 

• Statt eines allgemeinen zweiten Elternsprechtags werden mit gefährdeten Schülern und deren Eltern Lern-entwicklungsgespräche durchgeführt.

• In Vertretungsstunden erfolgt Leseförderung; dazu hält jede Klasse eine Lektüre im Klassenzimmer bereit.

• Eine Vorlage für ein Lerntagebuch wird in unser schuleigenes Hausaufgabenheft eingearbeitet. 

• Möglichkeiten zur digitalen Recherche sollen geprüft und geschaffen werden (z. B. durch etwaige Computerarbeitsplätze im Mehrzweckraum).

• Zusätzliche Seiten im Hausaufgabenheft für den raschen Elternkontakt sollen die Anzahl der wegen fehlender Hausaufgaben verhängten Nacharbeiten senken.

• Im Rahmen eines Projektvormittags erlernen unsere Fünftklässler grundlegende Präsentations-Techniken.

Ab dem nächsten Schuljahr möchten wir diese Vorsätze in die Tat umsetzen und erwarten gespannt die Ergebnisse!

Unser Elan war aber nicht auf die Evaluation beschränkt. Natürlich behielten wir auch unsere Entschlüsse aus den vorherigen Jahren im Auge, geht es doch in der Schulentwicklung nicht nur darum, Ziele zu setzen, sondern vor allem auch darum, sie wirklich zu erreichen und die Ergebnisse immer wieder zu überprüfen. 

In einer ersten Etappe entwickelten wir ein Wertecurriculum: Dieses besteht aus konkreten Unterrichtsstunden für den Einsatz in der Klassleiterstunde, die sich mit Erziehungsfragen beschäftigen, z. B. dem Erledigen der Hausaufgaben, dem Aufbau von Empathie, aber auch Eigenverantwortung. Mit der Erarbeitung dieser Unterrichtsentwürfe im Oktober 2017 gilt eine Maßnahme aus den letzten Jahren als erfolgreich erledigt.

Ergebnisoffen befassten wir uns ebenso innerhalb der Fachschaften mit der Weiterführung unseres Methodencurriculums, auch dies ist eine Maßnahme aus den vergangenen Jahren. So stehen für die Sechstklässler im nächsten Jahr pro Fach fünf Methoden bereit, welche im Unterricht behandelt werden — beispielsweise ein schnelles mündliches „Blitzlicht“-Feedback oder einminütige Kurzreferate im Englischunterricht.

Eifrig befassten wir uns außerdem mit einer neuen politischen Vorgabe, nämlich der Erstellung eines Medienkonzepts, welches jede Schule bis zum Ende des nächsten Jahres vollständig entwickelt haben muss. Darin enthalten sind Einsatzmöglichkeiten für Medien jeder — aber vorrangig digitaler — Art im Unterricht ebenso wie die benötigte Ausstattung der Schule hierfür und der Fort-bildungsbedarf, um die Technik sinnvoll nutzen zu können. Wir beschlossen, zu diesem Thema extra ein neues Team einzusetzen, das sich voll und ganz dem Umgang mit (neuen) Medien widmen soll. Dieses Gremium wird einen Entwurf für ein Medienkonzept erstellen.

Energisch bemühten wir uns auch um zwei weitere Maßnahmen aus dem letzten Schuljahr: Im Rahmen unseres Schulentwicklungsprogramms hatten wir uns auferlegt, die Pausen sinnvoller zu gestalten, indem einerseits monatlich Gemüse und Obst verkauft werden sollten, andererseits ein von der SMV organisiertes Schulradio jeweils freitags für gute Stimmung sorgen sollte. Erwartungsgemäß zeigten sich unsere Schüler jedoch wenig enthusiastisch über Tomate, Gurke und Co. Sie ereiferten sich darüber, dass ihnen an diesem Tag Schoko-Hörnchen und Wurst-Brötchen vorenthalten würden. So entschlossen wir uns, etwas Feinabstimmung zu leisten und einmalig einen kleinen Geldbetrag einzusammeln, wonach die mundgerechten Vitaminbomben dann einfach ausgegeben statt verkauft wurden. 

Exemplarisch lässt sich an der gesunden Pausenverpflegung aufzeigen, wie Schulentwicklung laufen soll: Es geht nicht darum, Luftschlösser zu bauen und Papier zu produzieren, das ja bekanntlich geduldig ist. Sinn und Zweck ist es, Ziele klar zu formulieren, in regelmäßigen Abständen immer wieder zu überprüfen und gegebenenfalls abzuwandeln, sodass sinnvolle Veränderungen greifen können. In diesem Sinne:

„Gehe Risiken ein: Wenn Du gewinnst, bist Du glücklich. Wenn Du verlierst, bist du weise.“ — Pierce Brosnan

– Kirsten Christiansen und Susanne Müller

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