Werte, die anstecken – Wertebotschafterinnen und CourageCoaches begeistern angehende Lehrkräfte

Werte, die anstecken – Wertebotschafterinnen und CourageCoaches begeistern angehende Lehrkräfte

Auch ein noch so erfolgreiches Schuljahr geht irgendwann zu Ende – und für unsere Wertebotschafterinnen Lenya und Sophia hätte es kaum einen passenderen Schlusspunkt geben können. Der unterfränkische Wertetag für angehende Lehrkräfte an der Wilhelm-Sattler-Realschule in Schweinfurt bildete am 28.07.2026 den krönenden Abschluss eines ereignisreichen Jahres voller Workshops, Schulbesuche, aber auch Ausbildungseinheiten. Denn nur vier Tage nachdem Sophia ihre Ernennungsurkunde als Wertebotschafterin in Nürnberg erhalten hatte, standen die beiden bereits wieder auf der Bühne – voller Energie, Ideen und Begeisterung für das, was sie in den vergangenen Monaten in Zusammenarbeit mit ihrem Werte-Team auf die Beine gestellt hatten.

Gemeinsam mit ihren Schweinfurter Wertebotschafterkolleginnen Lilly, Emilia und Marlene zeigten sie eindrucksvoll, wie lebendige Wertearbeit an Schulen aussehen kann. Statt trockener Theorie erwartete die angehenden Lehrkräfte ein praxisnaher Einblick in zahlreiche Projekte, die in den vergangenen Monaten durchgeführt worden waren. Die Schülerinnen präsentierten Ausschnitte aus ihren gemeinsam gestalteten Workshops für die 7. Klassen, berichteten von Kurzschulungen an Grundschulen in Wasserlosen, Eltmann und Schweinfurt sowie von vielfältigen Aktionen an ihren eigenen Schulen, bei denen bereits die jüngeren Jahrgangsstufen aktiv eingebunden wurden.

Doch Zuhören allein war an diesem Vormittag ausdrücklich nicht vorgesehen. Mit Methoden wie dem Blitzlicht oder „warme Dusche“ machten die Wertebotschafterinnen die Studienreferendarinnen und -referendare selbst zu Mitwirkenden und bewiesen einmal mehr, dass Werte dann am stärksten wirken, wenn man sie nicht nur erklärt, sondern erlebt.

Unterstützt wurden sie dabei von den Courage-Teams beider Schulen. Stellvertretend für die Wallburg-Realschule informierten Lenya und Sofia über ihre Ausbildung zu CourageCoaches, und ermöglichten gemeinsam mit den Schweinfurter Schülerinnen Einblicke in Projekte mit externen Partnern wie Kolping – Netzwerk für Geflüchtete oder thevo. Doch auch sie präsentierten Auszüge aus ihren Workshops in den 5. und 8. Klassen, die sich mit den verschiedenen Formen von Diskriminierung bzw. mit dem Schwerpunkt „Homophobie“ auseinandersetzten. Kreativ, authentisch und voller Praxisbezug zeigten Lenya und Sofia, wie Demokratiebildung, Zivilcourage und gegenseitiger Respekt im Schulalltag ganz selbstverständlich gelebt werden können.

Dass junge Menschen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler auf Augenhöhe erreichen, wurde an diesem Tag besonders deutlich. Genau dieses Peer-to-Peer-Prinzip bezeichneten die beteiligten Lehrkräfte Carina Thorwarth, Susanne Müller und Corinna Hartwich-Beck ebenso wie die teilnehmenden Studienreferendarinnen und -referendare als einen unschätzbaren Gewinn für die schulische Wertebildung.

Ein herzliches Dankeschön gilt unseren engagierten Mädels Lenya, Sophia und Sofia. Mit ihrer Begeisterung, ihrer Kreativität und ihrem unermüdlichen Einsatz haben sie gezeigt, dass Werte keine Schlagworte sind, sondern dann ihre größte Kraft entfalten, wenn junge Menschen sie selbstbewusst vorleben. Oder anders gesagt: Wer andere mit seiner Haltung ansteckt, verändert nicht nur den Schulalltag – sondern manchmal tatsächlich ein kleines Stück Welt.

Corinna Hartwich-Beck

Urkunde in der Hand – das Herz längst beim Werte-Team

Urkunde in der Hand – das Herz längst beim Werte-Team

Manchmal ist eine Urkunde nur noch das i-Tüpfelchen. Denn eigentlich gehörte Sophia Horn aus der Klasse 8d schon lange dazu: Seit Beginn dieses Schuljahres engagiert sie sich mit viel Freude im Werte-Team der Wallburg-Realschule unter der Regie der aktuellen Wertebotschafterin Lenya Zösch, plante Workshops mit, sammelte erste Erfahrungen in verschiedenen Projekten und begeisterte sich dafür, wie Werte im Schulalltag lebendig werden können. Am vergangenen Freitag, dem 24.07.26 folgte nun der offizielle Abschluss ihrer Ausbildung: In Nürnberg erhielt sie ihre Urkunde als inzwischen vierte Wertebotschafterin unserer Schule.

Der Weg dorthin war abwechslungsreich und praxisnah. Erstmals setzte sich die Ausbildung aus zwei Präsenzveranstaltungen in Nürnberg – die erste fand bereits am 25.02.26 statt – sowie zwei begleitenden Online-Sessions am 20.04.26 und 15.06.26 zusammen. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus Nordbayern beschäftigte sich Sophia intensiv mit der Frage, welche Werte unser Miteinander tragen und wie diese nachhaltig an Schulen vermittelt werden können.

Neben den theoretischen Grundlagen rund um das Thema „Werte“ standen vor allem ganz konkrete Inhalte auf dem Programm: Wie begegnen wir Werten in digitalen Räumen? Wie entwickelt man aus einer Idee ein erfolgreiches Projekt? Und wie gelingt es, andere für gemeinsames Engagement zu begeistern? Die Ausbildung wurde von erfahrenen externen Referentinnen und Referenten gestaltet und – wie schon bei ihren drei Vorgängerinnen – von der Betreuungslehrkraft Corinna Hartwich-Beck begleitet.

Für Sophia stellte vieles jedoch keine graue Theorie dar. Denn schon während ihrer Ausbildung war sie vollständig in das seit dem Schuljahr 2019/20 bestehende Werte-Team integriert und konnte dort unmittelbar praktische Erfahrungen sammeln. Ob bei den inzwischen fest etablierten Workshops in den fünften und sechsten Klassen, bei der Kooperation mit den Wertebotschafterinnen der Wilhelm-Sattler-Realschule Schweinfurt in den siebten Klassen oder bei gemeinsamen Aktionen an drei verschiedenen Grundschulen – überall brachte sie sich engagiert ein, gewann Sicherheit und entwickelte ein gutes Gespür dafür, wie Wertearbeit junge Menschen erreichen kann.

Dass diese erfolgreiche Zusammenarbeit auch künftig fortgeführt werden kann, freut alle Beteiligten besonders: Zeitgleich wurden auch zwei Schülerinnen der Schweinfurter Realschule, nämlich Emilia und Marlene, als Wertebotschafterinnen ausgebildet. Damit bleibt die enge Kooperation der beiden Schulen nicht nur bestehen, sondern erhält neuen Schwung.

Und Sophia? Die denkt schon längst einen Schritt weiter. Bereits zu Beginn des kommenden Schuljahres möchte sie ihre erste eigene Projektidee verwirklichen: Eine monatliche Werteviertelstunde für die Jahrgangsstufen 5 bis 8 soll regelmäßig kleine Denkanstöße geben, Gespräche anregen und zeigen, dass Respekt, Toleranz, Verantwortung und Hilfsbereitschaft nicht nur Schlagworte sind, sondern den Schulalltag jeden Tag ein Stück besser machen können.

Mit Sophia wächst das Werte-Team der Wallburg-Realschule um eine weitere engagierte junge Persönlichkeit, die Verantwortung übernimmt und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler zum Mitmachen motivieren möchte. Wir gratulieren ihr ganz herzlich zur erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zur Wertebotschafterin und freuen uns schon jetzt auf viele neue Ideen, spannende Projekte und jede Menge gelebte Werte an unserer Schule!

Corinna Hartwich-Beck

Von Ehrgeiz bis Toleranz

Von Ehrgeiz bis Toleranz

Bei den Werteworkshops für die 7. Klassen in Eltmann und Schweinfurt wurden bekannte und neue Werte entdeckt, diskutiert und kreativ sichtbar gemacht.

Nachdem Lenya gemeinsam mit Lilly von der Wilhelm-Sattler-Realschule Schweinfurt mit ihren Nachfolgerinnen Sophia (Eltmann), Marlene und Emilia (beide Schweinfurt) sowie weiteren Mitgliedern des Eltmanner Werte-Teams in diesem Schuljahr bereits gemeinsam drei Werteschulungen an verschiedenen Grundschulen gestaltet hatten, richtete sich der Blick nun wieder auf die eigene Schülerschaft. Am 10.06.2026 an der Wilhelm-Sattler-Realschule sowie am 16.06.2026 an unserer Wallburg-Realschule standen die 7. Klassen im Mittelpunkt der diesjährigen Werteworkshops.

Welche Werte tragen zu einem guten Miteinander bei? Welche sind in einer Klassengemeinschaft besonders wichtig? Und was verbirgt sich eigentlich hinter Begriffen wie Empathie oder Courage? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler während der abwechslungsreichen 45-minütigen Schulungseinheiten.

Für die diesjährigen Workshops hatten Lenya und Lilly die Präsentation ihrer Vorgängerinnen Marie und Amelie umfassend überarbeitet und weiterentwickelt. Neben einer Einführung in die Bedeutung von Werten stellten sie erstmals ein Drei-Level-Modell vor: Während Begriffe wie Mut oder Geduld vielen Schülerinnen und Schülern bereits vertraut sind, wurden auch Werte thematisiert, die zwar bekannt, aber nicht immer leicht zu erklären sind – beispielsweise Respekt oder Ehrgeiz. Auf einer dritten Ebene begegneten die Jugendlichen anspruchsvolleren Begriffen wie Empathie oder Courage. Darüber hinaus erhielten die Siebtklässler einen Einblick in die Ausbildung zur Wertebotschafterin und erfuhren, wie Jugendliche selbst Verantwortung für ein positives Schulklima übernehmen können.

Besonders großen Wert legten die Organisatorinnen auf abwechslungsreiche und schüleraktive Phasen. So analysierten die Klassen mehrere Kurzfilme, die während der Wertebotschafter-Ausbildung der beiden Mädels in Leinach entstanden waren. Die Aufgabe bestand darin, die jeweils dargestellten Werte zu erkennen und den gezeigten Alltagssituationen zuzuordnen. Dabei zeigte sich schnell, dass viele Schülerinnen und Schüler bereits über ein erstaunlich sicheres Werteverständnis verfügten und zahlreiche Begriffe nicht nur definieren, sondern auch mit konkreten Beispielen aus ihrem eigenen Leben verknüpfen konnten.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, welche Werte für die eigene Klassengemeinschaft besonders wichtig erscheinen, um ein echtes Wohlfühlklima zu schaffen. Die Ergebnisse hielten die Jugendlichen kreativ auf ihrer „Wertegalaxie“ fest. Jeder Schüler beschriftete seinen persönlichen Stern – den fünf Spitzen entsprechend – mit fünf verschiedenen Werten, beispielsweise einem Wert, der die eigene Persönlichkeit beschreibt, einem Schlagwort, das die Klasse kennzeichnet, oder einem Begriff, den man erst im Workshop kennengelernt hatte. So entstand in jeder Klasse ein individuelles Plakat, das die gemeinsame Wertebasis sichtbar macht.

Sofern die Zeit es zuließ, durfte natürlich auch das beliebte Werte-Memory nicht fehlen, das Bewegung in die verschiedenen Klassen brachte. Zum Abschluss bewerteten die Schülerinnen und Schüler die Workshops mithilfe der sogenannten Fünf-Finger-Methode und gaben den Moderatorinnen wertvolles Feedback.

Die professionelle Art, mit der Lenya und Lilly gemeinsam mit ihren wechselnden Co-Moderatorinnen Sophia und Lina durch die Workshops führten, beeindruckte ungemein. Routiniert erklärten sie Inhalte, unterstützten bei Unsicherheiten, korrigierten kleinere Ungenauigkeiten stets freundlich und bewiesen dabei bereits bemerkenswerte pädagogische Fähigkeiten. Selbst kleinere Unterrichtsstörungen wurden souverän und mit viel Fingerspitzengefühl aufgegriffen.

Ein besonderes Zeichen für die Zukunft der Kooperation setzte schließlich der letzte Workshop des Tages in Eltmann: Hier überließen die erfahrenen Wertebotschafterinnen die Leitung vollständig den drei noch in Ausbildung befindlichen Wertebotschafterinnen Sophia, Marlene und Emilia sowie Emma aus dem Schweinfurter Werte-Team. Mit großer Selbstverständlichkeit fanden sich die Nachwuchsmoderatorinnen in ihre Rollen ein und meisterten ihre Aufgabe mit Bravour.

Dass die Zusammenarbeit der beiden Realschulen auch künftig Bestand haben wird, zeigte sich nicht zuletzt in den Gesprächen während der Pausen. Dort wurden bereits neue Ideen gesammelt und weitere gemeinsame Projekte geplant. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Ende Juli stattfindenden Wertetag für Seminarreferendarinnen und Seminarreferendare, bei dem die Wertebotschafterinnen erneut aktiv mitwirken werden. Bereits im vergangenen Jahr waren ihre Beiträge sowie die Präsentation des Courage-Teams bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf große Resonanz gestoßen. Umso größer ist die Vorfreude darauf, die angehenden Lehrkräfte auch in diesem Jahr wieder für die Bedeutung von Wertebildung und Schülerengagement im Schulalltag zu sensibilisieren.

Die erfolgreiche Wertekooperation zwischen Schweinfurt und Eltmann bleibt damit nicht nur ein fester Bestandteil der schulischen Wertearbeit, sondern auch ein lebendiges Beispiel dafür, wie junge Menschen Verantwortung übernehmen, voneinander lernen und gemeinsam Schule gestalten können.

Corinna Hartwich-Beck

Gemeinsam über Werte ins Gespräch kommen – Werte-Team in den 5. und 6. Klassen unterwegs 

Gemeinsam über Werte ins Gespräch kommen – Werte-Team in den 5. und 6. Klassen unterwegs 

Wie wichtig sind Selbstvertrauen, Höflichkeit oder Zuverlässigkeit im Schulalltag? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen in diesem Schuljahr bei den Workshops unseres Werte-Teams.

Über mehrere Wochen hinweg besuchten die Teammitglieder gemeinsam mit unserer Wertebotschafterin Lenya sowie unserer angehenden Wertebotschafterin Sophia die einzelnen Klassen und luden sie dazu ein, sich aktiv mit verschiedenen Werten auseinanderzusetzen. Dabei standen nicht trockene Theorie oder lange Vorträge im Mittelpunkt, sondern abwechslungsreiche Methoden, gemeinsames Nachdenken und der Austausch eigener Erfahrungen.

Den Auftakt machten am 12.03.26 die Klassen 6a und 6b. Am 05.05.26 folgten die Klassen 5c und 5d, ehe am 07.05.26 die Workshops in den Klassen 6c und 6d stattfanden. Den Abschluss bildeten schließlich die Klassen 5a und 5b am 11.06.26.

Sich selbst wertschätzen lernen

In den 6. Klassen drehte sich alles um die Themen „Selbstwertgefühl“ und „Sauberkeit“. Nach einem spielerischen Einstieg und einer anschaulichen Präsentation inklusive Sauberkeits-Challenge im Klassenzimmer setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrem eigenen Selbstbild auseinander. Mithilfe eines Fragebogens reflektierten sie ihre Stärken, Fähigkeiten und ihre Einstellung zu sich selbst.

Dabei zeigte sich eine erfreuliche Entwicklung: Viele Kinder schätzten ihre eigenen Fähigkeiten deutlich positiver ein, als dies in früheren Jahrgängen der Fall gewesen war. Die Ergebnisse machten sichtbar, dass zahlreiche Sechstklässler über ein gesundes Maß an Selbstvertrauen verfügen und ihre persönlichen Stärken bewusst wahrnehmen.

Für zusätzlichen Spaß sorgte anschließend ein Werte-Memory, bei dem Teamgeist, Aufmerksamkeit und Wissen gleichermaßen gefragt waren, sowie in den besonders flotten Klassen die Spiele „Bergdorf“ oder „Hangman“. Schnell wurde deutlich, dass sich Lernen und Spielen hervorragend miteinander verbinden lassen.

Kleine Gesten mit großer Wirkung

Die Workshops der 5. Klassen standen unter den Leitgedanken „Höflichkeit“ und „Zuverlässigkeit“. Gemeinsam überlegten die Schülerinnen und Schüler, wie diese Werte im täglichen Miteinander sichtbar werden können und weshalb sie für eine gute Klassengemeinschaft so wichtig sind.

Anschließend wurde es spielerisch: Beim beliebten Werte-Memory waren nicht nur ein gutes Gedächtnis, sondern auch Aufmerksamkeit und – sofern nicht 1 :1 angetreten wurde – Teamgeist gefragt. Zuvor hatte das Werte-Team laminierte Wertekärtchen verteilt und gemeinsam mit den Klassen verschiedene Begriffe unter die Lupe genommen. Während bekannte Werte schnell erklärt waren, sorgten einzelne weniger geläufige Begriffe wie Loyalität zunächst für fragende Gesichter. Mithilfe anschaulicher Beispiele aus dem Alltag gelang es jedoch rasch, deren Bedeutung greifbar zu machen. Beim daran anknüpfenden Memory-Spiel begegneten den Kindern die Werte immer wieder aufs Neue. So wurden bereits bekannte Begriffe gefestigt, neue Werte kennengelernt und wichtige Inhalte ganz nebenbei vertieft. Dass Lernen besonders nachhaltig ist, wenn es Spaß macht, bewies diese Aktion einmal mehr.

Zuletzt hielt jeder seinen persönlichen Herzenswert auf einer kleinen Wertewolke fest, die abschließend rund um eine Sonne platziert wurde. Die Vielfalt der notierten Begriffe zeigte eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Kinder ihre Werteprioritäten setzen – und wie viele positive Vorstellungen sie bereits für ein gelungenes Miteinander mitbringen.

Werte, die den Schulalltag prägen

Die Workshops machten deutlich, dass Werte weit mehr sind als Schlagworte auf Plakaten oder Bannern in unseren Schulfluren. Sie begegnen uns täglich – im Umgang miteinander, in der Klassengemeinschaft und bei den kleinen Entscheidungen des Alltags.

Mit ihrem Engagement leisten unsere Wertebotschafterinnen gemeinsam mit ihrem Team einen wichtigen Beitrag dazu, diese Werte sichtbar zu machen und die Schülerinnen und Schüler immer wieder dazu anzuregen, über ihr eigenes Handeln nachzudenken.

Corinna Hartwich-Beck

Werte, die bewegen: Realschülerinnen begeistern Grundschulkinder

Werte, die bewegen: Realschülerinnen begeistern Grundschulkinder

Zwei Schulen, zwei Vormittage – und viele kleine (Glücks-)Momente, in denen Werte lebendig wurden

Mit viel Engagement, Kreativität und spürbarer Freude machten sich unsere Wertebotschafterin Lenya, ihre angehende Nachfolgerin Sophia sowie Sofia und Hanna als Mitglieder unseres Werte-Teams gemeinsam mit ihren Kolleginnen Lilly, Emilia, Marlene und Valentina von der Wilhelm-Sattler-Realschule in Schweinfurt in wechselnder Konstellation auf den Weg, um am 22.04.2026 an der Johann-Baptist-Graser Grundschule in Eltmann und am 28.04.2026 an der Schiller-Grundschule in Schweinfurt jeweils an einem Vormittag das Thema „Werte“ erlebbar zu machen.

Der Einstieg gelang dabei stets spielerisch: Bei Kennenlernrunden stellten sich die Kinder mit ihrem Anfangsbuchstaben und einer passenden Eigenschaft vor – von „brav wie Ben“ bis „mutig wie Mia“. Schnell wurde deutlich, wie viel bereits in den jungen Köpfen steckt. Gemeinsam wurden anschließend Werte definiert, mit Leben gefüllt und durch abwechslungsreiche Methoden vertieft: Ein kurzweiliges Werte-Memory sorgte ebenso für Begeisterung wie das kreative Gestalten persönlicher Glückssteine.

Je nach Schule setzten die Wertebotschafterinnen unterschiedliche Schwerpunkte: Während in der Klasse 3a in Eltmann ein pantomimisches Piratenspiel für große Begeisterung sorgte – bei dem Werte wie Mut oder Hilfsbereitschaft lebendig dargestellt wurden –, entstanden in der Klasse 2a in Schweinfurt „Wertewolken“ fürs Klassenzimmer, auf denen die Kinder ihre eigenen Vorstellungen und Ideen sichtbar machten. Zusätzlich blieb bei den Zweitklässlern auch noch Zeit für ein lebhaftes gemeinsames Wertespiel im Stuhlkreis – wer seinen Platz verlor, landete lachend in der Mitte.

In beiden Klassen wurden die Realschülerinnen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen konfrontiert. Die Bandbreite reichte von ersten Vorkenntnissen bis hin zu völlig neuen Begegnungen mit dem Thema „Werteerziehung“. Besonders bemerkenswert: Gerade die jüngeren Kinder zeigten sich ausgesprochen offen, fanden schnell eigene Beispiele und gingen mit großer Leidenschaft in den spielerischen Austausch. Die Wertebotschafterinnen und Werte-Teamerinnen reagierten flexibel auf diese Ausgangssituationen, bewiesen Gelassenheit und griffen auch sensibel ein, wenn Verhaltensweisen nicht zu den gemeinsam erarbeiteten Werten passten.

Trotz aller Unterschiede wurde an beiden Vormittagen eines deutlich: Wertevermittlung kann gar nicht früh genug beginnen – und sie wirkt am besten, wenn sie aktiv erlebt wird.

Nicht unerwähnt bleiben darf ein ganz besonderes Highlight: Die 2a-ler hatten ihre Gäste mit einem liebevoll vorbereiteten Willkommenslied empfangen und ebenso warmherzig mit einem Werte-Song verabschiedet – ein Rahmen, der die ohnehin sehr gelungene Zusammenarbeit zusätzlich bereicherte und bei allen Beteiligten einen bleibenden Eindruck hinterließ.

Die betreuenden Lehrkräfte Corinna Hartwich-Beck und Carina Thorwarth versorgten – wie schon bei vorherigen Aktionen – alle Beteiligten mit selbstgebackenen Muffins und sorgten so auch für kleine stärkende Pausen zwischendurch.

Die positiven Erfahrungen aus beiden Schulbesuchen bestärken alle Beteiligten darin, diesen Weg weiterzugehen: Weitere gemeinsame Aktionen an Grundschulen sind bereits in Planung.

Corinna Hartwich-Beck

Werte-Workshop mit Herz: Wertebotschafterinnen begeistern Viertklässler

Werte-Workshop mit Herz: Wertebotschafterinnen begeistern Viertklässler

Werte-Workshop mit Herz
Gemeinsam Werte leben – dass das nicht nur ein Schlagwort ist, bewies unsere Wertebotschafterin Lenya gemeinsam mit ihrer Wertebotschafterkollegin Lilly von der Wilhelm-Sattler-Realschule in Schweinfurt erneut eindrucksvoll. Unterstützt wurden sie diesmal von Sofia und Anna (aus unserem Werte-Team) sowie Valentina (aus Schweinfurt), mit denen sie sich am 02.12.2025 auf den Weg nach Wasserlosen machten, um einer 4. Klasse und deren Klassenlehrerin Frau Reusch einen besonderen Besuch abzustatten. – Nachdem Lenya und Lilly bereits im vergangenen Schuljahr an einer anderen Grundschule einen Werte-Workshop durchgeführt hatten, wollten sie ihre Erfahrungen einmal mehr einbringen und die „Kleinen“ für ein wertschätzendes Miteinander begeistern. Begleitet wurden sie dabei von ihren Lehrerinnen Carina Thorwarth und Corinna Hartwich-Beck.

Schon der Empfang durch die Viertklässler war herzlich. In einer fröhlichen Vorstellungsrunde beschrieben sich Kinder wie Gäste mit positiven Adjektiven, die zu ihrem Anfangsbuchstaben passten – von „hilfsbereit“ bis „respektvoll“ war alles vertreten. Schnell zeigte sich: Wertschätzung ist auch für die Jüngsten längst ein echtes Thema.

Im Anschluss wurde gemeinsam erarbeitet, was Werte eigentlich sind. Ein Werte-Memory brachte Bewegung, Spaß und überraschende Aha-Momente in die Runde. Ein Viererteam ordnete Begriffe wie Mut, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Kreativität oder Treue souverän den passenden Pärchen zu, unterstützt von den drei Lehrerinnen, die ebenfalls motiviert mitspielten. Unbekannte Begriffe wurden von den Realschülerinnen kindgerecht erklärt – ein schönes Beispiel für Lernen auf Augenhöhe.

Nach so viel Denkarbeit tat eine kleine Stärkung gut: Selbstgebackene Muffins der Lehrerinnen sorgten für strahlende Gesichter, bevor die Kinder ihre eigenen Glückssteine gestalten durften. Mit Farben, Mustern und Symbolen entstanden kleine Kunstwerke, die die Viertklässler künftig an ihre persönlichen Stärken und Wünsche erinnern sollen.

Für einen bewegten Abschluss sorgte ein gemeinsames Wertespiel im Stuhlkreis – wer seinen Platz verlor, landete lachend in der Mitte. Die Zeit verging wie im Flug, doch die Gäste hatten noch eine kleine Überraschung dabei: ein weihnachtliches Ausmalbild im Stil von „Malen nach Zahlen“ – natürlich rund um das Thema „Werte“. Dieses wird die Klasse in einer kommenden Unterrichtsstunde farbenfroh gestalten.

Beim Abschied waren sich alle einig: Dieser Workshop hat Spuren hinterlassen. Die Viertklässler wünschten sich sofort einen weiteren Besuch, die Realschülerinnen freuten sich über so viel positives Feedback – und Frau Reusch sprach sogleich eine neue Einladung aus. Erste Ideen für weitere wertvolle Projekte wurden noch vor Ort gesammelt.

90 Minuten voller Begegnungen, Freude und echter Wertschätzung – und sicher nicht der letzte Workshop dieser Art.

Corinna Hartwich-Beck