Unser Werte-Team setzt tolle Impulse für ein aktives Schulleben trotz Corona

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​Einer ganz besonderen Herausforderung stellten sich am Samstag, den 10.10.2020 sechs Mädels unseres Werte-Teams, als sie in der Zeit von 9:00 bis 16:45 Uhr an einem Filmworkshop von JFF – dem Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis – über das Online-Tool „Big Blue Button“ in München teilnahmen. Ausgerüstet mit I-Pads, Mikros etc. aus München, stürzte sich jede Einzelne mutig von Zuhause aus in dieses doch recht abenteuerliche Projekt, da technische Probleme uns allen eingangs mehr als eine Stunde Zeit geraubt hatten, bis endlich mit Hilfe der beiden verantwortlichen Damen, nämlich Jana Schreiner und Maria Rilz, mit einer Kennenlernrunde, einem Brainstorming sowie der Storyboard-Entwicklung durchgestartet werden konnte. Zeitgleich waren mit uns drei weitere Schulteams aus Unterfranken am Start. Gearbeitet wurde in separaten digitalen Räumen, zwischendurch traf man sich wieder zu gemeinsamen Meetings im Hauptraum, um beispielsweise Input zu Einstellungsgrößen, zum Schnitt usw. erhalten oder filmtechnische Fragen zu klären. Auch im Verlaufe des Tages sah sich unser Werte-Team immer wieder mit digitalen Problemen konfrontiert, bewies dabei aber einerseits ungemeines Durchhaltevermögen und andererseits Einfallsreichtum beim Lösen diverser technischer Herausforderungen. Am Ende des Tages waren die Ideen der Mädels, die sich für eine Beschäftigung mit dem Begriff „Toleranz“ entschieden hatten, in Form von einzelnen Filmsequenzen umgesetzt, doch mussten noch weitere gemeinsame Stunden – mal am Nachmittag im Reli-Raum, überwiegend in den Pausen am Vormittag – genutzt werden, um das „Produkt“ fertigzustellen. Zusätzlich entwickelte sich der Wunsch, sich als Werte-Team einmal den 5. Klassen vorzustellen und mit diesen gemeinsam etwas zu erarbeiten, weswegen zwei Mädels auf eigene Faust sich ein Konzept überlegten, in das neben dem Werte-Video auch noch eine PowerPoint-Präsentation sowie kleine Challenges zu den Jahrgangsstufenthemen der Fünftklässler (Höflichkeit + Zuverlässigkeit) eingebunden werden sollten.

Eigentlich hätte das am Samstag erstellte Video für die EU-Kampagne „Spotlight – Future of Europe“ produziert werden sollen, doch das Werte-Team möchte sein Erstlingswerk bewusst als schulischen Beitrag verstehen. An dieser Stelle möchte ich nochmals das tolle Engagement von Jana, Emma, Lia, Alina, Leonie und unserer Wertebotschafterin Hannah loben, die völlig eigenständig an diesem Projekt gearbeitet haben, sprichwörtlich ins kalte Wasser des Filme-Machens gesprungen sind und sich wirklich tapfer durchgekämpft haben – ich hätte es absolut verstehen können, wenn im Verlaufe des Samstags die eine oder andere irgendwann von den wiederkehrenden technischen Unzulänglichkeiten entnervt offline gegangen wäre.

Inzwischen haben in den Klassen 5a und 5b am 22.10.20 während der Klassleiterstunde erste Mini-Workshops stattgefunden, welche am 19.11.20 mit den Klassen 5c und 5d fortgesetzt werden. Auch hier gilt zu betonen, dass das Werte-Team, eben nicht wie beispielsweise das Courage-Team, im Vorfeld professionell durch externe Coachs geschult wurde, sondern tatsächlich selbst experimentell Ideen zur Werte-Erziehung umsetzt. Hut ab!

Autorin: Corinna Hartwich-Beck

Unser Werte-Team bezieht Stellung, …

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… indem es der gesamten Schulfamilie zum Schuljahresende eine ganz persönliche Videobotschaft zukommen lässt.

Ja, tatsächlich, trotz all der Corona bedingten Schwierigkeiten, sich nicht als Gruppe treffen zu können, um Aktionen zu planen oder auch auszuführen, ist es unserer Wertebotschafterin Hannah noch im zweiten Halbjahr gelungen, gemeinsam mit acht weiteren Schülern aus den Jahrgangsstufen 7 bis 9 ein Werte-Team zu bilden. Während des Homeschoolings haben sich alle Beteiligten mit einem für sie persönlich wichtigen Wert, beispielsweise dem der Loyalität oder des Vertrauens, beschäftigt und ihr Statement dazu abgegeben. Denn gerade in Zeiten wie diesen ist doch nichts so wichtig, als sich auf ganz zentrale Werte zu besinnen und diese auch zu leben!

Autorin: Corinna Hartwich-Beck

„Leinen los und Werteschiffchen ahoi!“

„Leinen los und Werteschiffchen ahoi!“

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Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Wertebündnisses Bayern hatte dessen Stiftung dazu aufgerufen, kleine Papierschiffchen zu basteln und damit zu beschriften, was einem für ein positives gemeinsames Zusammenleben wichtig ist – auch gerade im Hinblick auf die für alle doch sehr außergewöhnliche und herausfordernde „Coronazeit“. Gesagt, getan! Hannah, unsere Wertebotschafterin, war sehr schnell von dieser Aktion begeistert, sodass sie zum einen, wie von der Stiftung verlangt, ihre Bastelaktion per Handyfilm festhielt, zum anderen ihr kleines Kunstwerk per Post zur Stiftung schickte.

Nun warten wir gespannt darauf, dass Hannahs Filmchen Teil eines Videoclips wird, der von der Bayerischen Philharmonie musikalisch umrahmt wird. Die Veröffentlichung wird auf der Website des Wertebündnisses Bayern erfolgen, ein fester Termin ist leider noch nicht bekannt. Außerdem ist die Jungfernfahrt aller eingesendeten Werteschiffchen für den Sommer geplant.

Autorin: Corinna Hartwich-Beck

Hannah Schirling – unsere Wertebotschafterin an der WRS

Hannah Schirling – unsere Wertebotschafterin an der WRS

Im Herbst 2019 hatten 100 unterfränkische Schulen, das Spektrum reichte von Förder- über Mittel- und Realschule bis hin zum Gymnasium, die Bewerbungsunterlagen ihrer Schützlinge für die Initiative „Werte machen Schule“ des bayerischen Kultusministeriums eingereicht. Kurz vor Weihnachten erreichte uns schließlich die Nachricht, dass Hannah zu den 28 Acht- bzw. Neuntklässlern zählt, die in unserem Regierungsbezirk für dieses verantwortungsvolle Amt ausgebildet werden. Aus den Händen von Kultusstaatssekretärin Anna Stolz erhielt sie ganz offiziell während einer Feierstunde im Schullandheim Leinach eine Ernennungsurkunde.

Wir gratulieren herzlich und wünschen dir, Hannah, einen bereichernden Austausch bei deinen regionalen Schulungen, aber auch viel Freude bei der Realisierung deiner Ideen an unserer Schule!

Und nun stellt sich unsere Wertebotschafterin kurz vor:

Hey,

ich heiße Hannah Schirling, besuche momentan die Klasse 8d und bin Wertebotschafterin an der Wallburg-Realschule Eltmann. Im Januar 2020 habe ich das erste Wertebotschafter-Seminar in Leinach besucht, bei dem mir und 27 anderen Schülern/innen gelehrt und aufgezeigt wurde, was alles zu unseren Aufgaben als Wertebotschafter zählt.

Eines meiner Ziele ist es, als Wertebotschafterin verschiedene Werte wie z. B. Respekt, Toleranz und Höflichkeit an die Schüler zu vermitteln, um so ein besseres Miteinander zu fördern.

Autorinnen: Corinna Hartwich-Beck, Hannah Schirling

Wertetag

Wertetag

Als „Schule ohne Rassismus und Schule mit Courage“ liegt es der Schulfamilie der „Wallburg-Realschule“ immer wieder am Herzen, sich mit Werten wie Selbstachtung, Toleranz, Respekt oder Akzeptanz zu beschäftigen. Im Rahmen eines „Wertetages“ erlebte man nun einmal einen ganzen anderen Schultag mit Unterrichtsstunden und Workshops über Alltagssituationen, ein Theaterevent über „Liebe, Hass und Macht im World Wide Web“ und auch Informationen zum Umgang mit der Thematik „Coming Out“ oder „Vorbehalten und Vorurteilen“.

Verbindungslehrerin Corinna Hartwich-Beck hatte mit dem Courage-Team für die Schüler aller Klassen einen ganzen Tag für dieses große Thema organisiert, zu dem auch die Erziehungsberechtigten mit einem Elternbrief ausgiebig informiert wurden. Als „Fairtrade-Schule“ gehört es dabei für die 5. Klassen schon zur Tradition, sich in einem Workshop mit dem Thema „Fairtrade“ auseinanderzusetzen, in dem der Welthandel mit Fairtrade-Produkten, aber auch der Verkauf an der Schule erörtert wurden.

Auch Schüler waren aktiv mit eingeschaltet und das „Courage-Team“ mit Noah Hildenbrand, Carina Jedlitschka und Sophia Stappenbacher setzten sich mit den 6. Klassen mit Rassismus und Mobbing in Alltagssituationen oder Möglichkeiten von Zivilcourage auseinander und brachten dabei ihre eigenen Erfahrungen ein. Dazu zählten auch die Stichworte wie Homophobie oder der Umgang mit Behinderten.

Die Aula war bis auf den letzten Platz besetzt beim Theaterevent „Klick&Kill“, das von „Bühnengold“ aus Berlin auf die Bühne gebracht wurde und sich insbesondere mit Cybbermobbing und Medienkompetenz befasste, dem derzeit wohl größten Thema in der Schule. Als Prometheus den Menschen das Feuer gab, wollte er sie damit wärmen und ernähren. Dass eben dieses Feuer auch Macht hat und zerstören kann, hatte er nicht im Sinn. So ähnlich verhält es sich mit dem technischen Fortschritt im 21. Jahrhundert: Internet frei verfügbar, ständig aktuell und transparent weltweit.

Bei dem Theater sah man Sarah und Marco als Paar, was alle in der Schule und auch alle User ihrer Internetcommunity wussten. Die Chronik der beiden schmückten zahlreiche verliebte Fotos, Liebesschwüre und Herzen mit dem Beziehungsstatus: Voll verknallt. Doch am nächsten Tag schon tuschelt die ganze Schule, irgendetwas sei passiert. Ein Foto von Sarah in aufreizender Pose schmückt die Startseite im Netz. Sarah beschuldigt ihren Freund, doch der schwört, das Bild nicht hochgeladen zu haben.

Früher habe es noch „hänseln“ geheißen, aber Cybbermobbing stellt eine völlig neue Dimension von Gewalt dar. Diffamierungen, Bedrohungen, Bloßstellungen, Erpressungen sind die Folge der Anonymität im Netz. Es gibt keine Hemmschwelle, keine Scham, keine Grenzen und vor allem keine Fluchtmöglichkeit für das Opfer. Das erfuhren die Schüler aus dieser dramatischen Geschichte in der virtuellen Welt, die real unter die Haut ging und ein 30-minütiges Gespräch nach sich zog, wie man so etwas ändern könnte.

Für die 10. Klassen gab es das Schul- und Aufklärungsprojekt für Toleranz & Akzeptanz „Schwule & Lesben“ im Workshop zu den Themen „Homosexualität und geschlechtsspezifische Rollenbilder“ oder maskuline und feminine Züge. Darin machte man deutlich, dass es gerade für Jugendliche wichtig sei, sich mit ihrer eigenen Identität auseinanderzusetzen. Ein Teil dieser sei die sexuelle Orientierung. Homosexualität sei in der Schule oftmals noch ein Tabuthema, aber man wolle sich für Toleranz und Akzeptanz einsetzen. Dabei ging es auch darum soziale Rollen in Frage zu stellen, um Raum für persönliche Entfaltung zu schaffen. Das Thema „Homosexualität“ solle eben nicht nur in Form von Schimpfwörtern auf dem Schulhof präsent sein.

Vor dem Schulhaus stand das Infomobil „Kolping Roadshow Integration“, das niederschwellig rund um das Thema Flucht und Integration informierte, aber auch die Frage und den Umgang mit Vorbehalten aufwarf, was Heimat eigentlich bedeutet und wie es sich anfühle, seine Heimat verlassen zu müssen. Mit einem Welt-Puzzle wurde dabei sichtbar gemacht, woher Flüchtlinge stammen, am Kicker sah man wie über Sport oder ähnliche Dinge die Integration leichter gelingen. Sie sei nicht nur eine herausfordernde Aufgabe, sondern eine zwingende Notwendigkeit für die Zukunft Deutschlands.

Die Schüler erlebten damit ohne Zweifel einen sehr informativen, abwechslungsreichen Vormittag mit vielen neuen Impulsen , die sicherlich auch noch in einzelnen Fächern zur Sprache kommen und auch Hilfen für das eigene Leben gaben.

(gg)

Bild 1: Sarah und Marco von „Bühnengold“ Berlin bei ihrem Theater-Event über „Liebe, Hass und Macht im World Wide Web“.

Bild 2: Rund um das Infomobil „Roadshow Integration“ von Kolping ging es um Flucht und Migration oder auch die gelungene Integration am Kicker.

Bild 3: Im „Courage-Workshop“ behandelten die Schüler Alltagssituationen mir Rassismus und Mobbing.

Foto: Günther Geiling

Endspurt bei der Deckelsammlung!

Endspurt bei der Deckelsammlung!

Am 6. Juni übergeben wir die gesammelten Deckel in einer Schulversammlung an unsere Projektpartner. Bis dahin könnt ihr noch fleißig weitersammeln, um möglichst viele Impfungen gegen Kinderlähmung (Polio) zu finanzieren.

Leider wird die Aktion „500 Deckel für ein Leben ohne Kinderlähmung“ von unserem Projektpartner zum 30.06.2019 eingestellt. Die Gründe, warum nach sechs Sammeljahren Schluss ist, sind vielfältig: 

  • Die Preise für Sekundärrohstoffe sind zuletzt deutlich gesunken. Es ist eine so große Menge auf dem Markt, dass auch gute Qualität auf dem deutschen Markt nur schlechte Preise erzielt.
  • Die EU hat festgelegt, dass künftig die Deckel fest mit den Flaschen verbunden sein müssen. Es geht also das Sammelmaterial aus.
  • Das Projekt ist inzwischen so groß geworden, dass es für Ehrenamtliche in ihrer Freizeit nicht mehr ordentlich betrieben werden kann. 

Bisher wurden vom „Deckel drauf e.V.“ 1.105 Tonnen Deckel gesammelt, transportiert und verwertet. Die Erlöse in Höhe von 270.000 € haben gereicht, um rund 3.315.000 Impfungen weltweit zu finanzieren.