Begegnungen, die verbinden: SozAK zu Gast in Sennfeld

Begegnungen, die verbinden: SozAK zu Gast in Sennfeld

Ein Tag voller neuer Erfahrungen, herzlicher Wiedersehen und gelebter Inklusion

Schon die Anreise war ein Zeichen echter Wertschätzung: Gleich mit zwei Bussen holte die Werkstatt Sennfeld 13 Schülerinnen des Sozialen Arbeitskreises (SozAK) gemeinsam am 07.10.2026 mit ihren Lehrkräften Katrin Türk, Duc Nguyen und Corinna Hartwich-Beck in Eltmann ab – und übernahm am Ende des Arbeitstages auch die Rückfahrt. Ein riesiges Dankeschön für diese besondere Geste!

Mit einem ungewöhnlichen Impuls startete Bildungsbegleiter Stefan Hömer, der die Gruppe gemeinsam mit Werkstattleiter Günter Scheuring und Bildungsbegleiter Christian Zimmermann empfing: einem leeren Glas. Dieses sollte sich im Laufe des Tages mit neuen Erfahrungen, Begegnungen und Eindrücken füllen.

Zunächst gab Stefan Hömer einen anschaulichen Einblick in die vielfältige Arbeit der Einrichtung. Neben internen Bereichen wie der Verwaltung oder dem ruhigen Arbeitsbereich und den verschiedenen Arbeitsgruppen, die beispielsweise für Kühne – vielen bekannt durch die Hotdog-Verpackungen für IKEA – tätig sind, stand vor allem die berufliche Bildung im Mittelpunkt. Im Eingangsverfahren würden Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen dabei unterstützt, ihre Stärken und Interessen zu erkennen, grundlegende Arbeitsfähigkeiten zu erlernen und Qualifizierungseinheiten, beispielsweise im Bereich Brandschutz, zu durchlaufen. Auch interne wie externe Praktika in den Berufsfeldern Montage, Metall, Holz und Hauswirtschaft gehörten dazu. Ziel sei es, möglichst selbstständig zu werden – im Berufsleben ebenso wie bei der Gestaltung des eigenen Alltags.

Wie anspruchsvoll manche dieser Aufgaben sein können, erfuhren unsere SozAKler bei einem Selbstversuch: Bei einer Übung aus dem sogenannten Hamet-Testverfahren sollten sie mit einem Faserschreiber unter anderem Spiralen, Kleidungsumrisse und Gegenstände möglichst genau nachfahren, ohne den Stift abzusetzen. Dabei wurde deutlich, wie viel Konzentration, Geschick und Ausdauer gefragt sind – insbesondere dann, wenn zusätzlich Zeitdruck ins Spiel kommt. Diese Testungen helfen dabei, berufliche Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten realistisch einzuschätzen.

Dass Inklusion in Sennfeld nicht nur ein schönes Wort ist, sondern aktiv gelebt wird, zeigten auch die Kooperationen mit den Fränkischen Rohrwerken und unserer Schule. Besonders beeindruckend waren die Einblicke in die Interessenvertretungen der Beschäftigten: Berna stellte ihre Aufgabe als Frauenbeauftragte vor. Sie setze sich dabei unter anderem für den Schutz vor körperlicher, sexueller und psychischer Belästigung oder Gewalt ein und berichtete von einem Infostand zum „Orange Day“, den sie mit weiteren Frauen bei der Lichternacht organisiert hatte, sowie von entsprechenden Workshops, während sie selbst gestaltete Buttons von diesen Events an unsere Schülerinnen verteilte. Besnik wiederum erklärte als erster Vorsitzender die Arbeit des Werkstattrats, dem er bereits seit acht Jahren angehört. Ähnlich wie unsere SMV vertrete dieser die Interessen der Beschäftigten und verfüge über Mitbestimmungs- und Mitwirkungsrechte – beispielsweise bei Festen, der Verpflegung oder der Gestaltung von Arbeitsplätzen.

Nach Imagefilm und Fragerunde, in der sich unsere SozAKler auch für die finanzielle Situation der Beschäftigten interessierten, ging es nach einer kurzen Frühstückspause sportlich weiter: Bei der täglichen 15-minütigen Bewegungseinheit, zu der uns Corina Holzinger vom Fachdienst begleitete, wurde gedehnt, gehüpft, balanciert und ordentlich Gas gegeben. Ganz gleich, ob Hampelmann oder Gleichgewichtsübung – alle machten mit und hatten sichtlich Spaß.

Anschließend verteilten sich unsere Schülerinnen auf die verschiedenen Arbeitsbereiche Küche, Schlosserei, Schreinerei, Montage, Montage MFC, Montage ZF und den ruhigen Bereich, wo sie bereits freudig erwartet wurden. Dank der inzwischen mehrjährigen Zusammenarbeit gab es zahlreiche vertraute Gesichter und umso herzlichere Wiedersehen. Gemeinsam wurde sortiert, verpackt, montiert und zusammengebaut – begleitet von vielen Gesprächen und herzlichem Lachen. Besonders schön: Niemand musste Berührungsängste überwinden oder lange das Eis brechen. Man begegnete sich einfach auf Augenhöhe, arbeitete miteinander und hatte Freude an der gemeinsamen Sache.

Auch kulinarisch wurden wir alle bestens versorgt: Zum Mittagessen standen Cordon Bleu beziehungsweise Schnitzel mit Kartoffelsalat oder Grießnockerl mit Tomaten-Zucchini-Gemüse auf dem Speiseplan, zum Nachtisch gab es Schokopudding. Frisch gestärkt ging es danach zurück in die Arbeitsgruppen. Einige Schülerinnen wechselten bewusst noch einmal den Bereich, um weitere Tätigkeiten kennenzulernen. Aufgrund ihrer offenen Art und ihrer tatkräftigen Unterstützung – besonders beim Zusammenbauen der großen Stückzahl an Kugelschreibern – wünschten sich manche Beschäftigte gleich eine Fortsetzung am nächsten Tag – ein Mitarbeiter schlug sogar fünf Wochen vor!

Bevor der Tag mit einer Feedbackrunde ausklang, wurde schließlich das eingangs erwähnte Glas wieder hervorgeholt. Gemeinsam mit Jungs und Mädels aus dem Berufsbildungsbereich stellten unsere SozAKler und auch wir begleitenden Lehrkräfte kleine Cookie-Backmischungen her: Zutaten wurden abgewogen, sorgfältig in Schichten eingefüllt und die Gläser anschließend mit einer eigens gestalteten Banderole versehen. Eine tolle Idee von Corina Holzinger, die allen nicht nur viel Freude bereitete, sondern auch ein schönes Erinnerungsstück an diesen besonderen Tag bescherte.

In der abschließenden Gesprächsrunde lobten unsere Schülerinnen vor allem die herzliche Aufnahme, die ungezwungenen Begegnungen und die vielen interessanten Gespräche. Stefan Hömer machte wiederum deutlich, wie wichtig solche Besuche auch für die Beschäftigten sind: Viele hätten sich schon im Vorfeld sehr auf das Wiedersehen gefreut. Schließlich bewege man sich im Alltag häufig eher auf den eigenen „Inseln“ – im Betrieb unter Gleichgesinnten oder im familiären Umfeld. Umso wertvoller seien Begegnungen, bei denen Menschen ganz selbstverständlich miteinander arbeiten, lachen und voneinander lernen können. Sein Anliegen sei es, dass die Beschäftigten zeigen können, was sie leisten.

Und genau das ist an diesem Tag gelungen: Die Schülerinnen konnten nicht nur neue Arbeitsfelder kennenlernen, sondern vor allem erleben, wie viel Können, Engagement und Gemeinschaftssinn in der Werkstatt Sennfeld stecken. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Inklusion dort beginnt, wo Menschen einander offen begegnen, miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam etwas schaffen.

Das Glas vom Morgen war am Ende zwar mit einer Cookie-Backmischung gefüllt. Viel wichtiger aber war das, was sich im übertragenen Sinn darin gesammelt hatte: neue Eindrücke, gegenseitige Wertschätzung und viele schöne gemeinsame Momente.

Ein Tag, der einmal mehr gezeigt hat, wie bereichernd gelebte Partnerschaft sein kann – für beide Seiten!

Corinna Hartwich-Beck

Gemeinsam lachen, gemeinsam gestalten, gemeinsam genießen – gelebte Inklusion an der Wallburg-Realschule

Gemeinsam lachen, gemeinsam gestalten, gemeinsam genießen – gelebte Inklusion an der Wallburg-Realschule

Wenn aus einer Kooperation längst Freundschaften geworden sind, dann merkt man das schon bei der Begrüßung. So auch am 20.07.2026, als neun junge Erwachsene der Werkstatt für behinderte Menschen in Sennfeld gemeinsam mit ihren Bildungsbegleitern Stefan Hömer und Christian Zimmermann sowie Corina Holzinger vom Fachdienst zum alljährlichen Gegenbesuch an die Wallburg-Realschule kamen. Im Vorfeld hatten unsere SozAKler wie auch wir betreuenden Lehrkräfte (Frau Türk, Herr Nguyen und Frau Hartwich-Beck) einmal mehr darüber spekuliert, wie viele altbekannte oder auch neue Gesichter denn nun bei uns in Eltmann dabei wären.

Bereits in der Aula wurden sie von den 24 Mitgliedern unseres Sozialen Arbeitskreises herzlich empfangen. Nachdem die Zehntklässler des SozAKs wenige Tage zuvor verabschiedet worden waren, lag die Organisation des Tages nun in den Händen der engagierten Acht- und Neuntklässler.

Der erste Programmpunkt führte die Gäste direkt in den großen Musiksaal. Dort sorgten die Klassen 5a und 6a unter der Leitung ihres Musiklehrers Herrn Franz mit einer mitreißenden Begrüßungsrunde für einen stimmungsvollen Auftakt. Mit viel Freude und sichtbarer Begeisterung zogen die jungen Sängerinnen und Sänger ihr Publikum schnell in ihren Bann und schufen vom ersten Moment an eine herzliche Atmosphäre.

Anschließend hieß es: Ärmel hochkrempeln! Denn damit zur Mittagszeit ein leckeres Essen für insgesamt 39 hungrige Mäuler auf dem Tisch stehen konnte, wurden verschiedene Teams gebildet. Während die Kochgruppe unter der professionellen Leitung unserer Küchenfee Frau Brasch ohne Umschweife loslegte und eine indische Linsensuppe mit frisch gebackenem Naan-Brot sowie ein Joghurt-Dessert mit Waldfruchtspiegel vorbereitete, kümmerte sich eine weitere Gruppe mit viel Liebe zum Detail um das Stellen, Dekorieren und Eindecken der festlichen Tafel. Selbst an frischen Blumenschmuck wurde gedacht. Damit auch niemand durstig bleiben musste, sprang die SMV kurzerhand ein und spendierte die Getränke – eine nachhaltige Idee, denn von unserem schulinternen Fußballturnier am 16.07.2026 waren noch zahlreiche Getränkekästen übriggeblieben.

Besonders gefragt war die Kreativgruppe. Gemeinsam wurden Stoffturnbeutel bedruckt, die ein eigens von zwei SozAK-Schülerinnen entworfenes Logo zierte – ein Symbol für die langjährige Zusammenarbeit zwischen der Wallburg-Realschule und der Werkstatt in Sennfeld. Dass einige Gäste bereits Erfahrung mit dem Bedrucken von Taschen hatten, da sie erst Anfang Mai Muttertagsgeschenke gestaltet hatten, machte sich schnell bemerkbar. Mit viel Geschick entstanden somit individuelle Erinnerungsstücke.

Beim gemeinsamen Mittagessen standen schließlich nicht mehr das Kochen oder Basteln im Mittelpunkt, sondern das, worum es bei solchen Begegnungen eigentlich geht: miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsam lachen, und die Zeit genießen. Es wurde erzählt, gescherzt und viel gelacht – ganz selbstverständlich und ohne Berührungsängste.

Weil beim anschließenden Aufräumen und Spülen alle tatkräftig mit anpackten, blieb sogar noch genügend Zeit für gemeinsame Freizeitaktivitäten. Ob beim Rundlauf an den Tischtennisplatten im Pausenhof, spannenden Einzelmatches, einer Partie Fußball bzw. Basketball 1:1 oder einfach bei guten Gesprächen – überall war zu spüren, wie unkompliziert und herzlich das Miteinander geworden ist.

Zum Abschied erhielten alle Gäste ihren persönlichen Stoffturnbeutel, der bei allen hervorragend ankam, als Erinnerung an einen rundum gelungenen, kurzweiligen Tag. Noch größer war jedoch die Freude über die gemeinsam verbrachte Zeit. Entsprechend herzlich fielen die Verabschiedungen aus. Umarmungen, Shake Hands und der einhellige Wunsch nach einem baldigen Wiedersehen im Herbst machten deutlich: Diese Kooperation lebt längst nicht mehr nur von gemeinsamen Aktionen – sie lebt von Begegnungen, die verbinden.

Corinna Hartwich-Beck

Osterfreude, die ankommt

Osterfreude, die ankommt

Sozialer Arbeitskreis bringt Kinder- und Seniorenaugen zum Leuchten

Sobald sich der Frühling ankündigt, startet der Soziale Arbeitskreis an der Wallburg-Realschule Eltmann seine alljährliche Osteraktion. Mit viel Einsatz und einer großen Portion Mitgefühl machen sich dessen Mitglieder daran, anderen eine Freude zu bereiten. Auch in diesem Jahr riefen sie die Schulgemeinschaft dazu auf, mit einer Spende kleine Osterwunder möglich zu machen – mit beeindruckendem Erfolg: Stolze 509,53 Euro kamen zusammen!

Ein herzliches Dankeschön an alle Spenderinnen und Spender – besonders an die Klassen 5a, 5b und 9b, die mit ihrer großen Unterstützung maßgeblich zu diesem tollen Ergebnis beigetragen haben.

Mit dem gesammelten Betrag konnten zahlreiche Osterfreuden auf den Weg gebracht werden: 80 Kinder und Jugendliche, deren Familien Kunden des örtlichen Tafelladens sind, dürfen sich über Fairtrade-Ostermischungen und Dip-Eier freuen. Dazu kommen 27 bunte Wimmelbücher, Rätsel- und Ausmalhefte sowie Puzzles – kleine Geschenke, die garantiert für strahlende Augen sorgen. Ein besonderes Detail: Lina Lang aus der 5a verzierte liebevoll Oster-Keksbeutel für die 1- bis 3-Jährigen mit selbstgestalteten Grußkärtchen in Eiform.

Damit die Hilfe genau dort ankommt, wo sie gebraucht wird, war im Vorfeld gemeinsam mit Herrn Scheuring von der Eltmanner Tafel abgestimmt worden, welche Spenden aktuell besonders sinnvoll erscheinen. Die feierliche Übergabe der liebevoll zusammengestellten Pakete fand am 23.03.2026 vor dem Schulgebäude statt – rechtzeitig, damit die Geschenke an den beiden Ausgabe-(Diens-)tagen vor Ostern verteilt werden konnten.

Auch die SMV setzte ein starkes Zeichen der Solidarität: Kurzentschlossen überreichte sie die Einnahmen aus dem Kuchenverkauf des ersten Elternabends in Höhe von 200 Euro in Form eines Barschecks an die Vertreter des Tafelladens, Herrn Scheuring und Frau Beck, um zusätzliche Überraschungen für die Ein- bis 17-Jährigen organisieren zu können.

Doch nicht nur die Jüngsten wurden bedacht. Auch die Senioren des CuraVivums, einer Einrichtung für Betreutes Wohnen und Tagespflege, durften sich über frühlingshafte Grüße freuen. Die Mitglieder des Sozialen Arbeitskreises hatten im Vorfeld 65 liebevoll gebastelte Osterkarten gestaltet, versehen mit ganz persönlichen Wünschen. Zusätzlich unterstützten die Klassen 5d und 6a die Aktion mit einer Vielzahl an farbenfrohen Bastelarbeiten – von Lämmchen über Küken bis hin zu Osterhasen und Eiergirlanden, die nun sicherlich viele Fenster und Tische schmücken werden.

Überreicht wurden die kleinen Aufmerksamkeiten am letzten Schultag vor den Ferien, dem 27.03.2026, durch Schülerinnen und Schüler der Klasse 10d, stellvertretend für den SozAK, die kurzerhand einen Spaziergang zur Einrichtung unternommen hatten und bereits freudig erwartet wurden. Die Reaktionen der Klienten bei den kurzweiligen Unterhaltungen sprachen für sich: gerührte Blicke, dankbare Worte und sogar die eine oder andere Träne der Freude zeigten, wie viel diese kleinen Gesten bedeuten.

Eine rundum gelungene Einstimmung auf die Osterferien – geprägt von Engagement, Mitgefühl und echter Frühlingsfreude.

Corinna Hartwich-Beck

Wenn Lieder Herzen wärmen

Wenn Lieder Herzen wärmen

SozAKler und Grundschüler bringen gemeinsam Adventszauber in die Tagespflege

Musik, leuchtende Kinderaugen und gerührte Zuhörer: Am 16.12.2025 wurde die Tagespflege-Einrichtung CuraVivum in Eltmann einmal mehr zu einem Ort ganz besonderer Begegnungen. Bereits zum dritten Mal in Folge trugen Schülerinnen und Schüler in der Adventszeit den Zauber von Weihnachten dorthin, wo er besonders willkommen ist.

Mitglieder des Sozialen Arbeitskreises der Wallburg-Realschule gestalteten gemeinsam mit den Mädchen und Jungen der Klasse 3a der Johann-Baptist-Graser-Grundschule ein liebevoll vorbereitetes vorweihnachtliches Programm. Begleitet von ihren Lehrkräften Stefanie Sokolowski, Katrin Türk, Duc Nguyen und Corinna Hartwich-Beck sangen und musizierten die Drittklässler sowie Realschüler aus den Jahrgangsstufen 8 bis 10 für die Seniorinnen und Senioren der Tagespflege – und schenkten ihnen dabei viele kleine Glücksmomente.

Traditionelle Lieder wie „Fröhliche Weihnacht überall“, „Kling Glöckchen, kling“ „Wünsche schicken wir wie Sterne“ oder „Zünd ein Licht an“ erfüllten den Raum mit festlicher Stimmung. Besonders berührend wurde es beim Lied „Lichterkinder – Singen zur Weihnacht“: Als die Grundschüler hier sogar ihr Rap-Talent zeigten, blieben bei einigen Zuhörern Tränen der Rührung nicht aus. Spätestens bei „Wir sagen euch an den lieben Advent“ war klar: Diese Musik ging direkt ins Herz – und viele stimmten freudig mit ein.

Nach dem musikalischen Teil folgte eine weitere Herzensgeste: Selbst gebastelte Weihnachtskarten und Fairtrade-Schokonikoläuse, gesponsert von der SMV, wurden von den Realschülern mit Unterstützung der Grundschüler an die Gäste der Tagespflege verteilt. Auch die Mitarbeiterinnen, die sich tagtäglich mit viel Engagement um die älteren Herrschaften kümmern, wurden bedacht. Sie durften sich über liebevoll gestaltete „Du machst einen super Job“-Kästchen mit süßem Inhalt freuen – selbst produziert und gesponsert von Emilia aus dem Sozialen Arbeitskreis und deren Mutter Sandra Klug. Schon im letzten Jahr hatten es sich die beiden nicht nehmen lassen, kleine Aufmerksamkeiten für die „Heldinnen des Alltags“ beizusteuern – vielen lieben Dank für diese großartige Unterstützung!!!

Das Team der Tagespflege unter der Leitung von Nadine Then revanchierte sich auf seine Weise: Kinderpunsch und Plätzchen sorgten bei den jungen Gästen für strahlende Gesichter und einen rundum gelungenen Abschluss.

Diese besondere Begegnung zeigte einmal mehr, wie verbindend der Austausch zwischen den Generationen sein kann. Knapp drei Schulstunden voller Musik, Besinnlichkeit und gegenseitiger Wertschätzung – ein lebendiges Beispiel für gelebten Gemeinschaftssinn und echten weihnachtlichen Zauber.

Corinna Hartwich-Beck

Wenn Weihnachtswichtel durchs Schulhaus flitzen

Wenn Weihnachtswichtel durchs Schulhaus flitzen

Unsere Schulfamilie sammelte erneut rekordverdächtig für die Tafel

Ein kurzer Blick ins Schulhaus reichte am 08.12.2025 zwischen 10:00 Uhr und 11:15 Uhr, um zu erahnen: Hier war etwas ganz Besonderes im Gange. Wer durch die Gänge und das Treppenhaus marschierte, konnte fast den Eindruck gewinnen, eine Außenstelle des Christkinds betreten zu haben. Überall huschten Weihnachtswichtel umher – besser bekannt als Tutoren, Mitglieder des Sozialen Arbeitskreises, Klassen- und Schülersprecher –, schwer bepackt mit liebevoll gefüllten Geschenktüten für 120 Bedarfsgemeinschaften der Tafel, vom Singlehaushalt bis zur achtköpfigen Familie.

Unter dem festlich geschmückten Weihnachtsbaum in der Aula kam schließlich alles zusammen: Gemeinsam mit Schulleiter Stefan Greb sowie den Lehrkräften Frau Blöchl, Frau Brasch, Frau Hartwich-Beck, Frau Türk und Herrn Nguyen überreichten die Schülerinnen und Schüler insgesamt 138 weihnachtlich gestaltete Tüten an Frau Lederer und Herrn Scheuring, die stellvertretend für das Organisationsteam der Haßfurter Außenstelle vor Ort waren.

Bereits zum 18. Mal hatte unsere Schulfamilie in den Wochen zuvor mit großem Engagement gesammelt, sortiert und gepackt. Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen, unterstützt von unseren Sekretärinnen und dem Kollegium, füllten gebrauchte Papiertüten, die ein Klassensprecherteam im Sinne der Nachhaltigkeit liebevoll dekoriert hatte, mit genau den Dingen, die zuvor auf Herrn Scheurings Wunschliste gestanden hatten: Schokolade, Lebkuchen, Schokonikolaus, aber auch Bodylotion, Duschgel, Handcreme, Zahnpflegeartikel und mehr. Jede einzelne Tüte wurde zudem mit einer persönlich gestalteten Weihnachtskarte bestückt.

Da die Zahl der Tafelkunden ähnlich hoch wie in den vergangenen beiden Jahren lag, setzte unsere Schulfamilie alles daran, ausreichend Weihnachtspräsente für alle Bedarfsgemeinschaften bereitzustellen – mit Erfolg: Bei der Übergabe zeigte sich, dass sogar ein neuer Rekord aufgestellt worden war. Als sich im Vorfeld bereits abzeichnete, dass das angestrebte Limit überschritten werden könnte, stockten einige Lehrkräfte die Spenden zusätzlich mit zahlreichen Packungen Kaba auf – sehr zur Freude der jüngsten Tafelkunden.

Auch die Tutoren hatten gemeinsam mit ihren Lehrkräften Frau Blöchl und Frau Schmitt erneut eine bewusste Entscheidung getroffen: Der Erlös aus den großzügigen Elternspenden anlässlich des Herbstfestes für unsere Fünftklässler wurde direkt weitergegeben, nämlich in Form eines Barschecks über 300 € sowie von Kosmetik- und Pflegeartikeln (sowie Power-Riegeln 😉) im Wert von 200 € für 57 Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren (30 Jungen, 27 Mädchen) – nachhaltig verpackt in selbst gestalteten Papiertüten. Frau Lederer und Herr Scheuring erklärten noch vor Ort, dass der Barscheck gezielt für Dinge eingesetzt werde, die den Alltag der Kinder der Tafelkunden erleichtern und verschönern – etwa für Schulmaterialien, die Einschulung oder kleine Aufmerksamkeiten zu Geburtstagen, die sonst oft nicht möglich seien.

Die Freude der beiden Tafel-Vertreter über die große Spendenbereitschaft unserer Schulfamilie war deutlich spürbar, als die Geschenke gemeinsam in den Transporter des Tafelladens verladen wurden. Besonders berührend: Beide erinnerten daran, wie sehr sich die Kunden bereits im vergangenen Jahr über die selbst gebastelten Weihnachtskarten gefreut hatten und dass viele von ihnen den beiden bevorstehenden Ausgabeterminen schon regelrecht entgegenfiebern würden.

Am 09.12.2025 sowie eine Woche später, am 16.12.2025, konnten Mitglieder unseres Sozialen Arbeitskreises erstmals bereits von 12:30 Uhr bis 15:30 Uhr bzw. 16:30 Uhr – persönlich dabei sein. An einem eigens für sie vorbereiteten, weihnachtlich geschmückten Stand im Innenhof übergaben sie die Familientüten sowie die von den Tutoren finanzierten Geschenke an große und kleine Tafelkunden. Die unmittelbaren Begegnungen machten eindrucksvoll spürbar, wie groß Dankbarkeit und Freude waren: Kleine Jungen und Mädchen grinsten verschmitzt und begeistert, als sie mit ihren Eltern in den Innenhof traten. Gerade auch viele ältere Herrschaften betonten, als sie den Heimweg antraten, wie dankbar sie seien, dass so junge Leute wie unsere Schülerinnen und Schüler solch ein großes Herz hätten und die Bedürftigen nicht vergessen würden.

Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle auch an Norbert Scheuring und Jutta Lederer für die liebevolle Verköstigung mit Tee, selbst gemachtem Kinderpunsch und frisch gebackenen Schokoschnitten sowie für die angenehmen Gespräche mit Ihnen und en ehrenamtlichen Helferinnen während der Ausgabezeiten.

Ein riesiges Dankeschön aber auch an unsere engagierten Schülerinnen und Schüler sowie unser Kollegium und unsere Sekretärinnen – ihr seid die wahren Weihnachtswichtel! 🎄✨

Corinna Hartwich-Beck

Mit Herz und Hands-on – Unser Sozialer Arbeitskreis erlebt Inklusion zum Anfassen

Mit Herz und Hands-on – Unser Sozialer Arbeitskreis erlebt Inklusion zum Anfassen

Es war einer dieser Tage, die man so schnell nicht vergisst – voller Begegnungen, ehrlicher Gespräche, Herzlichkeit und echter Freude. 17 Mitglieder des Sozialen Arbeitskreises unserer Schule durften am 22.10.2025 einen nahezu kompletten Arbeitstag in der Werkstatt der Lebenshilfe Sennfeld verbringen – und kehrten mit vielen Eindrücken, aber auch mit neuen Denkanstößen zurück.

Schon der Beginn war außergewöhnlich: Marcel, ein junger Mann mit Downsyndrom, stellte sich selbst vor – mit einer beeindruckenden Mischung aus Humor, Offenheit und Mut. Dabei forderte er die Schüler dazu auf, einzuschätzen, welche Freizeitaktivitäten er wohl schon erlebt habe: Fallschirmsprung? Sprung vom Zehn-Meter-Brett? Ballonfahrt? Yoga-Kurs? Die Überraschung war groß, als sich herausstellte: Marcel hat tatsächlich alles ausprobiert! Seine Botschaft war klar – und sie traf mitten ins Herz: Wir alle haben unsere Stärken, unsere Träume, unsere Grenzen. Darum appellierte Marcel abschließend auch nochmals daran, ihn so zu akzeptieren, wie er ist, während Bildungsbegleiter Stefan Hömer herausstellte, dass jeder, nicht nur Menschen mit Handicap, Einschränkungen kennen, was er beispielsweise an seiner eigenen Altersweitsicht verdeutlichte.

Ebenso kurzweilig, unterhaltsam und anschaulich stellte anschließend Stefan Hömer die Werkstatt mit den Standorten Sennfeld (inklusive Förderstätte) und Allmishalle sowie die Außengruppen bei ZF Aftermarket und Kühne vor. Neben einem kleinen Imagefilm wirkte ebenso das Kunstprojekt seiner Tochter Jule, einer ehemaligen Wallburg-Realschülerin und SozAKlerin, das in Kooperation mit Fußballspielern der Einrichtung entstanden war, bei allen Anwesenden nach. Dessen Titel „Unschlagbare Freude“ spiegelte genau das wider, was unsere Schüler an diesem Tag erlebten: Freude, die ansteckt, verbindet und inspiriert. Im Rahmen der Berufsorientierung wurde schnell klar, welch vielfältige Möglichkeiten die Werkstätten der Lebenshilfe in Sennfeld bieten – von handwerklichen über pädagogische bis hin zu kreativen Tätigkeiten. Auch Quereinsteiger, etwa aus dem Handwerk, seien willkommen.

Nach einer kleinen Frühstückspause hieß es, mit anzupacken. Unsere Schüler verteilten sich auf verschiedene Tätigkeitsfelder – Schreinerei, Schlosserei, Montage, Küche und den Beruhigten Bereich oder waren dabei eingebunden, kleine Giveaways für uns alle zu gestalten. Von Anfang an stimmte die Chemie zwischen den Beschäftigten und unseren SozAKlern: Gemeinsam wurde verpackt, etikettiert, geschraubt, gelötet, eine große Anzahl an Engelsflügeln gebastelt usw., aber auch das Wiedersehen mit einigen inzwischen bekannten Gesichtern gefeiert. Beim Mittagessen in der Cafeteria herrschte ausgelassene Stimmung, denn alle lobten die leckeren Gerichte, während sie von ihren ganz persönlichen Eindrücken des Vormittags den anderen berichteten. Mitarbeiterin Corina Holzinger überraschte die Anwesenden auch noch mit ihrer Nachspeise „Vanilleeis mit heißen Kirschen und Schoki“, sodass alle gestärkt und motiviert nochmals in ihre Arbeitsgruppen wechselten. Auch in diesem Jahr blieb es nicht aus, dass der eine oder andere Mitarbeiter wünschte, dass wir auch in den nächsten Tagen noch hier zur Arbeit erscheinen sollten, da doch alles so gut gemeinsam funktioniere.

Nachdem sich unsere Schüler von ihren Arbeitsgruppen verabschiedet hatten, versammelten wir uns nochmals in der Cafeteria zu einer kleinen Feedbackrunde. Hier stellte der Werkstattleiter Günter Scheuring eindringlich sein Ziel eines derartigen Projekttages heraus: „Mir ist wichtig, dass man allen Menschen auf Augenhöhe begegnet und sich nicht vorschnell ein Urteil bildet.“ Passend dazu erhielten wir alle – Lehrkräfte wie SozAKler – einen selbst gestalteten Bilderrahmen mit eigenem Portrait – als Symbol dafür, sich ein eigenes Bild zu machen, von anderen und vielleicht auch von sich selbst, wie es Stefan Hömer treffend auf den Punkt brachte.

Vor Antritt der Heimreise durfte natürlich ein Abstecher in den beliebten Sennshop nicht fehlen – mit seinen handgefertigten Dekoartikeln, Spielen, Karten und kleinen Schätzen, die bereits auf die Vorweihnachtszeit einstimmten.

Der herzliche Empfang, die Offenheit der Mitarbeitenden, das Wiedersehen mit vertrauten Gesichtern aus der langjährigen Kooperation – all das ließ unsere Schüler, aber auch uns begleitenden Lehrkräfte (Frau Türk, Herrn Nguyen, Frau Hartwich-Beck) spüren, was wirklich zählt: Wertschätzung, Miteinander, Freude am Leben.

Ein herzliches Dankeschön gilt der Lebenshilfe Sennfeld – allen voran Herrn Scheuring, den Bildungsbegleitern Stefan Hömer und Christian Zimmermann sowie Corina Holzinger vom Fachdienst – für ihre Aufgeschlossenheit, die wertvollen Einblicke und die wunderbare Gastfreundschaft – und dafür, dass sie unseren SozAKlern einmal mehr gezeigt hat, was es bedeutet, Menschen wirklich auf Augenhöhe zu begegnen.

Corinna Hartwich-Beck