Schule daheim – Big Challenge daheim

Schule daheim – Big Challenge daheim

Auch in Sachen Big Challenge geht ein ungewöhnliches Jahr zu Ende: In Zeiten von Corona und Distanzunterricht konnten wir nicht wie üblich mit allen fünften bis achten Klassen (sowie interessierten Neuntklässlerinnen und Neuntklässlern) teilnehmen. Stattdessen boten wir dieses Jahr die Beteiligung auf freiwilliger Basis von Zuhause aus an. 

Sehr zufrieden waren wir dabei über die Anmeldequote, die unsere Erwartungen übertraf: 72 Schülerinnen und Schüler wollten sich trotz des Homeschooling-Stresses beteiligen. Auch in diesem Jahr gab es wieder schöne Preise zu gewinnen, von Powerbanks über Strandtücher bis zu Kaffeetassen sowie den begehrten Wandkalendern. Umso mehr freuen wir uns, dass wieder einige unserer Schüler Preise gewinnen konnten und gratulieren den folgenden Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern zu ihren tollen Ergebnissen:

  • beste Fünftklässlerin: Lucy W. (5a) mit 316 von 350 Punkten (bayernweiter Durchschnitt: 248 Punkte) 
  • beste Sechstklässlerin: Tabea D. (6d) mit 276 Punkten

(bayernweiter Durchschnitt: 233 Punkte)

  • bester Siebtklässler: David M. (7a) mit 296 Punkten

(bayernweiter Durchschnitt: 233 Punkte, Rang 70 bayernweit von 793)

  • beste Achtklässlerin: Eva G. (8b) mit 275 Punkten

(bayernweiter Durchschnitt: 241 Punkte, Rang 77 bayernweit von 327)

  • beste/r Neuntklässler/in: Jana V. und David H. (9d) mit 283 Punkten

(bayernweiter Durchschnitt: 238 Punkte, Rang 50 bayernweit von 274)

Wir hoffen, dass wir den Big Challenge im nächsten Jahr wieder geschlossen im Präsenzunterricht durchführen können und wünschen allen Gewinnern viel Spaß mit ihren Preisen!

– Kirsten Christiansen

 

Sketchnotes

Sketchnotes

Eine Sketchnote ist wörtlich übersetzt eine „gezeichnete Notiz“, es geht darum, Inhalte zusammenzufassen, zu strukturieren und teils zeichnerisch darzustellen. Dies ist aber nicht einfach eine Spielerei, sondern lernpsychologisch sehr sinnvoll, weil Bilder reinem Text überlegen sind, wenn es um das Abspeichern im Gedächtnis angeht. Unser Gehirn kann ein Bild sehr schnell erfassen, wohingehen es für das Entschlüsseln und Verstehen von Buchstaben deutlich länger braucht – man stelle sich nur vor, es gäbe statt Verkehrszeichen Schilder mit geschriebenen Anweisungen im Straßenverkehr!

Sinnvoll ist, eine Sketchnote analog zu einer Mindmap aufzubauen mit einem zentralen Begriff und von der Mitte ausgehenden, hierarchisch gegliederten Ästen mit Schlagworten, um die Vorteile beider Lern-Methoden miteinander zu verbinden. Auch Farben können das Lernen unterstützen, indem gleichrangige Informationen in derselben Farbe markiert werden (z. B. alle Künstlernamen). Die große Schwierigkeit bei einer Sketchnote ist wie bei einer Mindmap auch, einerseits alle wichtigen Informationen umfassend festzuhalten, andererseits aber auch genug Platz auf dem Blatt zu lassen, damit das Ergebnis noch übersichtlich erscheint und klar ist, welcher Unterast zu welchem Oberpunkt gehört. Der Einsatz von grafischen Mitteln wie Umrandungen, Pfeilen, (wenigen) verschiedenen Schriftarten usw. können aber auch hier eine Hilfe sein.

Die Klasse 9d hat sich bereits mehrfach an solchen Sketchnotes probiert und sich diese nicht ganz einfache Lerntechnik bereits gut angeeignet – Beweis sind die hier zu sehenden Sketchnotes, die die Kunstgeschichte der Romantik zusammenfassen!

– Kirsten Christiansen

Kunst in Zeiten des Homeschoolings

Kunst in Zeiten des Homeschoolings

In Zeiten des Distanzunterrichts führt der Kunstunterricht ein ziemlich ambivalentes Dasein: Die einen Schüler und Schülerinnen fragen sich, weshalb sie in diesen stressigen, besonderen Zeiten überhaupt noch Kunstunterricht haben, die anderen genießen die kreative Auszeit, die ihnen diese Stunden auch daheim gönnen. Natürlich wird dabei darauf geachtet, dass die Schüler und Schülerinnen daheim in puncto Material begrenzter sind als in der Schule, andererseits bietet das häusliche Umfeld auch eine Vielfalt an Möglichkeiten, die in der Schule nicht oder nur schwerlich zu finden sind, und erlaubt damit auch die Behandlung von Themen, die sonst so wohl nicht auf dem Stundenplan im Präsenzunterricht stehen würden.

Mit Feuereifer dabei war u.a. die Klasse 5a, die sich auch bei freiwilligen Zwischenthemen immer kreativ und interessiert mit großem Engagement einbrachte. Hier ein paar Beispiele:

– Kirsten Christiansen

Die Wallburg-Realschule hilft den Wichteln und Rentieren vom Weihnachtsmann

Die Wallburg-Realschule hilft den Wichteln und Rentieren vom Weihnachtsmann

​Am 01.12.2020 öffneten sich so manche ersten Türchen in den Adventskalendern. Einige enthielten Schokolade, andere Spielzeug. An der Wallburg-Realschule in Eltmann hingegen enthielt das erste Türchen ein mathematisches Rätsel.

Auch dieses Jahr haben die 6. Klassen unserer Realschule wieder am mathematischen Adventskalender teilgenommen und 24 Tage lang Rätsel geknackt, Aufgaben gelöst und getüftelt. Dabei waren neben den mathematischen Rechenfähigkeiten aus dem Unterricht auch logisches Denken und digitale Kenntnisse nötig, musste man die Lösungen doch täglich online abgeben.

So musste beispielweise der kürzeste Weg des Elfen Oswalds von seinem Zuhause zur Geschenkewerkstatt berechnet werden oder herausgefunden werden, welches Rentier das Rentierwettrennen gewonnen hat.

Die Teilnahme am Wettbewerb war freiwillig, Zusammenarbeit im Team aber von Vorteil. Dabei traten die Schüler gegen viele andere Schüler weltweit an und zeitgleich auch noch intern gegen die anderen 6. Klassen der Wallburg-Realschule. Täglich wurden die Aufgaben früh auf Papier zur Verfügung gestellt, damit das gemeinsame Rätsel schon vor dem Unterricht im Klassenzimmer beginnen konnte. Wöchentlich wurde der Zwischenstand im internen Wettbewerb ausgegeben, um die Motivation möglichst hoch zu halten.

Trotz Unterrichtseinschränkungen durch die Corona-Pandemie wurden die Aufgaben, auch in der Quarantäne, emsig bearbeitet.

Auch wenn es für eine Platzierung im Gesamtwettbewerb dieses Jahr (noch) nicht gereicht hat, möchten wir die beste Klasse und die Schüler/-innen mit den meisten richtigen Antworten innerhalb der Wallburg-Realschule auszeichnen.

Die Klassen haben folgende Punktzahlen erreicht:

Klasse 6a 289 Punkte
Klasse 6c 88 Punkte
Klasse 6b 80 Punkte
Klasse 6d 12 Punkte

Die meisten richtigen Antworten, nämlich 22 von 24, hatten:

  • Lenny Engel (6a)
  • Nora Bräuter (6a)
  • Max Rowald (6b)

Aufgrund der Schulschließungen konnte die Bekanntgabe der Gewinner nicht wie gewohnt in der Schulversammlung stattfinden, sondern wurde – ganz im Eifer des Distanzunterrichts 😉 – in einer Videokonferenz an die Klassensprecher der jeweiligen Klassen verkündet.

Auch die Preisverleihung steht noch aus. Diese wird aber, sobald es die Lage wieder zulässt, natürlich nachgeholt.

Eva-Maria Schachtner, Vanessa Röder

Biber gesichtet? Nicht nur am Flussufer!

Biber gesichtet? Nicht nur am Flussufer!

– Informatik-Biber 2020 –

Auch in diesem Jahr wurden im November bei uns an der Wallburg-Realschule Eltmann Biber gesichtet, und das, wo wir doch gar nicht an einem Flusslauf liegen: Vielmehr huschten sie in den IT-Stunden von 290 unserer Schüler und Schülerinnen der 6. bis 9. Klassen über den Bildschirm, nämlich im Rahmen unserer Beteiligung am Informatik-Biber. Dies ist ein mittlerweile praktisch weltweit stattfindender Wettbewerb (die insgesamt diesjährigen 36 Aufgaben stammten aus 21 Ländern), der u. a. vom Fraunhofer Institut und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung getragen wird und bei dem es darum geht, Kinder spielerisch an Informatik heranzuführen. Dass dieses Thema in Zeiten der Digitalisierung brandaktuell ist, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass der „Informatik-Biber“ ein von der Kultusministerkonferenz empfohlender Wettbewerb ist. 

So konnten die 6. bis 9. Klassen im Comic-Stil illustrierte Aufgaben rund um die Welt der Informatik-Biber bewählten, mussten z. B. verschiedenen Tannenbäume nach Sudoku-Prinzipien korrekt platzieren und sich mit renitenten Kängurus auseinandersetzen, die dem Biber den schmalen Weg versperrten. Was putzig klingt und motivierend gestaltet ist, hat aber immer einen seriösen Hintergrund, u. a. geht es um das Kennenlernen verschiedener Algorithmen wie den von Dijkstra, bei dem es um das Ermitteln einer kürzestmöglichen Wegstrecke geht (ein Phänomen, das wir alle aus den Navigationsgeräten bzw. -Apps kennen) oder das sogenannte Rucksack-Problem, bei dem zu ermitteln ist, wie viele Objekte mit unterschiedlichem Gewicht sich im optimalen Fall in einen Rucksack mit begrenztem Fassungsvermögen passen ließen (übrigens eine sehr nützliche Kompetenz, wenn mann täglich eine prall gefüllte Büchertasche mit in die Schule schleppen muss!).

Einmal mehr konnten wir uns über beachtliche Erfolge freuen, dafür, dass wir nicht gezielt im Unterricht für den Informatik-Biber üben und erst zum zweiten Mal überhaupt daran teilnehmen:  Der Informatik-Biber unterscheidet mehrere Preiskategorien, von Teilnahme über Anerkennung, 3. Rang, 2. Rang und 1. Rang. 

Drei unserer Schülerinnen und Schüler gelang es, einen 2. Rang zu erzielen, nämlich Mia K.(7a), Luca F. (7a) und John B. (8a), allesamt mit dem Schulrekord von 136 Punkten! Herzlichen Glückwunsch zu diesem exzellenten Ergebnis, auf das Ihr wirklich stolz sein könnt! 

Doch auch unsere „Kleinen“ schlugen sich super und wir freuen uns in dieser Altersstufe über sehr viele 3. Ränge! Die besten Leistungen erzielten 2020 Samira B. (6a), Julia N. (6d), Selman D.(6b) und Marwah A. (6d) mit jeweils 120 Punkten. Das ist eine tolle Leistung!

Leider macht uns Corona mal wieder einen Strich durch die Rechnung und es ist uns nicht möglich, wie sonst bei solch freudigen Ereignissen Schulversammlungen einzuberufen und die Gewinner auf der Bühne öffentlich zu würdigen. Dennoch werden sie natürlich mit einem kleinen Preis und einer Urkunde aus den Händen ihrer IT-Lehrkraft geehrt, sobald der Präsenzunterricht wieder anläuft. Auch alle anderen Teilnehmer erhalten für ihr Engagement eine Urkunde.

Wir bedanken uns bei allen Schülerinnen und Schülern, die mitgefiebert und voller Eifer mitgewirkt haben und hoffen auf einer erneute erfolgreiche Teilnahme 2021!

– Kirsten Christiansen

Groß, klein, alt, neu, gezackt or eckig, …

Groß, klein, alt, neu, gezackt or eckig, …

– Krypto im Advent 2020 –

Schlüssel können viele Formen haben: Manche sind groß, andere schmal und klein, es gibt welche, die Zacken haben oder solche, die kreisförmige Vertiefungen aufweisen. Und dann gibt es Schlüssel, die gibt es gar nicht „in echt“ – nämlich digitale Ver- und Entschlüsselungssysteme, die dazu dienen sollen, Kommunikation im Internet sicherer zu machen (beispielsweise bei der Eingabe der Pin-Nummer am Bankautomaten). 

Daran möchte ein Wettbewerb Interesse wecken, den wir 2020 das erste Mal auf freiwilliger Basis an der Wallburg-Realschule angeboten haben: Krypto im Advent. Dieser Wettbewerb wird organisiert von der Karlsruher IT-Sicherheitsinitiative, der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe sowie dem IT-Unternehmen Secorvo.

Im Rahmen eines Adventsrätsels erhalten die als Geheimagentinnen und -agenten registrierten Schüler und Schülerinnen eine Kopfnuss via E-Mail bzw. auf der Krypto-Webseite, die es zu knacken gilt. Sie unterstützen die Figuren des Wettbewerbs, die Geheimagenten Krypto und Kryptina sowie den Agentenhund Kryptix dabei, erfolgreich für die Geheimagentenagentur zu ermitteln und sich gegen Spione zur Wehr zu setzen, die ihnen fortwährend das Leben schwer machen. Jeden Tag gilt es, eine geheime Botschaft zu entschlüsseln, um den Spionen zu entkommen oder diese an ihren bösen Machenschaften zu hindern.

Dabei müssen die Teilnehmenden, da die Kryptografie schon eine sehr alte Wissenschaft ist mit einer langen Tradition (ein tolles Video dazu findest du hier) eine Vielfalt an Dekordierungstechniken anwenden, vom Cäsar-Chiffre bis zur Enigma. Wusstest du, dass die Enigma im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Wehrmacht zur Verschlüsselung von Funksprüchen eingesetzt wurde? 1941 gelang es den Engländern mit Unterstützung der Polen, die Enigma zu knacken. Alan Turing entwickelte dafür einen der ersten Computer! 

Wer jetzt sagt: Ich habe aber keine Ahnung vom Entschlüsseln, der kann unbesorgt sein, denn zu jedem Auftrag bekommt man Zugriff auf ein Erklärvideo, welches das Prinzip der verwendeten Verschlüsselung erläutert. Daher ist Krypto im Advent sogar schon für Grundschüler machbar und verfügbar bis zur 9. Klasse, wobei zwischen Einsteigern (3. bis 6. Klasse) und Fortgeschrittenen (7. bis 9. Klasse) unterschieden wird. 

In diesem Jahr absolvierte ein Hilfsagent besonders erfolgreich die Entschlüsselungs-Aufgaben: Wir gratulieren Max B., Klasse 5a, zu seinem Preis und seinem tollen Erfolg! Leider ist es momentan Corona-bedingt nicht möglich, Ehrungen vorzunehmen, aber sicherlich werden wir, wenn der Präsenzunterricht wiederbeginnt, einen Weg finden, Hilfsagent Max schulintern auch noch einmal auszuzeichnen! Herzlichen Glückwunsch!

– Kirsten Christiansen