1000 Jahre Kunstgeschichte …

1000 Jahre Kunstgeschichte …

lagen in etwa zwischen den Stationen, die die Klasse 7d im Rahmen ihrer diesjährigen Kunstgeschichts-Exkursion nach Bamberg ansteuerte: Vom Comic-Fachgeschäft „Comixart“ angefangen über die Retrospektive „Transluzent“ der Bamberger Porzellan-Künstlerin Christiane Toewe bis hin zum mittelalterlichen Dom arbeiteten wir uns am 09.04.2019 durch (auf den ersten Blick) deutlich verschiedene Ausprägungsformen von Kunst, die sich nicht nur in ihrer zeitlichen Ansiedelung voneinander unterscheiden, sondern auch in ihrer Gattung – nämlich Architektur, Plastik sowie Zeichnung.

Und doch gibt es auf den zweiten Blick durchaus Schnittmengen, so beispielsweise zwischen der Architektur des Mittelalters und den beleuchteten Porzellan-Installationen von Christiane Toewe: In beiden Fällen spielen Lichteinfall und -wirkung eine zentrale Rolle für das Werk, die darauf abzielen, den Betrachter emotional anzusprechen. So wollte man vor allem in der Gotik den Menschen durch die großen und bunten Glasfenster einen Eindruck vom Himmel auf Erden im Haus Gottes geben, ebenso wie die Keramikmeisterin und Multimedia-Designerin Toewe das eigentlich kalte Material Porzellan weich und warm erscheinen lassen möchte, das oft mittels Sensoren sogar auf den Betrachter reagiert. Formale Parallelen existieren ferner zwischen Comics und mittelalterlicher Malerei: Beide verwenden bei der Figurendarstellung in der Regel schwarze Konturen, sind flächig in ihrer Darstellungsweise und zeigen Gesichter häufig als Schemata, statt individuelle Gesichtszüge darzustellen. 

Doch nicht nur in der Formensprache, sondern sogar inhaltlich lassen sich Gemeinsamkeiten erkennen zwischen den Porzellan-Installationen, der Kunst des Mittelalters und Comics: Alle drei Spielarten der bildenden Kunst offenbaren ein Sendungsbewusstsein des Künstlers. So stellte uns Volker Zauner, Leitung des Bamberger Comixart, unter anderem in seinem kurzweiligen Vortrag mehrere Bildergeschichten vor, die eine politische Botschaft transportierten, vom ersten „Tim und Struppi“ (1930) als Propaganda gegen Russland bis hin zu Art Spiegelmanns „Maus“, der für die Darstellung des Holocaust als erster Comic 1992 den Pulitzer-Preis gewann. Comics sind nämlich viel mehr als nur unterhaltsame und oft lustige Bildergeschichten!

Auch Christiane Toewe ist eine durchaus politische Künstlerin, wie ihr Werk „Mare Nostrum“ exemplarisch zeigt: Auf einer leuchtenden blauen Scheibe liegen Tagebuchseiten aus hauchdünnem Eierschalen-Porzellan, die mit persischer Schrift beschrieben sind. Doch nicht alle Seiten sind beschrieben, manche bleiben leer. Rasch gewinnt man den Eindruck, das vermeintliche Papier würde auf dem Wasser treiben – und genau das beabsichtigt die Künstlerin, die über ihr Werk schreibt: „In diesem fiktiven Tagebuch steht die Geschichte eines jungen Mannes der über ‚unser Meer‘ (= Mare nostrum, = Mittelmeer) Europa erreichen möchte. Sein Blick zurück in die Heimat, Gedanken an die Zukunft und vor allem Hoffnung auf Leben. Doch dann entsteht Unruhe im Boot. Es ist Nacht, der Motor stottert, Kinder weinen, Wasser dringt ein … Die letzten Seiten des Tagebuchs sind leer.“ Es ist keine Geschichte mit Happy End, die hier von einem jungen Flüchtling erzählt wird. Das Werk entstand kurz nachdem die humanitäre Seenot-Rettungskampagne für Flüchtlinge auf dem Mittelmeer mit dem Titel „Mare Nostrum“ eingestellt und abgelöst wurde von der Operation Triton, die eine gänzlich andere Zielsetzung hatte, nämlich das Sichern der EU-Außengrenzen.

Vom aktuellen politischen Geschehen ausgehend tauchten wir am Nachmittag hinein in die Vergangenheit und  befassten uns nicht nur mit der gesellschaftlichen Situation und den politischen Wirren im Allgemeinen, sondern auch mit Leben und Werk von Kaiser Heinrich II. und Kaiserin Kunigunde im Besonderen. Am meisten faszinierten die Schüler dabei wohl die Vielzahl der Erzählungen um das fromme und kunstbegeisterte Paar, beispielsweise die Tatsache, dass Kunigunde für ihre Zeit eine recht emanzipierte Frau war, die in Abwesenheit ihres Mannes die Regierungsgeschäfte übernahm. Oder auch die von Zuneigung geprägte Beziehung der beiden, was zur damaligen Zeit schon ein Glücksfall und durchaus unüblich war, die ihre reißerischste Ausdrucksform wohl in der Legende fand, Kunigunde sei nach einer Verleumdungskampagne über glühend heiße Pflugscharen gelaufen, ohne sich zu verletzen, um ihrem Mann dadurch zu demonstrieren, dass sie nicht fremdgegangen sei. Kunigunde hat also um 1000 nach Christus schon (von göttlicher Hand verliehene) Superkräfte bewiesen, lange bevor Marvel seine Superhelden mit eben solchen ausstattete – einmal mehr zeigt sich also eine Parallele zwischen Comics und dem Bamberger Kaiserdom!

Erschöpft durch die große Zahl der auf sie einprasselnden kunstgeschichtlichen Fakten und gefühlt 5 cm kleiner durch das viele Laufen und Stehen machte sich eine brave, aber dann doch müde IIIb-Klasse am Ende des Tages wieder auf den Weg zurück nach Eltmann. In Erinnerung behalten werden sie hoffentlich noch ein paar weitere interessante Fakten:

 

Wusstest Du schon … 

  • dass mit Max und Moritz der erste Comic im engeren Sinn in Deutschland entstanden ist?
  • dass der früheste Comic vermutlich schon vor etwa 5000 Jahren im alten Ägypten erfunden wurde, auf dem eine Bildergeschichte (ohne Hieroglyphen) über eine Ernte zu sehen ist?
  • dass der teuerste Comic die erste Superman-Ausgabe ist, die eine Million wert ist?
  • dass es minimale Formen von Comics gibt, bei denen die Figuren nur aus Punkten bestehen – oder sogar Comics, die nur aus Text bestehen und ganz auf Figuren verzichten?
  • dass Eierschalenporzellan maximal 1mm dick ist?
  • dass Porzellan in China erfunden wurde und viele Jahrhunderte lang so teuer war, dass es als „weißes Gold“ bezeichnet wurde?
  • dass Christiane Toewe für ein Werk 1000 Toilettenpapierrollen gesammelt hat?
  • dass der Dom ursprünglich außerhalb der Stadt stand?
  • dass adelige Herren früher ihre Hunde mit in den Dom nahmen?

Wir danken im Besonderen Volker Zauner von „Comixart“ dafür, dass er sich Zeit für uns – außerhalb der Öffnungszeiten – genommen und uns mit seinem eindrucksvollen Fachwissen in die faszinierende Welt der Comics entführt hat!

Autorin: Kirsten Christiansen

Ein herzlicher Dank geht an alle Sponsoren unserer Lesekisten!

Ein herzlicher Dank geht an alle Sponsoren unserer Lesekisten!

Neue, bunte Welten in grauen Kisten

Anlässlich des offiziellen Übergabetermins unserer Lesekisten möchten wir unseren bisherigen Sponsoren ganz herzlich danken für die großzügige Finanzierung der ersten Lesekisten. Ganze Klassensätze spannender, lustiger, schräger und auch zum Nachdenken anregender Kinder- und Jugendbücher konnten mit Ihrer Spende angeschafft werden.

Unser Dank gilt:

* dem Elternbeirat unserer Schule

* der Sparkasse Ostunterfranken (jetzt Sparkasse Schweinfurt-Haßberge)

* der Verwaltungsgemeinschaft Ebelsbach, insbesondere den Bürgermeistern der Gemeinden Ebelsbach,  Stettfeld, Kirchlauter und Breitbrunn

* dem Ehepaar Mahr von der Firma PID Tests & Engineering

* der Firma BBS aus Bamberg

* der Steuerberaterkanzlei Orf & Partner

*der Rechtsanwaltskanzlei Plischke und Kollegen

Wir freuen uns über weitere Sponsoren!

Schüleraustausch Frankreich

Mit gemischten Gefühlen und der Aufregung / der Vorfreude auf unsere Austauschpartner standen wir alle am 01.10.2018 um 7.30 Uhr mit unseren Eltern vor dem bereitstehenden Bus. Viele Tränen flossen bei der Verabschiedung von unseren Eltern. Die Aufregung wuchs mit jeder Treppenstufe beim Einsteigen in den Bus. 

Wie wird die Schule Jean Perrin in Saint-Paul-Trois-Châteaux sein?

Wie sind die Gasteltern?

Diese Gedanken schossen uns wild durch den Kopf. Während der Busfahrt lachten und sangen wir und schauten gemeinsam viele Filme. Um 21 Uhr erreichten wir endlich das langersehnte Ziel. Alle wurden von ihren Austauschpartnern herzlich begrüßt. Mit einem Gefühl von Erleichterung kamen wir Zuhause bei der Gastfamilie an und jeder schlief zufrieden ein.  

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück gingen wir mit unseren Austauschpartnern zum ersten Mal zum Collège. Sofort bemerkten wir die ganzen Unterschiede zu unserer Schule. Die Schule war rundum mit einem Zaun abgeriegelt, die Klassenzimmer waren viel älter als unsere. Zum ersten Mal schätzten wir das, was wir haben und bemerkten, wie gut es uns im Gegensatz zu anderen geht. Wir gingen alle ohne unseren Austauschpartner zum Markt im Zentrum von Saint-Paul. Vor Ort mussten wir die verschiedensten Aufgaben lösen. Als wir zusammen wieder am College angekommen waren, aßen wir gemeinsam in der Mensa der Schule. An den Geschmack mussten wir uns noch gewöhnen. Anschließend mussten wir uns bei der darauffolgenden Rallye in dieser großen Stadt zurechtfinden. Die verschiedensten Aufgaben wurden von uns gefordert. Zuerst sind wir an diesem langen Tag in das Trüffel Museum gegangen. Dort lernten wir durch die verschiedenen Fragen bei der letzten Rallye dieses Tages, die unterschiedlichen Trüffelsorten und viele andere Informationen, die wir noch nicht gewusst hatten, kennen. Abends waren wir zu einem Empfang im Rathaus von Saint-Paul eingeladen. Dort wurden wir vom Bürgermeister und einigen Stadträten herzlich begrüßt und bekamen ein kleines Gastgeschenk.

Am dritten Tag durften wir alle am Unterricht der Schule teilnehmen. Von allen Seiten der Klasse wurden wir neugierig betrachtet. Zu schnell gingen die zwei ersten Stunden für uns vorbei. Dennoch war der Tag für uns noch nicht zu Ende, wir durften mit unseren Lehrern den IT-Saal erkunden und dort mit Hilfe der Computer Genaueres über die Stadt und die Region Tricastin herausfinden. Besonders fasziniert hat uns die Tastatur des Computers, denn die Anordnung der Buchstaben und Zeichen waren völlig anders als bei uns. Danach durften wir alle nach Hause gehen. Während die einen die Geschäfte der Stadt erkundeten, gingen die anderen in die riesige Bowlinghalle von Saint-Paul. 

Am Donnerstag, dem vierten Tag unseres Aufenthaltes, fuhren wir nach Nyons, wo wir vor Ort eine Lavendeldistillerie besuchen konnten. Wir erfuhren viele interessante Informationen über den Herstellungsprozess des Betriebs. Der Duft der verschiedenen Lavendelarten (Berglandlavendel, Flachlandlavendel und die Kreuzung der beiden Arten) waren eine Explosion unserer „Geruchsknospen“. 

Einen großen Spaß hatten wir durch die Rallye, die uns kreuz und quer durch die Stadt führte. Nahe der Lavendelfabrik lag das Olivenmuseum, wo wir uns frei bewegen durften. Erschöpft genossen wir am Nachmittag die Ruhe zu Hause bei der Gastfamilie. 

Am darauffolgenden Tag fuhren wir (ohne unsere französischen Gastgeber) nach Montélimar. Vor Ort konnten wir durch die freundlichen Mitarbeiter verschiedene Sorten des für die Region typischen Nougats probieren. In einer weiteren Rallye ging es darum, die verschiedenen Arten und Fragen rund um den Nougat zu klären.

Am Wochenende ging jeder mit seiner Gastfamilie seiner eigenen Wege. Die einen genossen einfach nur die strahlende Sonne, die uns ein Lächeln ins Gesicht zauberte, die anderen gingen in Klettergärten, Höhlen oder besichtigten die wunderbaren Sehenswürdigkeiten und Schlösser.

Mit Vorfreude auf unsere Eltern und einigen Tränen in den Gesichtern der Schüler stiegen wir nach einer Woche in den Bus und traten die Heimreise an. Der Schüleraustausch 2018 hat uns nicht nur ein anderes Land gezeigt, sondern auch die Erfahrung gebracht, eine neue Kultur und Sprache kennen zu lernen.

Autorinnen: Lia Mücke / Lena Glückert

Basketball Bezirksfinale in Würzburg

Basketball Bezirksfinale in Würzburg

Sehr motiviert und voller Spiellust starteten die Jungen III Ende November in das Heimspiel gegen die Realschule Ebern. Die anfängliche Aufregung konnte schnell abgelegt werden, sodass wir das Spiel klar gewinnen konnten. Durch das hohe Spieltempo, die klasse Defense und gute Würfe in der Offense wurde der Vorsprung immer weiter ausgebaut und führte zum 52:30 Endstand. Wir danken den vielen Zuschauern für die Unterstützung und das fleißige Anfeuern!

Als Kreissieger reisten wir dann Ende Januar zum Bezirksfinale nach Würzburg. 

Gleich im ersten Spiel mussten unsere Jungs aus den Jahrgansstufen 5-8 gegen die hoch favorisierten Schüler des Deutschhaus Gymnasiums antreten. Gegen das schnelle Angriffsspiel des Gymnasiums fand man kein geeignetes Mittel und verlor am Ende deutlich. Doch die beiden weiteren Spiele verliefen auf Augenhöhe. So holten die Jungs aus Eltmann letztendlich zwei Siege gegen das Gymnasium aus Münsterschwarzach und der Realschule Aschaffenburg. In beiden Spielen musste jedoch bis zum Ende gezittert werden. Leider reichten zwei Siege aus drei Spielen nicht zum Einzug in die nächste Runde. Bester Scorer war Noah Weis.

White Horse Theatre “Move to Junk”

White Horse Theatre “Move to Junk”

Am 16. Januar besuchte das White Horse Theatre  die Wallburg-Realschule Eltmann, um für die Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Jahrgangsstufe eine Vorführung zu geben. Dieses pädagogische Tourneetheater führt englischsprachige Theaterstücke an deutschen Schulen auf und ist inzwischen europaweit die größte professionelle Theatergruppe dieser Art. (mehr …)