Chatregeln

Chatregeln

Welche Apps nutzt ihr denn am meisten?

Wie oft am Tag schaut ihr eigentlich auf euer Smartphone?

Mit diesen Fragen und der Aufforderung, das eigene Handyverhalten eine Woche lang zu beobachten, sahen sich die Schüler*innen des Wahlfach IT der 7. Klassen am Anfang des letzten Schuljahres konfrontiert. 

Schnell war klar, der Messenger-Dienst WhatsApp war für die meisten einer der größten Zeitfresser. Besonders der Klassenchat bekam sehr viel Aufmerksamkeit, vor allem während der 5. und 6. Klasse: „In der 5. Klasse waren nach einer Stunde auch schon mal 400 Nachrichten dazugekommen. Die muss man fei erstmal alle lesen…“, erzählte eine Schülerin. Ein anderer erinnerte sich, dass nachts um 3 Uhr gelegentlich auch Klassenmemory gespielt wurde. Aus heutiger Sicht waren sich die Siebtklässler einig: „Das war wirklich nervig!“

So entwickelte sich die Idee, dass der Klassenchat Regeln braucht, damit er seinen Sinn nicht verliert und alle sich freuen, wenn hier eine neue Nachricht aufblinkt. Das Wahlfach IT einigte sich auf sechs Regeln und erstellte ein Plakat im Design eines WhatsApp-Chats.

Nach einer coronabedingten Zwangspause für alle Wahlfächer konnten wir nach den Pfingstferien schließlich wieder starten. Also setzten wir uns an ein Drehbuch für ein selbst erstelltes Erklärvideo, um unserem Plakat Leben einzuhauchen. Die Schüler*innen kreierten mithilfe des Video-Erklärformates Simpleshow ihr eigenes Video. Am Ende stellten wir schließlich ein finales Erklärvideo zusammen. Nach arbeitsintensiven Stunden passte auch die Tonspur, die einige Schüler*innen selbst aufnahmen – mit einem super Ergebnis!!!

In den ersten Klassenleiterstunden des neuen Schuljahres 2021/22 wurden den 5. und 6. Klassen diese Regeln präsentiert. Wir hoffen, sie werden von allen erfolgreich umgesetzt, sodass der Klassenchat das ist, was er sein soll – ein fröhlicher und sinnvoller schulischer Austausch, in dem jeder dem anderen mit Rat und Tat zur Seite steht!

Silke Kaiser

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Schule daheim – Big Challenge daheim

Schule daheim – Big Challenge daheim

Auch in Sachen Big Challenge geht ein ungewöhnliches Jahr zu Ende: In Zeiten von Corona und Distanzunterricht konnten wir nicht wie üblich mit allen fünften bis achten Klassen (sowie interessierten Neuntklässlerinnen und Neuntklässlern) teilnehmen. Stattdessen boten wir dieses Jahr die Beteiligung auf freiwilliger Basis von Zuhause aus an. 

Sehr zufrieden waren wir dabei über die Anmeldequote, die unsere Erwartungen übertraf: 72 Schülerinnen und Schüler wollten sich trotz des Homeschooling-Stresses beteiligen. Auch in diesem Jahr gab es wieder schöne Preise zu gewinnen, von Powerbanks über Strandtücher bis zu Kaffeetassen sowie den begehrten Wandkalendern. Umso mehr freuen wir uns, dass wieder einige unserer Schüler Preise gewinnen konnten und gratulieren den folgenden Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern zu ihren tollen Ergebnissen:

  • beste Fünftklässlerin: Lucy W. (5a) mit 316 von 350 Punkten (bayernweiter Durchschnitt: 248 Punkte) 
  • beste Sechstklässlerin: Tabea D. (6d) mit 276 Punkten

(bayernweiter Durchschnitt: 233 Punkte)

  • bester Siebtklässler: David M. (7a) mit 296 Punkten

(bayernweiter Durchschnitt: 233 Punkte, Rang 70 bayernweit von 793)

  • beste Achtklässlerin: Eva G. (8b) mit 275 Punkten

(bayernweiter Durchschnitt: 241 Punkte, Rang 77 bayernweit von 327)

  • beste/r Neuntklässler/in: Jana V. und David H. (9d) mit 283 Punkten

(bayernweiter Durchschnitt: 238 Punkte, Rang 50 bayernweit von 274)

Wir hoffen, dass wir den Big Challenge im nächsten Jahr wieder geschlossen im Präsenzunterricht durchführen können und wünschen allen Gewinnern viel Spaß mit ihren Preisen!

– Kirsten Christiansen

 

Müllkunst

Müllkunst

Die Klassen 6b und 6d befassten sich im Kunstunterricht mit dem Thema Umweltverschmutzung und gestalteten dazu passend Müllkunst-Tierbilder im Stil von Adolfo Serra: Der Künstler malt einen Teil des Körpers eines Tiers, der Rest besteht aus Müll, den Adolfo bei Spaziergängen in der Umwelt gefunden hat. So machten sich die Sechstklässler und Sechstklässlerinnen eifrig daran, den Gelben Sack daheim zu plündern und stellten dabei (ganz gemäß des Trends zum Upcycling) fest, dass reizvolle Arragements entstehen, wenn man die eigentlich nicht besonders schönen Wegwerfprodukte kombiniert mit detaillierten Zeichnungen.

Weitere Werke findet Ihr in unserer Kunstgalerie!

– Kirsten Christiansen

Sketchnotes

Sketchnotes

Eine Sketchnote ist wörtlich übersetzt eine “gezeichnete Notiz”, es geht darum, Inhalte zusammenzufassen, zu strukturieren und teils zeichnerisch darzustellen. Dies ist aber nicht einfach eine Spielerei, sondern lernpsychologisch sehr sinnvoll, weil Bilder reinem Text überlegen sind, wenn es um das Abspeichern im Gedächtnis angeht. Unser Gehirn kann ein Bild sehr schnell erfassen, wohingehen es für das Entschlüsseln und Verstehen von Buchstaben deutlich länger braucht – man stelle sich nur vor, es gäbe statt Verkehrszeichen Schilder mit geschriebenen Anweisungen im Straßenverkehr!

Sinnvoll ist, eine Sketchnote analog zu einer Mindmap aufzubauen mit einem zentralen Begriff und von der Mitte ausgehenden, hierarchisch gegliederten Ästen mit Schlagworten, um die Vorteile beider Lern-Methoden miteinander zu verbinden. Auch Farben können das Lernen unterstützen, indem gleichrangige Informationen in derselben Farbe markiert werden (z. B. alle Künstlernamen). Die große Schwierigkeit bei einer Sketchnote ist wie bei einer Mindmap auch, einerseits alle wichtigen Informationen umfassend festzuhalten, andererseits aber auch genug Platz auf dem Blatt zu lassen, damit das Ergebnis noch übersichtlich erscheint und klar ist, welcher Unterast zu welchem Oberpunkt gehört. Der Einsatz von grafischen Mitteln wie Umrandungen, Pfeilen, (wenigen) verschiedenen Schriftarten usw. können aber auch hier eine Hilfe sein.

Die Klasse 9d hat sich bereits mehrfach an solchen Sketchnotes probiert und sich diese nicht ganz einfache Lerntechnik bereits gut angeeignet – Beweis sind die hier zu sehenden Sketchnotes, die die Kunstgeschichte der Romantik zusammenfassen!

– Kirsten Christiansen

Kunst in Zeiten des Homeschoolings

Kunst in Zeiten des Homeschoolings

In Zeiten des Distanzunterrichts führt der Kunstunterricht ein ziemlich ambivalentes Dasein: Die einen Schüler und Schülerinnen fragen sich, weshalb sie in diesen stressigen, besonderen Zeiten überhaupt noch Kunstunterricht haben, die anderen genießen die kreative Auszeit, die ihnen diese Stunden auch daheim gönnen. Natürlich wird dabei darauf geachtet, dass die Schüler und Schülerinnen daheim in puncto Material begrenzter sind als in der Schule, andererseits bietet das häusliche Umfeld auch eine Vielfalt an Möglichkeiten, die in der Schule nicht oder nur schwerlich zu finden sind, und erlaubt damit auch die Behandlung von Themen, die sonst so wohl nicht auf dem Stundenplan im Präsenzunterricht stehen würden.

Mit Feuereifer dabei war u.a. die Klasse 5a, die sich auch bei freiwilligen Zwischenthemen immer kreativ und interessiert mit großem Engagement einbrachte. Hier ein paar Beispiele:

– Kirsten Christiansen

Natur und Kunst

Natur und Kunst

Das scheint auf den ersten Blick ein Widerspruch, aber spätestens seit Aufkommen der Strömung der Land Art in den Sechziger Jahren in den USA ist offenkundig, wie gut beides zusammengehen kann: Dieser Kunstrichtung ging es darum, Kunst in der Natur zu gestalten, und das auch noch (bei der Land Art im engeren Sinn) mit Naturmaterialien. Die oft riesigen Werke führen dazu, dass man eine bekannte Umgebung mit anderen Augen sieht, irritiert durch die offenkundig von menschlicher Hand vorgenommene Veränderung – was schon als selbstverständlich angenommen und gar nicht mehr bewusst zur Kenntnis genommen wurde, wird plötzlich wieder aufmerksam betrachtet. Hinzu kommt, dass diese Kunstwerke oft nur zeitweise verfügbar sind; Robert Smithsons berühmte „Spiral Jetty“ z. B., eine Steinspirale im Großen Salzsee in Utah, war je nach Wasserstand mal sichtbar, mal nicht. Andy Goldsworthys Farbverläufe aus Blättern blieben nur wenige Wochen erhalten, bevor sie verwelkten oder weggeweht wurden. Diese Vergänglichkeit macht eine fotografische Dokumentation nötig. 

Der Ansatz der Land Art, ein neues Bewusstsein zu schaffen für die Schönheit der Natur, aber auch für ihre Vergänglichkeit, passt im wahrsten Sinn des Wortes natürlich sehr gut zu unserer Umweltschule – und er ist auch der Grund, weshalb sich viele Land Art-Künstler auch für den Umweltschutz engagieren, wie z. B. der Brite Andy Goldsworthy. Nachempfunden (im kleinen Stil :)) haben dies die Klassen 6b und 6d im Rahmen des Kunst- und Distanzunterrichts, wobei immer auch wichtig sein sollte, sparsam mit den (unbedenklichen) Materialien umzugehen, um die Tier- und Pflanzenwelt zu schonen. Dabei sind sehr unterschiedliche, tolle kleine Werke entstanden; mal haben Schüler und Schülerinnen Gesichter in Naturmaterialien entdeckt und diese  vollendet, mal entstanden Mandala-artige, geometrische Arrangements aus allem, was der eigene Garten so hergab … aber seht selbst:

– Kirsten Christiansen