Designwettbewerb Schokolade

Designwettbewerb Schokolade

Wer zeichnet oder malt gerne? Bis 16.10. können Vorschläge für ein neues Schokoladenverpackungs-Design bei Frau Christiansen abgegeben werden!

Wenn Du gewinnst, wird Dein Werk dann tatsächlich von der Stadt Eltmann auf eine Schokoladentafel gedruckt, die es in Eltmann zu kaufen geben wird. Gesucht wird ein neutrales Motiv, das für alle Anlässe geeignet ist. Es muss auch keinen Bezug zu Eltmann haben, da es dafür extra ein touristisches Motiv geben wird. Von gegenständlichen bis zu abstrakten Motiven ist beim gesuchten neutralen Motiv also alles möglich!

Du solltest Dein Bild dreifach vergrößert anfertigen (Maße siehe Flyer), dabei aber darauf achten, nicht zu kleine Details darzustellen. Damit das Motiv gut zu erkennen ist und die Verpackung gleich ins Auge sticht, sollten kräftige Farben verwendet werden und eventuell auch schwarze Kontur. Gerne kannst Du bei der Ausarbeitung die Farben (Türkis / Kiwigrün) und Formen des Fairtrade-Logos der Stadt Eltmann berücksichtigen, das auch mit auf die Verpackung gedruckt wird.

Gib Dein fertiges Bild bis spätestens 16.10. bei Frau Christiansen ab – mit etwas Glück gewinnst Du einen Gutschein für den Comixart Bamberg und ein Stifteset! Außerdem erhält jeder Teilnehmer für sein Engagement 2 Stempel in den Helferpass der SMV.

1000 Jahre Kunstgeschichte …

1000 Jahre Kunstgeschichte …

lagen in etwa zwischen den Stationen, die die Klasse 7d im Rahmen ihrer diesjährigen Kunstgeschichts-Exkursion nach Bamberg ansteuerte: Vom Comic-Fachgeschäft „Comixart“ angefangen über die Retrospektive „Transluzent“ der Bamberger Porzellan-Künstlerin Christiane Toewe bis hin zum mittelalterlichen Dom arbeiteten wir uns am 09.04.2019 durch (auf den ersten Blick) deutlich verschiedene Ausprägungsformen von Kunst, die sich nicht nur in ihrer zeitlichen Ansiedelung voneinander unterscheiden, sondern auch in ihrer Gattung – nämlich Architektur, Plastik sowie Zeichnung.

Und doch gibt es auf den zweiten Blick durchaus Schnittmengen, so beispielsweise zwischen der Architektur des Mittelalters und den beleuchteten Porzellan-Installationen von Christiane Toewe: In beiden Fällen spielen Lichteinfall und -wirkung eine zentrale Rolle für das Werk, die darauf abzielen, den Betrachter emotional anzusprechen. So wollte man vor allem in der Gotik den Menschen durch die großen und bunten Glasfenster einen Eindruck vom Himmel auf Erden im Haus Gottes geben, ebenso wie die Keramikmeisterin und Multimedia-Designerin Toewe das eigentlich kalte Material Porzellan weich und warm erscheinen lassen möchte, das oft mittels Sensoren sogar auf den Betrachter reagiert. Formale Parallelen existieren ferner zwischen Comics und mittelalterlicher Malerei: Beide verwenden bei der Figurendarstellung in der Regel schwarze Konturen, sind flächig in ihrer Darstellungsweise und zeigen Gesichter häufig als Schemata, statt individuelle Gesichtszüge darzustellen. 

Doch nicht nur in der Formensprache, sondern sogar inhaltlich lassen sich Gemeinsamkeiten erkennen zwischen den Porzellan-Installationen, der Kunst des Mittelalters und Comics: Alle drei Spielarten der bildenden Kunst offenbaren ein Sendungsbewusstsein des Künstlers. So stellte uns Volker Zauner, Leitung des Bamberger Comixart, unter anderem in seinem kurzweiligen Vortrag mehrere Bildergeschichten vor, die eine politische Botschaft transportierten, vom ersten „Tim und Struppi“ (1930) als Propaganda gegen Russland bis hin zu Art Spiegelmanns „Maus“, der für die Darstellung des Holocaust als erster Comic 1992 den Pulitzer-Preis gewann. Comics sind nämlich viel mehr als nur unterhaltsame und oft lustige Bildergeschichten!

Auch Christiane Toewe ist eine durchaus politische Künstlerin, wie ihr Werk „Mare Nostrum“ exemplarisch zeigt: Auf einer leuchtenden blauen Scheibe liegen Tagebuchseiten aus hauchdünnem Eierschalen-Porzellan, die mit persischer Schrift beschrieben sind. Doch nicht alle Seiten sind beschrieben, manche bleiben leer. Rasch gewinnt man den Eindruck, das vermeintliche Papier würde auf dem Wasser treiben – und genau das beabsichtigt die Künstlerin, die über ihr Werk schreibt: „In diesem fiktiven Tagebuch steht die Geschichte eines jungen Mannes der über ‚unser Meer‘ (= Mare nostrum, = Mittelmeer) Europa erreichen möchte. Sein Blick zurück in die Heimat, Gedanken an die Zukunft und vor allem Hoffnung auf Leben. Doch dann entsteht Unruhe im Boot. Es ist Nacht, der Motor stottert, Kinder weinen, Wasser dringt ein … Die letzten Seiten des Tagebuchs sind leer.“ Es ist keine Geschichte mit Happy End, die hier von einem jungen Flüchtling erzählt wird. Das Werk entstand kurz nachdem die humanitäre Seenot-Rettungskampagne für Flüchtlinge auf dem Mittelmeer mit dem Titel „Mare Nostrum“ eingestellt und abgelöst wurde von der Operation Triton, die eine gänzlich andere Zielsetzung hatte, nämlich das Sichern der EU-Außengrenzen.

Vom aktuellen politischen Geschehen ausgehend tauchten wir am Nachmittag hinein in die Vergangenheit und  befassten uns nicht nur mit der gesellschaftlichen Situation und den politischen Wirren im Allgemeinen, sondern auch mit Leben und Werk von Kaiser Heinrich II. und Kaiserin Kunigunde im Besonderen. Am meisten faszinierten die Schüler dabei wohl die Vielzahl der Erzählungen um das fromme und kunstbegeisterte Paar, beispielsweise die Tatsache, dass Kunigunde für ihre Zeit eine recht emanzipierte Frau war, die in Abwesenheit ihres Mannes die Regierungsgeschäfte übernahm. Oder auch die von Zuneigung geprägte Beziehung der beiden, was zur damaligen Zeit schon ein Glücksfall und durchaus unüblich war, die ihre reißerischste Ausdrucksform wohl in der Legende fand, Kunigunde sei nach einer Verleumdungskampagne über glühend heiße Pflugscharen gelaufen, ohne sich zu verletzen, um ihrem Mann dadurch zu demonstrieren, dass sie nicht fremdgegangen sei. Kunigunde hat also um 1000 nach Christus schon (von göttlicher Hand verliehene) Superkräfte bewiesen, lange bevor Marvel seine Superhelden mit eben solchen ausstattete – einmal mehr zeigt sich also eine Parallele zwischen Comics und dem Bamberger Kaiserdom!

Erschöpft durch die große Zahl der auf sie einprasselnden kunstgeschichtlichen Fakten und gefühlt 5 cm kleiner durch das viele Laufen und Stehen machte sich eine brave, aber dann doch müde IIIb-Klasse am Ende des Tages wieder auf den Weg zurück nach Eltmann. In Erinnerung behalten werden sie hoffentlich noch ein paar weitere interessante Fakten:

 

Wusstest Du schon … 

  • dass mit Max und Moritz der erste Comic im engeren Sinn in Deutschland entstanden ist?
  • dass der früheste Comic vermutlich schon vor etwa 5000 Jahren im alten Ägypten erfunden wurde, auf dem eine Bildergeschichte (ohne Hieroglyphen) über eine Ernte zu sehen ist?
  • dass der teuerste Comic die erste Superman-Ausgabe ist, die eine Million wert ist?
  • dass es minimale Formen von Comics gibt, bei denen die Figuren nur aus Punkten bestehen – oder sogar Comics, die nur aus Text bestehen und ganz auf Figuren verzichten?
  • dass Eierschalenporzellan maximal 1mm dick ist?
  • dass Porzellan in China erfunden wurde und viele Jahrhunderte lang so teuer war, dass es als „weißes Gold“ bezeichnet wurde?
  • dass Christiane Toewe für ein Werk 1000 Toilettenpapierrollen gesammelt hat?
  • dass der Dom ursprünglich außerhalb der Stadt stand?
  • dass adelige Herren früher ihre Hunde mit in den Dom nahmen?

Wir danken im Besonderen Volker Zauner von „Comixart“ dafür, dass er sich Zeit für uns – außerhalb der Öffnungszeiten – genommen und uns mit seinem eindrucksvollen Fachwissen in die faszinierende Welt der Comics entführt hat!

Autorin: Kirsten Christiansen

Kunstausflug nach München

Mit vielen Grüßen aus München!

Am 16. Februar machten wir uns mit unserer Kunstlehrerin Frau Büller auf nach München, um die Städtische Galerie im Lenbachhaus zu besuchen. Ausgestattet mit Audio-Guides durften wir alle Räume selbstständig erkunden. Es war sehr faszinierend, die ganz unterschiedlichen Bilder der Künstler, die wir im Kunstunterricht besprochen hatten, in echt zu sehen: Franz Marc, August Macke, Wassily Kandinsky sowie Paul Klee und Gabriele Münter. Wenn man sich Zeit gelassen hat, um alles genau zu betrachten, konnte man aber auch viel Neues entdecken. Besonders die Kunst ab 1945, also der moderne Teil der Ausstellung mit all den zum Teil sehr abstrakten Werken, ist ziemlich cool, sehr spannend und inspirierend. Ein paar Räume sind hingegen noch so erhalten, wie sie Franz von Lenbach vor gut 100 Jahren bewohnt hat: dunkel, prunkvoll, erdrückend und mit goldenen Decken. Wir haben viele Fotos gemacht, um uns daheim noch an alles erinnern zu können. Anschließend durften wir in die Münchner Innenstadt,  was natürlich auch super war.

Wir hatten einen interessanten Tag in München; es war mal etwas ganz anderes, eine willkommene Abwechslung. Danke für den schönen Ausflug.

Autor: Klasse 10d

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Dieses Zitat von Hermann Hesse könnte man im doppelten Sinne als Motto des Kalligrafie-Kurses der 6a und 9e am 22.7.2015 ansehen. Einerseits demonstrierte die professionelle Kalligrafin Andrea Wunderlich daran ihr kalligrafisches Können mit dem selbst gebastelten Cola-Pen, andererseits trifft er sehr gut die Atmosphäre, die heute im Zeichensaal herrschte. Rasch sprang der Funke auf die Schüler über, und so machte sich die 6a zunächst mit Feuereifer daran, ihren Namen zu schablonieren… dabei ging es sowohl darum, mit der Komposition des Bildes zu experimentieren (z. B. Wie kann ich die Buchstaben anordnen, wenn ich ein längeres Wort auf eine Karte schreiben möchte, diese aber nicht alle der Reihe nach darauf passen?) als auch darum, mittelalterliche Initialen nachzuempfinden, indem entweder der Buchstabe selbst oder sein „Drumrum“ verziert wurde. Durch den Einsatz von Schablonen gelang es außerdem, auch die Schüler zu motivieren, die sonst mit Kunst auf Kriegsfuß stehen oder meinen, schlichtweg nicht schön schreiben zu können. Im Anschluss wurden verschiedene Schreibgeräte ausprobiert, von der Bandzugfeder über eine Gänsefeder bis hin zu einem Bambusrohr oder einem 3 cm breiten Automatic Pen.

Die 9e machte sich danach daran, selbt ein Schreibgerät aus einer Dose zu bauen und auszuprobieren. Sichtbar gut tat den Schülern die Ansage, einfach drauflos probieren zu dürfen und möglichst wenig kontrolliert und überlegt an das Schreiben heranzugehen. Auch die meditative Vertiefung und Konzentration empfanden sie als angenehm. So wurden nach Herzenslust verschiedene Schriftbreiten, Farbverläufe und Formen ausprobiert. Die ansprechenden Ergebnisse überzeugten nicht nur die Schüler: