Die „Blaue Perle“ – unsere Erde verstehen und schützen

Die „Blaue Perle“ – unsere Erde verstehen und schützen

Wie ist unsere Erde entstanden? Was macht unseren Planeten einzigartig und welche Verantwortung tragen wir für seinen Schutz? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Fr. Dirscherl und Fr. Müller der Wallburg-Realschule bei der dreitägigen Lehrerfortbildung „Die Blaue Perle“.

Das von Dr. Cecilia Scorza-Lesch (LMU München) entwickelte Programm richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Jahrgangsstufe. Es verbindet naturwissenschaftliche Bildung mit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Ausgehend vom Blick aus dem Weltraum auf unsere Erde, die „blaue Perle“, werden Themen wie die Entstehung und Entwicklung der Erde, das Sonnensystem, Klimawandel, Klimaschutz und nachhaltiges Leben altersgerecht vermittelt.

Im Mittelpunkt der Fortbildung standen neben fachlichen Impulsen vor allem praktische Aktivitäten und Experimente. In verschiedenen Werkstattmodulen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Materialien selbst ausprobieren, Modelle gestalten und konkrete Ideen für den Einsatz im Unterricht entwickeln.

Ein besonderes Highlight war die Begegnung mit Prof. Dr. Harald Lesch, der ebenfalls vor Ort war. Eine besondere Verbindung zur Wallburg-Realschule besteht bereits durch den von ihm und seinem Team entwickelten LMU-Klimakoffer. Dieser wird an unserer Schule in der 9. Jahrgangsstufe eingesetzt und dient unter anderem als Einstieg in die Projektpräsentation.

Ausgangspunkt beim Einsatz im Geographieunterricht ist der Blick aus dem Weltraum auf unsere Erde: Aus dieser Perspektive erscheint sie als kleine, faszinierende „blaue Perle“ inmitten des riesigen Universums – ohne sichtbare Grenzen zwischen den Ländern. Das Programm möchte bei Kindern Staunen und Neugier für die Naturwissenschaften wecken und gleichzeitig ein Bewusstsein dafür schaffen, dass wir alle Verantwortung für unseren gemeinsamen Heimatplaneten tragen.

Denn wer unsere Erde als einzigartige „blaue Perle“ kennen und schätzen lernt, entwickelt auch ein Bewusstsein dafür, warum es sich lohnt, sie zu schützen.

M. Dirscherl und S. Müller 

,,MINT meets BNE‘‘: Vier Tage mit dem Klimakoffer

,,MINT meets BNE‘‘: Vier Tage mit dem Klimakoffer

Wie funktioniert der Treibhauseffekt? Was hat die Farbe einer Oberfläche mit der Erderwärmung zu tun? Und welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf unsere Lebenswelt? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die vier 9. Klassen unserer Schule an jeweils einem Projekttag unter dem Motto „MINT meets BNE – Klimawandel verstehen und handeln“.

Im Mittelpunkt der vier Projekttage stand der Klimakoffer, mit dem die Schülerinnen und Schüler zentrale Zusammenhänge des Klimawandels nicht nur theoretisch kennenlernten, sondern durch Experimente selbst untersuchen und nachvollziehen konnten.

Der Projekttag begann zunächst mit einem besonderen Blick auf die Natur. Da viele unserer Schülerinnen und Schüler in einer ländlich geprägten Umgebung leben, ging es in der ersten Stunde um die Frage, welche Bedeutung Natur für unser eigenes Leben hat. Bei verschiedenen Impulsen und Gesprächen setzten sich die Jugendlichen mit ihren persönlichen Naturerfahrungen auseinander und reflektierten, was sie an ihrer Heimat und der sie umgebenden Natur schätzen.

Dabei wurde deutlich: Nur was wir kennen und als wertvoll wahrnehmen, sind wir auch bereit zu schützen. Die Wertschätzung der Natur bildete damit den Ausgangspunkt für die anschließende Auseinandersetzung mit dem Klimawandel.

Anschließend ging es in die praktische Arbeit mit dem Klimakoffer. In verschiedenen Experimenten erforschten die Schülerinnen und Schüler unter anderem die Wirkung von Treibhausgasen, die Absorption von Wärmestrahlung und den Albedo-Effekt.

Sie stellten Vermutungen auf, führten selbstständig Experimente durch, beobachteten die Ergebnisse und werteten ihre Messungen aus. Auf diese Weise wurden komplexe physikalische Zusammenhänge anschaulich und greifbar. Die Schülerinnen und Schüler konnten nachvollziehen, welche naturwissenschaftlichen Prozesse hinter dem Klimawandel stehen und warum ein grundlegendes Verständnis der Vorgänge im Klimasystem notwendig ist, um die Folgen des Klimawandels beurteilen zu können.

Ein zentraler Bestandteil der Projekttage war die Verbindung mit der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). BNE ist im LehrplanPLUS kein eigenes Fach, sondern ein übergreifendes Bildungs- und Erziehungsziel. Schülerinnen und Schüler sollen dazu befähigt werden, Zusammenhänge zu verstehen, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen, Verantwortung zu übernehmen und ihre Zukunft aktiv mitzugestalten.

Genau diese Verbindung wurde an den Klimakoffer-Tagen deutlich: Die Naturwissenschaften liefern wichtige Erkenntnisse über den Klimawandel – BNE stellt die Frage, was wir mit diesem Wissen anfangen und wie wir unsere Zukunft gestalten wollen.

In der letzten Stunde kehrten die Schülerinnen und Schüler wieder in ihren regulären Unterricht nach Stundenplan zurück. Die Lehrkräfte hatten dabei die Möglichkeit, die Erkenntnisse des Tages aufzugreifen und mit den jeweiligen Fachinhalten zu verknüpfen.

So wurde beispielsweise im Geschichtsunterricht, in dem aktuell das Thema Nationalsozialismus behandelt wird, eine Verbindung zum Klimawandel hergestellt und die Frage nach Verantwortung und den Folgen menschlichen Handelns aus historischer und aktueller Perspektive betrachtet. Auch in anderen Fächern konnten die Schülerinnen und Schüler ihre neu gewonnenen Erkenntnisse aufgreifen und weiterentwickeln.

Damit wurde ein wichtiger Gedanke der Bildung für nachhaltige Entwicklung sichtbar: Klimawandel ist kein Thema eines einzelnen Faches. Physik und Geographie erklären die wissenschaftlichen Grundlagen, andere Fächer ermöglichen es, Zusammenhänge zu analysieren, kritisch zu hinterfragen, zu diskutieren und unterschiedliche Perspektiven einzunehmen.

Die vier Klimakoffer-Tage waren somit ein weiterer Baustein auf dem Weg unserer Schule, BNE und Klimaschutz fächerübergreifend im Schulalltag zu verankern. Denn wer die Zukunft gestalten möchte, muss zunächst verstehen, was in der Welt passiert – und erkennen, welchen Beitrag jeder Einzelne leisten kann.

Steinbruch

Steinbruch

Die Klasse 9c besuchte am 17. November 2025 im Rahmen des Geografieunterrichts den Steinbruch in Eltmann.

Geographie an der Wallburg- Realschule – Lernen mit Blick auf die Welt

Geographie an der Wallburg- Realschule – Lernen mit Blick auf die Welt

Das Fach Geographie wird an unserer Realschule in den Jahrgangsstufen 5 bis 9 unterrichtet. Dabei geht es nicht nur um Länder, Karten und Kontinente – Geographie lebt vom Verstehen globaler Zusammenhänge und vom Erleben der Welt im Alltag.

 Nachhaltigkeit im Fokus – die SDGs im Unterricht Seit dem Schuljahr 2023/24 setzt u.a. die Fachschaft Geographie bei der Projektpräsentation der 9. Klassen jedes Jahr eines der Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen um. Im Schuljahr 2023/24 stand das SDG 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ im Mittelpunkt. Dabei entwickelten die Schüler:innen konkrete Ideen, wie Klimaschutz an unserer Schule umgesetzt werden kann. Das Engagement wurde mit dem Siegel „Klimaschule“ ausgezeichnet. Im Schuljahr 2024/25 wurden gleich zwei SDGs thematisiert: SDG 6 „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen“ sowie SDG 14 „Leben unter Wasser“. Hier beschäftigten sich die Klassen intensiv mit dem Wert von Wasser und dem Schutz der Ozeane. Im aktuellen Schuljahr stehen die SDGs 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ und 12 „Nachhaltiger Konsum und Produktion“ auf dem Programm – Themen, die sich hervorragend in den Lehrplan der 9. Klasse einfügen und den Schülerinnen und Schülern einen direkten Bezug zu ihrem Alltag ermöglichen. Wettbewerb und Exkursionen – Lernen mit Praxisbezug Neben den SDG-Projekten bietet die Fachschaft Geographie zahlreiche Aktionen und Exkursionen an: 

  • Teilnahme am DIERCKE WISSEN-Wettbewerb, bei dem Deutschlands beste Geographieschüler:innen gesucht werden.
  • Exkursionen, unter anderem zum Bauernhof oder in den Weltladen Eltmann, um regionale und globale Wirtschaftskreisläufe erlebbar zu machen.
  • Planspiele bringen komplexe Themen spannend und interaktiv in den Unterricht:

Das Planspiel „Fairkleidet“ zeigt in der 7. Jahrgangsstufe auf unterhaltsame Weise die Problemfelder der weltweiten Kleidungsproduktion. 

In der 9. Jahrgangsstufe findet das Planspiel „Wasser ist für alle da“ der Regierung von Unterfranken statt, bei dem die Schülerinnen und Schüler über die gerechte Verteilung der Ressource Wasser diskutieren und Lösungen erarbeiten. 

Durch diese vielfältigen Aktivitäten gelingt es dem Fach Geographie, Wissen, Werte und Verantwortungsbewusstsein miteinander zu verbinden – ganz im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.