Vom 13. bis 30. Juli war an der Wallburg‑Realschule die Wanderausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ der Friedrich‑Ebert‑Stiftung zu Gast. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Demokratie im Alltag funktioniert – und warum sie dort besonders verletzlich ist, wo Menschenwürde und Vielfalt unter Druck geraten.
Die Ausstellung ist bewusst so gestaltet, dass sie Jugendliche aktiv einbindet: Sie besteht aus drei beleuchteten doppelseitigen Stelen, einem interaktiven Medientisch sowie einer Würfelwand. Inhaltlich spannt sie den Bogen von den Grundlagen demokratischer Prinzipien über Erscheinungsformen rechtsextremer Weltbilder bis hin zu Gegenstrategien und Möglichkeiten des Engagements.
Gerade dieser Perspektivwechsel – nicht nur „wogegen“ zu sein, sondern auch zu klären, wofür man einsteht – machte die Station in unserer Schule besonders anschlussfähig: Demokratie nicht als abstraktes Kapitel im Schulbuch, sondern als Haltung, die im Schulalltag beginnt.
Das klare Highlight für viele Jugendliche war der interaktive Medientisch. Hier ließ sich selbstständig recherchieren, vergleichen und vertiefen – mit kurzen Clips, Interviews und interaktiven Elementen.
Besucht wurde die Ausstellung im Geschichtsunterricht, vor allem von den 8. und 9. Klassen. Für die Lerngruppen bot die Ausstellung einen gelungenen Rahmen, um abstrakte Begriffe wie Demokratie anschaulich nachvollziehen zu können, Fragen zu klären und über aktuelle Bezüge nachzudenken und sich auszutauschen – denn die Inhalte funktionieren sowohl im gemeinsamen Austausch als auch im individuellen Erkunden.
So wurde aus dem Ausstellungsbesuch mehr als ein Rundgang: Er wurde zu einer Lerngelegenheit, in der Neugier, Diskussion und Orientierung zusammenkamen – und in der Demokratie als etwas erfahrbar wurde, das man schützen und mitgestalten muss.
– Kirsten Christiansen