

– Projektpräsentation der 9. Klassen –
Das Gedicht mit diesem Titel von Samuel Coleridge ist fast 200 Jahre alt, und doch inhaltlich so aktuell wie vielleicht nie zuvor: Es beschreibt die Klage eines Seemanns, von Salzwasser umgeben zu sein und doch keinen Schluck davon trinken zu können. Ähnlich ergeht es vielen Menschen global betrachtet heute: Durch das Schmelzen der Pole wird der Meeresspiegel ansteigen – und gleichzeitig haben laut UNICEF 2,2, Milliarden Menschen keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser. Oft ist dies übrigens auch ein Grund, weshalb Kinder nicht zur Schule gehen können, da sie Wasser für die Familie holen müssen.
In diesem Schuljahr befassten sich alle neunten Klassen im Rahmen ihrer Projektpräsentation im Juni bzw. Juli mit dem Thema Wasser – und bestaunten die große Bandbreite dieses zunächst vielleicht etwas unspektakulären Themas:
- Gruppen aus der Klasse 9a befassten sich mit Wasserkraftwerken und machten Wasserrecycling anschaulich. Eine Gruppe beleuchtete den Weg von der Quelle, in die Haushalte und abschließend in den Main, während eine weitere Gruppe anhand der Kläranlage aufzeigte, wie wichtig es ist, das Wasser gereinigt wieder dem Kreislauf zurückzuführen. Eingehend machte ein weiteres Team auf die Verschmutzung der Weltmeere aufmerksam.
- Melissa, Sara, Tiziano und Benno aus der Klasse 9b renovierten den Wasserlauf auf dem Pausenhof und verzierten diesen mit Mosaiken in Wellenform. Damit wird auf das Menschenrecht aufmerksam gemacht, Zugang zu sauberem Wasser und Sanitärversorgung zu haben. Gleichzeitig bleibt der Wasserlauf erhalten, der in heißen Sommertagen in den Pausen eine erfrischende Abkühlung für unsere Schülerinnen und Schüler bietet. Nach Schulschluss wird das angestaute Wasser auch gerne von Vögeln und Bienen als Trinkquelle genutzt.
- Fabio, Lucy, Milla, Laura und Eva verglichen Leitungs- und Mineralwasser miteinander. Sie verglichen Proben aus dem Leitungswasser in der Schule mit dem Wasser aus vier gekauften Flaschen und erstellten ein Video über ihre Erkenntnisse. Isabella, Leni, Lenny und Elisa hingegen stellten Wasser aus dem Wasserspender dem Wasser aus der Leitung gegenüber und machten u. a. mit einem Aushang im Schulhaus auf die gute Qualität des Wassers aufmerksam.
- Gruppen der 9b und 9c (Lenny, Benjamin, Marco, Flynn) renaturierten den Schulteich, legte im Uferbereich neue Wasserpflanzen an, die sie mit einem Kuchenverkauf finanziert hatten und setzten Fische ein. Das verbliebene Geld wurde an Viva con Agua gespendet.
- Dieselbe Gruppe der 9c befasste sich mit dem Thema Wasserknappheit und schilderten die Evolution des Wassers anhand einer Zeitreise. Zusammen mit der Klasse 5a und Frau Dirscherl besichtigten sie die Kläranlage in Ebelsbach.
- Arian, Paul, Artem und Leo aus der Klasse 9d stellten unter anderem eine Sammelbox für leere Pfandflaschen in der Aula auf, in der nicht nur während des Schulalltags, sondern auch bei Schulveranstaltungen Mehrweg- und Einwegflaschen gespendet werden konnten zugunsten der gemeinnützigen Organisation „Viva von Aqua“.
- Samuel, Victoria, Anna K. und Melissa beschäftigten sich mit Wasser als Transport- und Fluchtwegen. Sie nahmen Kontakt auf zum Verein „Freund statt Fremd“ in Bamberg und organisierten eine Spendenaktion, bei der rund 100 Euro zusammenkamen, welche im Rahmen eines Besuchs- und Interviewtermins übergeben wurden.
- Anna R., Jana S., Lucy und Sofiia zeigten anhand eines Hausmodells auf, in welchen Räumen der Wasserverbrauch am größten ist und erklärten u. a. auch die relativ hohen Werte für das Kinderzimmer, die durch virtuelles Wasser, also den indirekten Wasserverbrauch bei der Produktion, in diesem Fall von Spielzeugen, zustande kommen.
- Lennis, Ruby, Leonie und Frieda verglichen die Vor- und Nachteile verschiedener Kraftwerke anschaulich mit Hilfe eines Sterne-Ranking und erstellten eine Webseite, die nähereInformationen zu den mit den verschiedenen Kraftwerkstypen verbundenen Kosten usw. liefert.
Einmal mehr stand die Projektpräsentation unter einem globalen Leitthema, das für alle neunten Klassen gleichermaßen galt und welches zu unserem Schulprofil als Klima- und Umwertschule passt. Besonders stolz sind wir u. a auf die Pfandflaschensammlung, die mit Kleinstbeträgen, die jeder verschmerzen kann, alleine bis zum Präsentationstermin am 03.07. über 130 Euro für Viva con Agua sammelte – die Aktion soll mindestens bis Ende des Jahres fortgesetzt werden und, sofern möglich, auch im kommenden Schuljahr weiterlaufen. Auch die Spendensammlung zugunsten „Freund statt fremd e. V.“ passt sehr gut zu unserem Schulprofil und bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die Lebens- und Leidensgeschichten von Flüchtlingen persönlich kennenzulernen und Integration durch eine Spende zu fördern. Wir hoffen auf ähnlich produktive Aktionen im kommenden Jahr und danken unseren Schülern für ihren engagierten Einsatz beim Müllsammeln, bei den Workshops für die „Kleinen“, bei den Spendensammlungen usw.!
– Kirsten Christiansen