Eine Woche ohne Plastik
Mitmachaktion des Fairtrade- und Umweltteams vom 16. bis 20.03.2026
Viele Menschen fasten vor Ostern – teils verzichten sie auf Schokolade, teils auf ihr Handy, das Autofahren oder Alkohol. Doch man kann auch viele andere, schädliche Dinge zumindest zeitweise aus seinem Leben verbannen; natürlich immer mit der Hoffnung, die in der Fastenzeit begonnene Gewohnheit möge sich jenseits der Osterzeit fortsetzen.
Aus diesem Grund schloss sich unser Fairtrade- und Umweltteam der Aktion „Eine Woche ohne Plastik“ von „Mission Eine Welt“ an und gestaltete eine breites Spektrum vielfältiger außerunterrichtlicher Aktivitäten, die in einer Schulversammlung in der Woche vorher von unserem Schülerinnen- und Schüler-Team bekannt gegeben wurden.
Im Anschluss wurden Plakate und Flyer mit Informationen und praktischen Tipps zur Plastikvermeidung in den Klassenzimmern aufgehängt und alle waren aufgerufen, ihr Pausenbrot umweltfreundlich verpackt mitzubringen.
Und dann ging es los:
Den Auftakt machte Olivia Schubert, Klasse 7c, am Montag-Nachmittag. Sie bot einen Workshop an, in dem die 18 angemeldeten Schülerinnen und Schüler Waschmittel und Peeling herstellten, um Verpackungsmüll und Mikroplastik zu vermeiden. Ein großer Dank geht an Nadine Schubert für das Spenden der Zutaten!
Am Mittwoch wurde die Mainlände von Müll befreit. Wer glaubt, dafür ließen sich keine Jugendlichen motivieren, der irrt – Frau Schneider zog gemeinsam mit etwa 25 Schülerinnen und Schülern bei bestem Frühlingswetter zu einem Main Cleanup los.
Dankenswerterweise hatte die „Mission Eine Welt“ uns für die Anmeldung zur Plastikfasten-Woche mit Schutzhandschuhen, Greifzangen und Müllbeuteln belohnt, die sogleich produktiv genutzt wurden.
Übrigens: Die zweifelhaften „Highlights“ der Müllsammelaktion waren zwei im Gebüsch entsorgte Windeln und ein defekter Wasserkocher.
Der Donnerstag war schließlich das Highlight der Plastikfasten-Woche, da ein Feuerwerk diverser Maßnahmen geboten wurde:
Zum einen sammelten alle Klassen in der Klassleitungsstunde Müll im und um das Schulhaus. Zum anderen bot das Fairtrade- und Umweltteam passend zum Workshop am Montag in Kooperation mit dem Weltladen Eltmann einen Verkauf von fairen, umweltfreundlichen Seifen, Deos und anderen Körperpflegeartikeln an.
Vor Ostern wurde dieser gerne wahrgenommen, um z. B. noch kleine Geschenke zu erwerben.
Am Nachmittag bildete ein zweiter Workshop, den Ida Wilhelm, Klasse 7d, leitete, den Abschluss unserer Aktionswoche:
Die 18 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, vorrangig aus den fünften und sechsten Klassen, erhielten die Gelegenheit, ein eigenes Bienenwachstuch herzustellen, um Frischhaltefolie und Alufolie zum Einpacken von Pausenbroten zu vermeiden, denn Frischhaltefolie wird aus Erdöl hergestellt, lässt sich auch wegen der Verschmutzung oft schlecht recyceln und gibt Mikroplastik ab.
Alufolie ist leider nicht besser, weil die Herstellung energieintensiv ist und der Abbau des nötigen Bauxit oft mit Regenwaldrodung einhergeht und giftiger Rotschlamm anfällt. Zudem ist sie meist ein Einwegprodukt.
Tolle Stoffe wurden mitgebracht, von frühlingshaften Blümchen bis zu Mustern aus England – und hingebungsvoll bügelten Mädels wie Jungs ihre Tücher, bis diese nach 60 Minuten liebevoll gefaltet und verstaut werden konnten.
In diesem Zusammenhang danken wir auch Familie Wilhelm für die kostenlose Bereitstellung von Baumwollstoffen und Bügeleisen!
Ein kleines Tagebuch von „Mission Eine Welt“ bot begleitend die Gelegenheit, über die plastikfreie Woche zu reflektieren. Es bot neue Informationen wie die Tatsache, dass durch riesige Mengen Plastikmüll in den Ozeanen fünf neue „Kontinente“ von der Größe Europas entstanden sind, aber auch Gelegenheit, eigene Notizen festzuhalten wie die Antwort auf die Frage, bei welchem Produkt auch eine Alternative ohne Plastikverpackung verfügbar wäre.
Wir hoffen, einen kleinen Denkanstoß gegeben zu haben, wie leicht es doch oft ist, Plastik im Alltag zu reduzieren und danken nochmals allen Schülerinnen und Schülern, die sich mit großem Elan an den Angeboten beteiligt haben – und natürlich unserem Fairtrade- und Umweltteam, das diese souverän geleitet hat!
– Susanne Müller & Kirsten Christiansen





