Besuch der MINT-Klassen im neuen TUMO Zentrum Hirschaid

Besuch der MINT-Klassen im neuen TUMO Zentrum Hirschaid

Am 29. Oktober 2025 besuchten die MINT-Klassen 7a, 8a und 9a unserer Schule das neu eröffnete TUMO Zentrum in Hirschaid, begleitet von Frau Holzschuh, Frau Rustler, Herrn Mai, Herrn Pohl und Herrn Cybulski.

Das Zentrum, das nur zwei Tage zuvor von Bundesforschungsministerin Dorothee Bär feierlich eröffnet worden war, gilt als Leuchtturmprojekt für digitale Bildung im ländlichen Raum. Es bietet Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren spannende Lernmöglichkeiten in Bereichen wie Programmierung, Robotik, 3D-Modellierung, Grafikdesign, Fotografie und Filmproduktion.

Unsere Schülerinnen und Schüler zeigten sich begeistert von der modernen Lernumgebung und den praxisnahen Workshops. Sie konnten erleben, wie eng Technik und Kreativität miteinander verbunden sind, und erhielten wertvolle Impulse für ihre eigenen MINT-Interessen.

Der Besuch war für alle Beteiligten inspirierend und motivierend – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Lernen Zukunft gestalten kann.

Wenn der Tod zum Unterrichtsthema wird

Wenn der Tod zum Unterrichtsthema wird

Zehn Jahre eindrucksvolle Begegnungen mit dem Bestattungsunternehmen Hetterich

„Welche Unterschiede sind zu beachten beim Bestatten von Angehörigen anderer Glaubensgemeinschaften bzw. Religionen?“ – „Wie kleidet man sich eigentlich zu einem Trauergespräch bzw. für eine Überführung?“ – „Werden Mord- oder Unfallopfer, die z. B. im Gesicht entstellt sind, wieder optisch hergerichtet oder zusammengenäht, wenn z. B. ein Körperteil abgetrennt worden ist?“

Mit solch direkten, ehrlichen Fragen starteten die Neuntklässler in eine besondere Unterrichtsstunde: Zum zehnten Mal war das Bestattungsunternehmen Hetterich im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts zu Gast an der Wallburg-Realschule – und verwandelte den Mehrzweckraum für 90 Minuten in einen Ort des Zuhörens, Nachfragens und Nachdenkens.

Etwa eine Stunde lang entspann sich ein lebendiger Dialog, getragen von Offenheit und Respekt. Anschauliche Exponate – eine Urne, eine Krematoriumskapsel mit Schamottstein sowie Erinnerungsstücke, in die eine geringe Menge an Asche und/oder Haare Verstorbener eingearbeitet sind – machten das abstrakte Thema greifbar.

Im Anschluss ging es hinaus zum Bestattungsfahrzeug, wo die Jugendlichen einen Sarg samt Deckengarnitur aus nächster Nähe betrachten, eine Überführungstrage begutachten und den Einsatz einer Schaufeltrage beobachten konnten.

Besonderes Interesse galt diesmal Hannes Hetterich dem Auszubildenden im dritten Lehrjahr und Sohn des Firmeninhabers Jürgen Hetterich, der authentisch von seiner Ausbildung berichtete, Einblicke in die Trauerpsychologie oder Thanatopraxie gab und die vielfältigen Aufgabenfelder des Berufs vorstellte. Ebenso eindrucksvoll waren die persönlichen Schilderungen von Petra Schuhmann, der Schwester des Firmeninhabers, die erzählte, wie sie von klein auf in das Familienunternehmen hineingewachsen sei – und dass in diesem Beruf mit 24-Stunden-Bereitschaft Flexibilität und Teamgeist unerlässlich sind. Tief berührend war ihre Offenheit, auch die emotional herausfordernden Seiten anzusprechen, etwa das Begleiten trauernder Eltern nach dem Verlust eines Kindes.

Einmal mehr wurde deutlich, dass der Umgang mit Tod und Trauer nicht nur Mut, sondern vor allem Menschlichkeit erfordert. Und vielleicht war es gerade diese Mischung aus fachlicher Kompetenz, persönlicher Offenheit und spürbarer Würde, die den Jugendlichen zeigte: Wer über den Tod spricht, lernt zugleich, das Leben bewusster wahrzunehmen.

Ganz nebenbei nahmen viele auch eine praktische Anregung mit nach Hause – ihre Eltern für Themen wie Vorsorgevollmacht oder digitalen Nachlass zu sensibilisieren.

Ein herzliches Dankeschön gilt dem Bestattungsunternehmen Hetterich für die inzwischen zehnjährige, verlässliche Kooperation – und dafür, dass es Jahr für Jahr dazu beiträgt, jungen Menschen auf würdevolle Weise Berührungsängste mit einem so sensiblen Thema zu nehmen.

Corinna Hartwich-Beck

White Horse Theatre

White Horse Theatre

Am 02.10.2025 hatte unsere Schule die besondere Gelegenheit, eine Aufführung des bekannten White Horse Theatre zu erleben. Die englische Theatergruppe gastierte mit ihrem Stück Tiger of the Seas in unserer Aula und nahm die Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klassen mit auf eine spannende Reise in die Welt der Piraten.

Die Geschichte erzählt von der jungen Piratin Mary Read, die im 18. Jahrhundert verkleidet als Mann zur See fuhr. Mutig und voller Abenteuerlust kämpft sie auf einem Piratenschiff, stellt sich gefährlichen Situationen und muss sich immer wieder entscheiden: Freiheit oder Sicherheit, Loyalität oder Verrat?

Besonders beeindruckend war, wie es den Schauspielerinnen und Schauspielern gelang, mit wenigen Requisiten und viel Ausdruckskraft eine lebendige Piratenwelt auf die Bühne zu zaubern. Trotz der englischen Sprache konnten alle dem Geschehen gut folgen – dank der klaren Aussprache, der ausdrucksstarken Gestik und der mitreißenden Handlung.

Nach der Vorstellung nutzten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, den Schauspielerinnen und Schauspielern Fragen zu stellen. Dabei ging es nicht nur um das Stück selbst, sondern auch um das Leben als Schauspieler in einem internationalen Ensemble.

Das White Horse Theatre bewies einmal mehr, wie spannend und lebendig Fremdsprachenunterricht sein kann. Tiger of the Seas machte Lust darauf, Englisch nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch im echten Leben zu entdecken und zu erleben.

Wir bedanken uns herzlich bei der Theatergruppe für diesen eindrucksvollen Vormittag und hoffen, sie bald wieder an unserer Schule begrüßen zu dürfen!

Geographie an der Wallburg- Realschule – Lernen mit Blick auf die Welt

Geographie an der Wallburg- Realschule – Lernen mit Blick auf die Welt

Das Fach Geographie wird an unserer Realschule in den Jahrgangsstufen 5 bis 9 unterrichtet. Dabei geht es nicht nur um Länder, Karten und Kontinente – Geographie lebt vom Verstehen globaler Zusammenhänge und vom Erleben der Welt im Alltag.

 Nachhaltigkeit im Fokus – die SDGs im Unterricht Seit dem Schuljahr 2023/24 setzt u.a. die Fachschaft Geographie bei der Projektpräsentation der 9. Klassen jedes Jahr eines der Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen um. Im Schuljahr 2023/24 stand das SDG 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ im Mittelpunkt. Dabei entwickelten die Schüler:innen konkrete Ideen, wie Klimaschutz an unserer Schule umgesetzt werden kann. Das Engagement wurde mit dem Siegel „Klimaschule“ ausgezeichnet. Im Schuljahr 2024/25 wurden gleich zwei SDGs thematisiert: SDG 6 „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen“ sowie SDG 14 „Leben unter Wasser“. Hier beschäftigten sich die Klassen intensiv mit dem Wert von Wasser und dem Schutz der Ozeane. Im aktuellen Schuljahr stehen die SDGs 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ und 12 „Nachhaltiger Konsum und Produktion“ auf dem Programm – Themen, die sich hervorragend in den Lehrplan der 9. Klasse einfügen und den Schülerinnen und Schülern einen direkten Bezug zu ihrem Alltag ermöglichen. Wettbewerb und Exkursionen – Lernen mit Praxisbezug Neben den SDG-Projekten bietet die Fachschaft Geographie zahlreiche Aktionen und Exkursionen an: 

  • Teilnahme am DIERCKE WISSEN-Wettbewerb, bei dem Deutschlands beste Geographieschüler:innen gesucht werden.
  • Exkursionen, unter anderem zum Bauernhof oder in den Weltladen Eltmann, um regionale und globale Wirtschaftskreisläufe erlebbar zu machen.
  • Planspiele bringen komplexe Themen spannend und interaktiv in den Unterricht:

Das Planspiel „Fairkleidet“ zeigt in der 7. Jahrgangsstufe auf unterhaltsame Weise die Problemfelder der weltweiten Kleidungsproduktion. 

In der 9. Jahrgangsstufe findet das Planspiel „Wasser ist für alle da“ der Regierung von Unterfranken statt, bei dem die Schülerinnen und Schüler über die gerechte Verteilung der Ressource Wasser diskutieren und Lösungen erarbeiten. 

Durch diese vielfältigen Aktivitäten gelingt es dem Fach Geographie, Wissen, Werte und Verantwortungsbewusstsein miteinander zu verbinden – ganz im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Ein ganzes Jahrhundert in nur 3 Stunden

Ein ganzes Jahrhundert in nur 3 Stunden

Besuch im Museum Georg Schäfer

900 Gemälde, nur für uns – so schien es, als wir am Vormittag des 18. Juli den Kunstgeschichtsstoff der 9. Jahrgangsstufe an originalen Werken Revue passieren ließen. Denn außer uns war lange Zeit glücklicherweise niemand im Museum, sodass wir uns über all Räume hinweg verteilen und zu zeichnerischen Übungen am Boden ausbreiten konnten.

Doch der Reihe nach: Zunächst verbrachten wir nämlich die Zeit vor der Öffnung des Museums u.a. damit, uns zwei Gebäude in Schweinfurt näher anzusehen und zu analysieren. So begannen wir unsere Kunstgeschichte-Tour am Marktplatz und reisten dort gedanklich ins letzte Schuljahr zurück zur Renaissance. In dieser Zeit entstanden Handelsrouten und die daran gelegenen Städte entwickelten eine wohlhabende Bürgerschicht, die auch nach politischem Einfluss strebte. Das aufkommende Bürgertum führte daher zu einem großen Bauboom in Bezug auf Rathäuser als Zentren der lokalen Macht – so auch in Schweinfurt.

Danach stand mit dem Museumsgebäude ein Kontrast auf dem Programm, wie er deutlicher nicht sein konnte. Nach einem aus finanziellen Gründen verworfenen architektonischen Konzept des berühmten Mies van der Rohe, mit dem Georg Schäfer weitläufig verwandt war, gelang es endlich am Ende der 1990er Jahre, einen geeigneten und repräsentativen modernen Bau für die 900 Gemälde und 4000 Zeichnungen umfassende Sammlung zu errichten. Architekt Volker Staab, der auch das Neue Museum in Nürnberg erreichtet hat, führte ihn schließlich in schlichten Formen, aber mit eleganten Details und Materialien (Beton, Eiche, Marmor) aus. Die Fassade des quaderförmigen Museum ist geprägt von unterschiedlichen Rechtecken und wird aufgelockert durch die beiden Zugänge mit breiten Treppen und Portalen.

Nach einer kleinen Zeichenübung zum Aufwärmen zockten wir noch ein schnelles Kahoot zur Wiederholung des Kunstgeschichts-Stoff des Jahres. Pünktlich mit den ersten Klagen über schmerzende Füße und benötigte Toiletten erlöste uns das freundliche Personal und öffnete die große Eichentür. Innen angekommen erwartete uns ein repräsentativer Überblick über die Kunst des 19. Jahrhunderts. Georg Schäfer hatte das große Glück, gegen den Zeitgeschmack gesammelt zu haben. Dadurch gelang es ihm, viele berühmte Werke von internationalem Ruhm zu versammeln, darunter Gemälde von Caspar David Friedrich oder Carl Spitzweg.

Diese erkundeten die Schülerinnen und Schüler der 9b IIIb sowie 9d mit Hilfe einer digitalen Schnitzeljagd, die ihnen nicht nur Fachwissen abverlangte, sondern auch Meinungsfragen nach dem Lieblingsgemälde im Museum umfasste. Zeichenaufgaben und das Nachstellen von Gemälden mussten ebenfalls bewältigt werden, bevor nach 1,5 Stunden die erste Gruppe, Team „KMSL“ den „Bound“ erfolgreich gelöst hatte. Die meisten Punkte konnte jedoch Team „Die drei Musketiere“ verbuchen!

Tapfer ließen sich die Schülerinnen und Schüler in der letzten Stunde unseres Aufenthalts einmal mehr von ihrer begeisterten Lehrkraft durchs Museum schleppen und analysieren ein paar ausgewählte Bilder im Detail. Besonders hier zeigte sich einmal mehr der große Vorteil der Museumsbesuche: Den Farbauftrag auf der Leinwand sieht man nur am Original, nicht aber an einer Abbildung – ähnlich verhält es sich mit der Größe der Bilder. So waren die Schülerinnen und Schüler doch recht erstaunt, dass kleine Bilder in A4- oder A3-Größe von Carl Spitzweg solchen von Lovis Corinth gegenüber hängen, die mehrere Meter messen.

Mit rauchenden Köpfen machten wir uns schließlich wieder auf den Heimweg nach Eltmann, aber nicht ohne ein paar witzige Impressionen aus dem Museum im Gepäck:

Aufgabe: Stelle eine der Frisuren nach! Imitiere die Körperhaltung der Flora so exakt wie möglich!

Kunst in Schweinfurt

Aufgabe: Stelle eine der Frisuren nach!

Kunst in Schweinfurt

Aufgabe: diverse Zeichenübungen

Kunst in Schweinfurt Kunst in Schweinfurt

– Kirsten Christiansen

Kultusministerin Anna Stolz gratuliert den bayerischen Siegerinnen und Sieger zu ihren herausragenden Beiträgen.

Kultusministerin Anna Stolz gratuliert den bayerischen Siegerinnen und Sieger zu ihren herausragenden Beiträgen.

Wie sicher ist Europa? Dieser vielschichtigen Frage gingen zahlreiche Schülerinnen und Schüler in der 72. Auflage des Europäischen Wettbewerbs nach. Dabei spielten u.a. Themen wie Friedenssicherung, stabile Demokratie, Zivilcourage oder Sicherheit im Internet eine zentrale Rolle. Im festlichen Ambiente des Kuppelsaals der Staatskanzlei wurden nun vergangenen Samstag die bayerischen Bundessiegerinnen und -sieger des „Europäischen Wettbewerbs“ geehrt.

Kultusministerin Anna Stolz beglückwünschte die Preisträgerinnen und Preisträger zu ihren beachtlichen Erfolgen: „Die exzellenten Beiträge zur Sicherheit in Europa haben Symbolkraft und zeigen, was unsere Gesellschaft zusammenhält – Frieden, Freiheit und Verantwortung füreinander. Unsere jungen Menschen haben mit beeindruckender Kreativität und künstlerischer Ader Visionen entworfen, die uns Mut machen und Europa ein sicheres Fundament geben können. In ihren Kunstwerken/Werken, Gedichten und Songs spürt man: Die Zukunft Europas beginnt im Klassenzimmer.“

Bayerns Europaminister Eric Beißwenger: „Die Zukunft Europas liegt vor allem in den Händen der jungen Generation. Die EU ist wahrlich nicht perfekt. Aber sie ist dennoch eine absolute Erfolgsstory und das Beste, was wir haben. Nahezu 80 Jahre ohne Kriege hat es in der Geschichte Europas noch nie gegeben. Das ist vor allem das Verdienst der europäischen Einigung. Gerade in Zeiten, in denen der Nationalismus in einigen Ländern wieder stärker wird, ist es unglaublich wichtig und wertvoll, daran immer wieder zu erinnern. Die EU braucht das Engagement der Jugend, um die Begeisterung für das Projekt und die Idee Europa zu schüren und wach zu halten.“

Ministerialdirigentin Dr. Christine Modesto ,Leiterin der Realschulabteilung im Kultusministerium, vertrat das Staatsministerium für Unterricht und Kultus bei der Veranstaltung: „In jedem einzelnen Beitrag spürt man den Wunsch unserer Schülerinnen und Schüler, die Sicherheit in Europa, aber auch in ihrem privaten Umfeld zu stärken. Der Europäische Wettbewerb bietet ihnen eine wunderbare Bühne, sich mit aktuellen Themen unserer Zeit intensiv auseinanderzusetzen und zum Mitmachen anzuregen. Wichtig ist: Sicherheit ist nicht selbstverständlich und nur gemeinsam schaffen wir eine Basis dafür.“

Wir gratulieren unseren Bundessiegerinnen zu ihren herausragenden Leistungen:

Anna-Katharina K., 9d

Sofiia H., 9d