Maya W. aus der Klasse 8d gewinnt den Ferienkalenderwettbewerb 2026

Maya W. aus der Klasse 8d gewinnt den Ferienkalenderwettbewerb 2026

Was für ein Erfolg! Aus Hunderten von Einsendungen wurde im Rahmen einer Vorauswahl durch eine Jury des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus und der anschließenden bayernweiten Online-Abstimmung der Kalender von Maya als Ferienkalender 2026/2027 ausgewählt. 

Der diesjährige Ferienkalender-Malwettbewerb stand unter dem Motto: „Der Wald im Wandel der Jahreszeiten!“. Maya hat mit ihrer detailreichen Darstellung überzeugt. So finden sich auf ihrem Kalender beispielsweise ein sorgfältig ausgearbeitetes Auerhuhn, ein Dachs und sogar ein Siebenschläfer. Die Ergebnisse des Ferienkalender-Wettbewerbs sprechen für sich: Kunstunterricht ist kein verzichtbarer Luxus, sondern ein zentraler Bestandteil einer ganzheitlichen Erziehung. Er stärkt die Persönlichkeit, eröffnet Ausdrucksmöglichkeiten jenseits des rein kognitiven Denkens und fördert jene Kreativität, die in unserer Zeit eine zentrale Schlüsselkompetenz darstellt. Gerade in den musischen Fächern erleben Kinder Selbstwirksamkeit, entwickeln eigene Ideen, entdecken Talente und finden einen Ausgleich. 

Zur Preisverleihung im Kultusministerium war unsere Gewinnerin am 31. Juli mit der ganzen Klasse nach München eingeladen, wo wir einen sommerlichen Tag verbrachten: Die Anreise mit dem ICE, die Preisverleihung durch die Bayerische Staatsministerin für Unterricht und Kultus Frau Anna Stolz sowie die  Fragerunde im Kultusministerium, das leckere Essen im Casino des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, aber auch der Besuch der Ausstellung Haar – Macht – Lust in der Kunsthalle und der anschließende Stadtbummel bot für alle viel Abwechslung und einen schönen Abschluss des Schuljahres.

Constanze Büller

Demokratie zum Anfassen: „Demokratie stärken“ zu Gast an der Wallburg‑Realschule

Demokratie zum Anfassen: „Demokratie stärken“ zu Gast an der Wallburg‑Realschule

Vom 13. bis 30. Juli war an der Wallburg‑Realschule die Wanderausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ der Friedrich‑Ebert‑Stiftung zu Gast. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Demokratie im Alltag funktioniert – und warum sie dort besonders verletzlich ist, wo Menschenwürde und Vielfalt unter Druck geraten.

Die Ausstellung ist bewusst so gestaltet, dass sie Jugendliche aktiv einbindet: Sie besteht aus drei beleuchteten doppelseitigen Stelen, einem interaktiven Medientisch sowie einer Würfelwand. Inhaltlich spannt sie den Bogen von den Grundlagen demokratischer Prinzipien über Erscheinungsformen rechtsextremer Weltbilder bis hin zu Gegenstrategien und Möglichkeiten des Engagements.

Gerade dieser Perspektivwechsel – nicht nur „wogegen“ zu sein, sondern auch zu klären, wofür man einsteht – machte die Station in unserer Schule besonders anschlussfähig: Demokratie nicht als abstraktes Kapitel im Schulbuch, sondern als Haltung, die im Schulalltag beginnt.

Das klare Highlight für viele Jugendliche war der interaktive Medientisch. Hier ließ sich selbstständig recherchieren, vergleichen und vertiefen – mit kurzen Clips, Interviews und interaktiven Elementen. 

Besucht wurde die Ausstellung im Geschichtsunterricht, vor allem von den 8. und 9. Klassen. Für die Lerngruppen bot die Ausstellung einen gelungenen Rahmen, um abstrakte Begriffe wie Demokratie anschaulich nachvollziehen zu können, Fragen zu klären und über aktuelle Bezüge  nachzudenken und sich auszutauschen – denn die Inhalte funktionieren sowohl im gemeinsamen Austausch als auch im individuellen Erkunden.

So wurde aus dem Ausstellungsbesuch mehr als ein Rundgang: Er wurde zu einer Lerngelegenheit, in der Neugier, Diskussion und Orientierung zusammenkamen – und in der Demokratie als etwas erfahrbar wurde, das man schützen und mitgestalten muss.

– Kirsten Christiansen

„Wir haben eine Stimme!“ – Wenn Mitbestimmung lebendig wird

„Wir haben eine Stimme!“ – Wenn Mitbestimmung lebendig wird

Wie viel Mitbestimmung steckt eigentlich in der SMV? Welche Rechte haben Klassen- und Schülersprecher? Und was macht der Landesschülerrat überhaupt? Antworten auf diese Fragen gab es beim diesjährigen SMV-Workshop am 23.07.2026– und zwar aus erster Hand.

Mit Jana Bäuerlein, einer ehemaligen Schülerin der Wallburg-Realschule und heute stellvertretenden Landesschülersprecherin der beruflichen Schulen, sowie Antonio Ferreira Barrozo, dem amtierenden Landesschülersprecher der Realschulen, waren gleich zwei echte Experten zu Gast. Nur wenige Stunden nach dem Workshop endete mit seiner Entlassfeier als Absolvent auch Antonios Amtszeit als Landesschülersprecher – ein passender Schlusspunkt nach einem Engagement, das er mit spürbarer Leidenschaft ausgeübt hat.

Dass Politik und Mitbestimmung alles andere als trockene Themen sein müssen, bewiesen die beiden Referenten vom ersten Moment an. Statt langer Vorträge hieß es zunächst: Bonbon schnappen! Die Farbe des Bonbonpapiers entschied über die Gruppenzugehörigkeit – und schon ging es in altersgemischten Teams ans erste Brainstorming. Warum ist SMV-Arbeit wichtig? Und was stellt ihr euch unter dem Landesschülerrat beziehungsweise den Landesschülersprechern vor? Die Ideen wurden auf Flipcharts gesammelt, vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

Wie viele Realschüler vertritt der Landesschülerrat bayernweit eigentlich? Hier wurde innerhalb der verschiedenen Gruppen wild spekuliert, die Auflösung sorgte durchaus für erstaunte Gesichter und machte deutlich, welche Verantwortung hinter diesem Ehrenamt steckt.

Anschließend gewährten Jana und Antonio spannende Einblicke in die Arbeit des Landesschülerrats: Sie erklärten die gesetzlich verankerten Rechte der SMV – etwa das Anhörungsrecht – und verdeutlichten mithilfe eines Erklärvideos anschaulich, wie die verschiedenen Ebenen der Schülervertretung von der eigenen Schule bis auf Landesebene miteinander verknüpft sind. Persönliche Erlebnisse von Tagungen in Kochel am See, Rhetorikseminaren und anderen Veranstaltungen machten den Vortrag besonders authentisch. Dabei blieb auch Raum für lebhafte Diskussionen – unter anderem über die Wehrpflicht –, bei denen die Klassen- und Schülersprecher engagiert ihre eigenen Standpunkte einbrachten.

Besonders spannend erschienen auch Janas Einblicke in ihre Arbeit auf Bundesebene. Sie berichtete von Gesprächen mit politischen Entscheidungsträgern und zeigte eindrucksvoll, dass junge Menschen durchaus die Möglichkeit haben, Bildungspolitik aktiv mitzugestalten.

Doch nicht nur zuhören war gefragt: In einer weiteren Gruppenarbeitsphase sammelten die Schüler ihre Ideen auf Moderationskarten. Welche Themen sollte der Landesschülerrat künftig aufgreifen? Welche Anliegen gehören eher auf die Agenda der eigenen SMV? Schnell füllte sich die Pinnwand mit kreativen Vorschlägen. Wünsche wie höhere Zuschüsse für Klassenfahrten oder mehr lebensnahe Unterrichtsinhalte – etwa das Ausfüllen einer Steuererklärung – wird Jana mit in den Landesschülerrat nehmen. Andere Ideen, beispielsweise Unterricht im Freien, weniger Doppelstunden oder der Verzicht auf unangekündigte Tests, wurden den Aufgaben der schuleigenen SMV zugeordnet.

Auch unser Schulleiter Herr Greb ließ es sich nicht nehmen, dem Workshop einen Besuch abzustatten. Während einer kurzen Workshop-Pause nutzte er die Gelegenheit zum Austausch mit den beiden Referenten und brachte dabei mit einem Augenzwinkern auch die Sicht eines Schulleiters bzgl. des Budgets für Klassenfahrten in die Diskussion ein. Gleichzeitig zeigte er sich beeindruckt von der fachlichen Kompetenz, der Eloquenz und dem außergewöhnlichen Engagement der beiden Workshopleiter.

Nach 90 Minuten voller Diskussionen, neuer Perspektiven und lebendiger Gruppenarbeit war vor allem eines deutlich geworden: Demokratie beginnt nicht erst in Parlamenten – sie beginnt im Klassenzimmer, in der SMV und überall dort, wo junge Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Genau dazu ermutigten Jana und Antonio ihre jüngeren Mitstreiter immer wieder: die eigenen Rechte zu kennen, sich einzumischen, Ideen einzubringen und die Interessen der Schülerschaft selbstbewusst zu vertreten.

Passender hätte deshalb auch das gemeinsame Abschlussbild kaum sein können. Unter dem Motto „Wir haben eine Stimme!“ verewigten sich alle Teilnehmenden mit ihren Fingerabdrücken auf einer Leinwand – als sichtbares Zeichen dafür, dass jede Stimme zählt. Denn Schule lebt nicht nur vom Lernen, sondern auch vom Mitgestalten. Und genau dafür haben Jana und Antonio an diesem Vormittag mit Herzblut, Leidenschaft und jeder Menge Begeisterung ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt.

Corinna Hartwich-Beck

Auf Entdeckungstour auf ELA‘S HOF – die 6. Klassen erleben Landwirtschaft hautnah

Auf Entdeckungstour auf ELA‘S HOF – die 6. Klassen erleben Landwirtschaft hautnah

Am 27. und 28. Juli 2026 besuchten alle 6. Klassen ELA‘S HOF in Unterschleichach. Dort konnten sie Landwirtschaft hautnah erleben und an zahlreichen Stationen selbst aktiv werden.

Nach der Begrüßung durch Hofchefin Michaela von der Linden und den tierischen „Mitarbeiter“ Border Collie Finn wurden die Klassen in zwei Gruppen aufgeteilt. Während die eine sich gemeinsam mit Hauswirtschaftsmeisterin Yvonne Reh intensiv mit dem Thema „Huhn“ beschäftigte, widmete sich die andere mit Michaela von der Linden dem Thema „Boden“. Anschließend wechselten die Gruppen, sodass beide Klassen beide Themenbereiche kennenlernen konnten. Dabei erfuhren die Kinder viel Wissenswertes über Hühner, ihre Haltung und Entwicklung sowie über die Bedeutung des Bodens und die Frage, wie lange verschiedene Abfälle in der Natur benötigen, bis sie verrotten.

Anschließend ging es an verschiedene praktische Stationen: Die Schülerinnen und Schüler misteten aus, bereiteten Gemüse- und Melonenspieße für die Hühner vor, mikroskopierten, führten eine Schlämmprobe und einen Schwimmtest mit unterschiedlich alten Eiern durch und beschäftigten sich mit Bodenerosion und der Filterfunktion des Bodens. Natürlich durfte auch das Streicheln und anschließende Füttern der Hühner nicht fehlen.

Die Vormittage auf ELA‘S HOF waren eine gelungene Mischung aus Lernen, Entdecken und praktischem Tun. Mit vielen neuen Eindrücken und schönen Erlebnissen kehrten unsere 6. Klassen anschließend wieder nach Eltmann zurück.

Ein herzliches Dankeschön an Michaela von der Linden und Yvonne Reh für die tolle Betreuung, die interessanten Einblicke und die abwechslungsreichen Stationen!

– Katrin Türk

Urkunde in der Hand – das Herz längst beim Werte-Team

Urkunde in der Hand – das Herz längst beim Werte-Team

Manchmal ist eine Urkunde nur noch das i-Tüpfelchen. Denn eigentlich gehörte Sophia Horn aus der Klasse 8d schon lange dazu: Seit Beginn dieses Schuljahres engagiert sie sich mit viel Freude im Werte-Team der Wallburg-Realschule unter der Regie der aktuellen Wertebotschafterin Lenya Zösch, plante Workshops mit, sammelte erste Erfahrungen in verschiedenen Projekten und begeisterte sich dafür, wie Werte im Schulalltag lebendig werden können. Am vergangenen Freitag, dem 24.07.26 folgte nun der offizielle Abschluss ihrer Ausbildung: In Nürnberg erhielt sie ihre Urkunde als inzwischen vierte Wertebotschafterin unserer Schule.

Der Weg dorthin war abwechslungsreich und praxisnah. Erstmals setzte sich die Ausbildung aus zwei Präsenzveranstaltungen in Nürnberg – die erste fand bereits am 25.02.26 statt – sowie zwei begleitenden Online-Sessions am 20.04.26 und 15.06.26 zusammen. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus Nordbayern beschäftigte sich Sophia intensiv mit der Frage, welche Werte unser Miteinander tragen und wie diese nachhaltig an Schulen vermittelt werden können.

Neben den theoretischen Grundlagen rund um das Thema „Werte“ standen vor allem ganz konkrete Inhalte auf dem Programm: Wie begegnen wir Werten in digitalen Räumen? Wie entwickelt man aus einer Idee ein erfolgreiches Projekt? Und wie gelingt es, andere für gemeinsames Engagement zu begeistern? Die Ausbildung wurde von erfahrenen externen Referentinnen und Referenten gestaltet und – wie schon bei ihren drei Vorgängerinnen – von der Betreuungslehrkraft Corinna Hartwich-Beck begleitet.

Für Sophia stellte vieles jedoch keine graue Theorie dar. Denn schon während ihrer Ausbildung war sie vollständig in das seit dem Schuljahr 2019/20 bestehende Werte-Team integriert und konnte dort unmittelbar praktische Erfahrungen sammeln. Ob bei den inzwischen fest etablierten Workshops in den fünften und sechsten Klassen, bei der Kooperation mit den Wertebotschafterinnen der Wilhelm-Sattler-Realschule Schweinfurt in den siebten Klassen oder bei gemeinsamen Aktionen an drei verschiedenen Grundschulen – überall brachte sie sich engagiert ein, gewann Sicherheit und entwickelte ein gutes Gespür dafür, wie Wertearbeit junge Menschen erreichen kann.

Dass diese erfolgreiche Zusammenarbeit auch künftig fortgeführt werden kann, freut alle Beteiligten besonders: Zeitgleich wurden auch zwei Schülerinnen der Schweinfurter Realschule, nämlich Emilia und Marlene, als Wertebotschafterinnen ausgebildet. Damit bleibt die enge Kooperation der beiden Schulen nicht nur bestehen, sondern erhält neuen Schwung.

Und Sophia? Die denkt schon längst einen Schritt weiter. Bereits zu Beginn des kommenden Schuljahres möchte sie ihre erste eigene Projektidee verwirklichen: Eine monatliche Werteviertelstunde für die Jahrgangsstufen 5 bis 8 soll regelmäßig kleine Denkanstöße geben, Gespräche anregen und zeigen, dass Respekt, Toleranz, Verantwortung und Hilfsbereitschaft nicht nur Schlagworte sind, sondern den Schulalltag jeden Tag ein Stück besser machen können.

Mit Sophia wächst das Werte-Team der Wallburg-Realschule um eine weitere engagierte junge Persönlichkeit, die Verantwortung übernimmt und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler zum Mitmachen motivieren möchte. Wir gratulieren ihr ganz herzlich zur erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zur Wertebotschafterin und freuen uns schon jetzt auf viele neue Ideen, spannende Projekte und jede Menge gelebte Werte an unserer Schule!

Corinna Hartwich-Beck

,,MINT meets BNE‘‘: Vier Tage mit dem Klimakoffer

,,MINT meets BNE‘‘: Vier Tage mit dem Klimakoffer

Wie funktioniert der Treibhauseffekt? Was hat die Farbe einer Oberfläche mit der Erderwärmung zu tun? Und welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf unsere Lebenswelt? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die vier 9. Klassen unserer Schule an jeweils einem Projekttag unter dem Motto „MINT meets BNE – Klimawandel verstehen und handeln“.

Im Mittelpunkt der vier Projekttage stand der Klimakoffer, mit dem die Schülerinnen und Schüler zentrale Zusammenhänge des Klimawandels nicht nur theoretisch kennenlernten, sondern durch Experimente selbst untersuchen und nachvollziehen konnten.

Der Projekttag begann zunächst mit einem besonderen Blick auf die Natur. Da viele unserer Schülerinnen und Schüler in einer ländlich geprägten Umgebung leben, ging es in der ersten Stunde um die Frage, welche Bedeutung Natur für unser eigenes Leben hat. Bei verschiedenen Impulsen und Gesprächen setzten sich die Jugendlichen mit ihren persönlichen Naturerfahrungen auseinander und reflektierten, was sie an ihrer Heimat und der sie umgebenden Natur schätzen.

Dabei wurde deutlich: Nur was wir kennen und als wertvoll wahrnehmen, sind wir auch bereit zu schützen. Die Wertschätzung der Natur bildete damit den Ausgangspunkt für die anschließende Auseinandersetzung mit dem Klimawandel.

Anschließend ging es in die praktische Arbeit mit dem Klimakoffer. In verschiedenen Experimenten erforschten die Schülerinnen und Schüler unter anderem die Wirkung von Treibhausgasen, die Absorption von Wärmestrahlung und den Albedo-Effekt.

Sie stellten Vermutungen auf, führten selbstständig Experimente durch, beobachteten die Ergebnisse und werteten ihre Messungen aus. Auf diese Weise wurden komplexe physikalische Zusammenhänge anschaulich und greifbar. Die Schülerinnen und Schüler konnten nachvollziehen, welche naturwissenschaftlichen Prozesse hinter dem Klimawandel stehen und warum ein grundlegendes Verständnis der Vorgänge im Klimasystem notwendig ist, um die Folgen des Klimawandels beurteilen zu können.

Ein zentraler Bestandteil der Projekttage war die Verbindung mit der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). BNE ist im LehrplanPLUS kein eigenes Fach, sondern ein übergreifendes Bildungs- und Erziehungsziel. Schülerinnen und Schüler sollen dazu befähigt werden, Zusammenhänge zu verstehen, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen, Verantwortung zu übernehmen und ihre Zukunft aktiv mitzugestalten.

Genau diese Verbindung wurde an den Klimakoffer-Tagen deutlich: Die Naturwissenschaften liefern wichtige Erkenntnisse über den Klimawandel – BNE stellt die Frage, was wir mit diesem Wissen anfangen und wie wir unsere Zukunft gestalten wollen.

In der letzten Stunde kehrten die Schülerinnen und Schüler wieder in ihren regulären Unterricht nach Stundenplan zurück. Die Lehrkräfte hatten dabei die Möglichkeit, die Erkenntnisse des Tages aufzugreifen und mit den jeweiligen Fachinhalten zu verknüpfen.

So wurde beispielsweise im Geschichtsunterricht, in dem aktuell das Thema Nationalsozialismus behandelt wird, eine Verbindung zum Klimawandel hergestellt und die Frage nach Verantwortung und den Folgen menschlichen Handelns aus historischer und aktueller Perspektive betrachtet. Auch in anderen Fächern konnten die Schülerinnen und Schüler ihre neu gewonnenen Erkenntnisse aufgreifen und weiterentwickeln.

Damit wurde ein wichtiger Gedanke der Bildung für nachhaltige Entwicklung sichtbar: Klimawandel ist kein Thema eines einzelnen Faches. Physik und Geographie erklären die wissenschaftlichen Grundlagen, andere Fächer ermöglichen es, Zusammenhänge zu analysieren, kritisch zu hinterfragen, zu diskutieren und unterschiedliche Perspektiven einzunehmen.

Die vier Klimakoffer-Tage waren somit ein weiterer Baustein auf dem Weg unserer Schule, BNE und Klimaschutz fächerübergreifend im Schulalltag zu verankern. Denn wer die Zukunft gestalten möchte, muss zunächst verstehen, was in der Welt passiert – und erkennen, welchen Beitrag jeder Einzelne leisten kann.