Von Ehrgeiz bis Toleranz

Von Ehrgeiz bis Toleranz

Bei den Werteworkshops für die 7. Klassen in Eltmann und Schweinfurt wurden bekannte und neue Werte entdeckt, diskutiert und kreativ sichtbar gemacht.

Nachdem Lenya gemeinsam mit Lilly von der Wilhelm-Sattler-Realschule Schweinfurt mit ihren Nachfolgerinnen Sophia (Eltmann), Marlene und Emilia (beide Schweinfurt) sowie weiteren Mitgliedern des Eltmanner Werte-Teams in diesem Schuljahr bereits gemeinsam drei Werteschulungen an verschiedenen Grundschulen gestaltet hatten, richtete sich der Blick nun wieder auf die eigene Schülerschaft. Am 10.06.2026 an der Wilhelm-Sattler-Realschule sowie am 16.06.2026 an unserer Wallburg-Realschule standen die 7. Klassen im Mittelpunkt der diesjährigen Werteworkshops.

Welche Werte tragen zu einem guten Miteinander bei? Welche sind in einer Klassengemeinschaft besonders wichtig? Und was verbirgt sich eigentlich hinter Begriffen wie Empathie oder Courage? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler während der abwechslungsreichen 45-minütigen Schulungseinheiten.

Für die diesjährigen Workshops hatten Lenya und Lilly die Präsentation ihrer Vorgängerinnen Marie und Amelie umfassend überarbeitet und weiterentwickelt. Neben einer Einführung in die Bedeutung von Werten stellten sie erstmals ein Drei-Level-Modell vor: Während Begriffe wie Mut oder Geduld vielen Schülerinnen und Schülern bereits vertraut sind, wurden auch Werte thematisiert, die zwar bekannt, aber nicht immer leicht zu erklären sind – beispielsweise Respekt oder Ehrgeiz. Auf einer dritten Ebene begegneten die Jugendlichen anspruchsvolleren Begriffen wie Empathie oder Courage. Darüber hinaus erhielten die Siebtklässler einen Einblick in die Ausbildung zur Wertebotschafterin und erfuhren, wie Jugendliche selbst Verantwortung für ein positives Schulklima übernehmen können.

Besonders großen Wert legten die Organisatorinnen auf abwechslungsreiche und schüleraktive Phasen. So analysierten die Klassen mehrere Kurzfilme, die während der Wertebotschafter-Ausbildung der beiden Mädels in Leinach entstanden waren. Die Aufgabe bestand darin, die jeweils dargestellten Werte zu erkennen und den gezeigten Alltagssituationen zuzuordnen. Dabei zeigte sich schnell, dass viele Schülerinnen und Schüler bereits über ein erstaunlich sicheres Werteverständnis verfügten und zahlreiche Begriffe nicht nur definieren, sondern auch mit konkreten Beispielen aus ihrem eigenen Leben verknüpfen konnten.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, welche Werte für die eigene Klassengemeinschaft besonders wichtig erscheinen, um ein echtes Wohlfühlklima zu schaffen. Die Ergebnisse hielten die Jugendlichen kreativ auf ihrer „Wertegalaxie“ fest. Jeder Schüler beschriftete seinen persönlichen Stern – den fünf Spitzen entsprechend – mit fünf verschiedenen Werten, beispielsweise einem Wert, der die eigene Persönlichkeit beschreibt, einem Schlagwort, das die Klasse kennzeichnet, oder einem Begriff, den man erst im Workshop kennengelernt hatte. So entstand in jeder Klasse ein individuelles Plakat, das die gemeinsame Wertebasis sichtbar macht.

Sofern die Zeit es zuließ, durfte natürlich auch das beliebte Werte-Memory nicht fehlen, das Bewegung in die verschiedenen Klassen brachte. Zum Abschluss bewerteten die Schülerinnen und Schüler die Workshops mithilfe der sogenannten Fünf-Finger-Methode und gaben den Moderatorinnen wertvolles Feedback.

Die professionelle Art, mit der Lenya und Lilly gemeinsam mit ihren wechselnden Co-Moderatorinnen Sophia und Lina durch die Workshops führten, beeindruckte ungemein. Routiniert erklärten sie Inhalte, unterstützten bei Unsicherheiten, korrigierten kleinere Ungenauigkeiten stets freundlich und bewiesen dabei bereits bemerkenswerte pädagogische Fähigkeiten. Selbst kleinere Unterrichtsstörungen wurden souverän und mit viel Fingerspitzengefühl aufgegriffen.

Ein besonderes Zeichen für die Zukunft der Kooperation setzte schließlich der letzte Workshop des Tages in Eltmann: Hier überließen die erfahrenen Wertebotschafterinnen die Leitung vollständig den drei noch in Ausbildung befindlichen Wertebotschafterinnen Sophia, Marlene und Emilia sowie Emma aus dem Schweinfurter Werte-Team. Mit großer Selbstverständlichkeit fanden sich die Nachwuchsmoderatorinnen in ihre Rollen ein und meisterten ihre Aufgabe mit Bravour.

Dass die Zusammenarbeit der beiden Realschulen auch künftig Bestand haben wird, zeigte sich nicht zuletzt in den Gesprächen während der Pausen. Dort wurden bereits neue Ideen gesammelt und weitere gemeinsame Projekte geplant. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Ende Juli stattfindenden Wertetag für Seminarreferendarinnen und Seminarreferendare, bei dem die Wertebotschafterinnen erneut aktiv mitwirken werden. Bereits im vergangenen Jahr waren ihre Beiträge sowie die Präsentation des Courage-Teams bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf große Resonanz gestoßen. Umso größer ist die Vorfreude darauf, die angehenden Lehrkräfte auch in diesem Jahr wieder für die Bedeutung von Wertebildung und Schülerengagement im Schulalltag zu sensibilisieren.

Die erfolgreiche Wertekooperation zwischen Schweinfurt und Eltmann bleibt damit nicht nur ein fester Bestandteil der schulischen Wertearbeit, sondern auch ein lebendiges Beispiel dafür, wie junge Menschen Verantwortung übernehmen, voneinander lernen und gemeinsam Schule gestalten können.

Corinna Hartwich-Beck

6K UNITED! – Die musikalische Bewegung vom Klassenzimmer auf die große Bühne

6K UNITED! – Die musikalische Bewegung vom Klassenzimmer auf die große Bühne

Wie jedes Jahr nahm unsere Schule am Musikprojekt „6K UNITED!“ teil. Beteiligt waren die beiden Chorklassen der 5. Jahrgangsstufe sowie der Große Chor. Unter dem diesjährigen Motto „Wir sind Team Liebe“ studierten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam die Konzertlieder ein. Der Höhepunkt des Projekts war am 16. Juni 2026 der Besuch des großen Konzerts in München. Nach der gemeinsamen Anreise mit dem Bus fand am Nachmittag zunächst die Generalprobe statt, bevor am Abend das beeindruckende Konzert mit Tausenden Kindern begann. „6K UNITED!“ begeistert jedes Jahr Kinder für das gemeinsame Singen und Musizieren. Dabei stehen Gemeinschaft, Freude an der Musik und ein unvergessliches Konzerterlebnis im Mittelpunkt.
Gemeinsam über Werte ins Gespräch kommen – Werte-Team in den 5. und 6. Klassen unterwegs 

Gemeinsam über Werte ins Gespräch kommen – Werte-Team in den 5. und 6. Klassen unterwegs 

Wie wichtig sind Selbstvertrauen, Höflichkeit oder Zuverlässigkeit im Schulalltag? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen in diesem Schuljahr bei den Workshops unseres Werte-Teams.

Über mehrere Wochen hinweg besuchten die Teammitglieder gemeinsam mit unserer Wertebotschafterin Lenya sowie unserer angehenden Wertebotschafterin Sophia die einzelnen Klassen und luden sie dazu ein, sich aktiv mit verschiedenen Werten auseinanderzusetzen. Dabei standen nicht trockene Theorie oder lange Vorträge im Mittelpunkt, sondern abwechslungsreiche Methoden, gemeinsames Nachdenken und der Austausch eigener Erfahrungen.

Den Auftakt machten am 12.03.26 die Klassen 6a und 6b. Am 05.05.26 folgten die Klassen 5c und 5d, ehe am 07.05.26 die Workshops in den Klassen 6c und 6d stattfanden. Den Abschluss bildeten schließlich die Klassen 5a und 5b am 11.06.26.

Sich selbst wertschätzen lernen

In den 6. Klassen drehte sich alles um die Themen „Selbstwertgefühl“ und „Sauberkeit“. Nach einem spielerischen Einstieg und einer anschaulichen Präsentation inklusive Sauberkeits-Challenge im Klassenzimmer setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrem eigenen Selbstbild auseinander. Mithilfe eines Fragebogens reflektierten sie ihre Stärken, Fähigkeiten und ihre Einstellung zu sich selbst.

Dabei zeigte sich eine erfreuliche Entwicklung: Viele Kinder schätzten ihre eigenen Fähigkeiten deutlich positiver ein, als dies in früheren Jahrgängen der Fall gewesen war. Die Ergebnisse machten sichtbar, dass zahlreiche Sechstklässler über ein gesundes Maß an Selbstvertrauen verfügen und ihre persönlichen Stärken bewusst wahrnehmen.

Für zusätzlichen Spaß sorgte anschließend ein Werte-Memory, bei dem Teamgeist, Aufmerksamkeit und Wissen gleichermaßen gefragt waren, sowie in den besonders flotten Klassen die Spiele „Bergdorf“ oder „Hangman“. Schnell wurde deutlich, dass sich Lernen und Spielen hervorragend miteinander verbinden lassen.

Kleine Gesten mit großer Wirkung

Die Workshops der 5. Klassen standen unter den Leitgedanken „Höflichkeit“ und „Zuverlässigkeit“. Gemeinsam überlegten die Schülerinnen und Schüler, wie diese Werte im täglichen Miteinander sichtbar werden können und weshalb sie für eine gute Klassengemeinschaft so wichtig sind.

Anschließend wurde es spielerisch: Beim beliebten Werte-Memory waren nicht nur ein gutes Gedächtnis, sondern auch Aufmerksamkeit und – sofern nicht 1 :1 angetreten wurde – Teamgeist gefragt. Zuvor hatte das Werte-Team laminierte Wertekärtchen verteilt und gemeinsam mit den Klassen verschiedene Begriffe unter die Lupe genommen. Während bekannte Werte schnell erklärt waren, sorgten einzelne weniger geläufige Begriffe wie Loyalität zunächst für fragende Gesichter. Mithilfe anschaulicher Beispiele aus dem Alltag gelang es jedoch rasch, deren Bedeutung greifbar zu machen. Beim daran anknüpfenden Memory-Spiel begegneten den Kindern die Werte immer wieder aufs Neue. So wurden bereits bekannte Begriffe gefestigt, neue Werte kennengelernt und wichtige Inhalte ganz nebenbei vertieft. Dass Lernen besonders nachhaltig ist, wenn es Spaß macht, bewies diese Aktion einmal mehr.

Zuletzt hielt jeder seinen persönlichen Herzenswert auf einer kleinen Wertewolke fest, die abschließend rund um eine Sonne platziert wurde. Die Vielfalt der notierten Begriffe zeigte eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Kinder ihre Werteprioritäten setzen – und wie viele positive Vorstellungen sie bereits für ein gelungenes Miteinander mitbringen.

Werte, die den Schulalltag prägen

Die Workshops machten deutlich, dass Werte weit mehr sind als Schlagworte auf Plakaten oder Bannern in unseren Schulfluren. Sie begegnen uns täglich – im Umgang miteinander, in der Klassengemeinschaft und bei den kleinen Entscheidungen des Alltags.

Mit ihrem Engagement leisten unsere Wertebotschafterinnen gemeinsam mit ihrem Team einen wichtigen Beitrag dazu, diese Werte sichtbar zu machen und die Schülerinnen und Schüler immer wieder dazu anzuregen, über ihr eigenes Handeln nachzudenken.

Corinna Hartwich-Beck

Sonne, Stil und Schrittzähler am Limit – die Abschlussfahrt der 10b und 10c an die Côte d’Azur

Sonne, Stil und Schrittzähler am Limit – die Abschlussfahrt der 10b und 10c an die Côte d’Azur

Wenn zwei 10. Klassen gemeinsam an die Côte d’Azur fahren, dann bedeutet das vor allem eines: wenig Schlaf, viele Fotos und eine Menge Geschichten, die vermutlich noch Jahre später weitererzählt werden. Für die Klassen 10b und 10c ging es in diesem Jahr nach Italien und Südfrankreich – mit Unterkunft im sonnigen San Remo, jeder Menge Programm und einem täglichen Schrittziel, das selbst Sportuhren an ihre Grenzen brachte.

Montag: San Remo und die Sache mit den Blasen

Nach der Anreise stand zunächst die Erkundung von San Remo auf dem Programm. Zu Fuß ging es durch kleine Gassen, vorbei an Cafés, Palmen und zahlreichen Gelato-Läden, die erstaunlicherweise alle „das beste Eis Italiens“ verkauft haben wollten.

Während einige die italienische Atmosphäre genossen, machten andere bereits erste Bekanntschaft mit den Schattenseiten langer Spaziergänge: Blasen an den Füßen. Schnell wurde klar: Nicht alle Sneaker sind für mediterrane Altstadtpflaster gemacht. Trotzdem kämpften sich alle tapfer weiter – schließlich wollte niemand den ersten Abend im Hotel mit Füße hochlegen verbringen.

Dienstag: Duftwolken, Luxusautos und Formel-1-Gefühle

Am Dienstag wurde es zunächst ausgesprochen edel: In der berühmten Parfumfabrik Parfumerie Fragonard in Èze Village erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie aus Blüten, Ölen und geheimnisvollen Zutaten luxuriöse Düfte entstehen. Besonders interessant war dabei die Erkenntnis, dass ein gutes Parfum deutlich komplizierter hergestellt wird als ein Deo aus dem Supermarkt.

Im Anschluss kam es zur unvermeidlichen Shopping-Eskalation. Plötzlich waren die Taschen voll mit Souvenirs, Düfte und Cremes. 

Danach ging es weiter nach Monaco. Bei einer geführten Tour lernten die Klassen zwei verschiedene Stadtteile kennen – von der Hauptstadt Monaco-Ville bis zum berühmten Stadtteil Monte Carlo mit seinen Luxushotels, Sportwagen und Yachten, die ungefähr so groß waren wie ein durchschnittliches Einfamilienhaus. Hier konnte man mal ganz in Ruhe „bei den Reichen gehen“. Einige Schülerinnen und Schüler überlegten bereits, wo man sich später am besten eine Villa kaufen könnte, auch wenn der Quadratmeterpreis in Monaco das Taschengeld deutlich übersteigt. 

Besonders beeindruckend: Die Formel-1-Strecke für den berühmten Grand Prix von Monaco war bereits aufgebaut. Leitplanken, Tribünen und Absperrungen ließen sofort echtes Rennsport-Feeling aufkommen. Unser Busfahrer nutzte die Gelegenheit und simulierte einen Rennstart direkt von der Pole-Position. 

Der Abend endete deutlich bodenständiger, aber mindestens genauso schön: Pizzaessen, Volleyball am Strand und Sonnenuntergang am Meer. Spätestens dort war klar: Diese Abschlussfahrt hatte echtes Sommerfilm-Potenzial.

Mittwoch: Nizza, Rätsel und verlorene Orientierung

Am Mittwoch stand die Erkundung von Nizza auf dem Plan – allerdings nicht mit klassischer Stadtführung, sondern mit einem digitalen Escape Room auf dem Handy. In kleinen Gruppen mussten Rätsel gelöst, Hinweise gefunden und verschiedene Orte der Stadt entdeckt werden.

Das führte zu interessanten Szenen: Gruppen, die hochkonzentriert vor Brunnen standen, hektische Diskussionen über die richtige Lösung und vereinzelt auch die Frage: „Sind wir eigentlich noch auf dem richtigen Weg?“

Trotz kleiner Orientierungsschwierigkeiten meisterten alle Teams die Aufgaben erfolgreich. Nebenbei entstanden unzählige Fotos von der Promenade, der Altstadt und natürlich von Eis. 

Donnerstag: Filmreife Momente in Cannes

Der Donnerstag führte die Klassen nach Cannes – in die Stadt der Stars, Luxusgeschäfte und Filmfestspiele. Bei einer Stadtrallye mussten die wichtigsten Orte entdeckt und kreative Foto-Aufgaben erfüllt werden.

Ein absolutes Highlight war natürlich der berühmte rote Teppich der 79. internationalen Filmfestspiele von Cannes. Dort entstanden Fotos mit Star-Posen, Oscar-reifen Blicken und einigen sehr ambitionierten Schauspielversuchen. Spätestens jetzt fühlten sich manche bereit für Hollywood.

Nach dem offiziellen Programm wartete die wohlverdiente Abkühlung im Pool, bevor der letzte Abend entspannt am Strand und im Meer ausklang. Noch einmal wurden Muscheln gesammelt, Volleyball gespielt, Fotos gemacht und die letzten gemeinsamen Stunden genossen.

Fazit: Viel gelacht, viel erlebt, wenig geschlafen

Die Abschlussfahrt der 10b und 10c war eine Woche voller Eindrücke, Sonne und gemeinsamer Erlebnisse. Zwischen Luxus in Monaco, Rätseln in Nizza, Filmfestival-Stimmung in Cannes und italienischem Flair in San Remo entstanden Erinnerungen, die sicherlich noch lange bleiben werden.

Und auch wenn einige am Ende mit Sonnenbrand, Muskelkater oder leicht strapazierten Füßen zurückkehrten: Die Fahrt war definitiv ein voller Erfolg – und vermutlich eine der wenigen Schulwochen, in denen freiwillig jeden Tag mehr als 15.000 Schritte gelaufen wurden.

Eva Schachtner-Kaiser und Kristina Rustler

„Das Wilde Pack“ – ein Kindermusical über Freundschaft, Mut und Zusammenhalt

„Das Wilde Pack“ – ein Kindermusical über Freundschaft, Mut und Zusammenhalt

Der junge Wolf Hamlet und der Gorilla Barnabas sind beste Freunde. Als der böse Zoodirektor Hamlet zu einem Pelzmantel verarbeiten lassen will, bleibt nur die Flucht. Mit Barnabas’ Hilfe gelingt ihm die Rettung aus dem Zoo. Doch draußen wartet die nächste Herausforderung: Hamlet muss das geheimnisvolle „Wilde Pack“ finden – eine Gruppe freilebender Tiere, die ihm helfen könnte. Als er erfährt, dass nun sein Freund Barnabas in Gefahr schwebt, fasst er einen Entschluss: Gemeinsam mit dem Wilden Pack will er ihn retten.

Die Zuschauer begleiteten Hamlet auf seiner spannenden Reise voller Abenteuer, Rückschläge und Hoffnung. Dabei zeigte die Geschichte eindrucksvoll, dass niemand alles allein schaffen muss. Freundschaft, Zusammenhalt und die Bereitschaft, anderen zu helfen, erwiesen sich als die stärksten Kräfte.

Auch musikalisch hatte das Stück viel zu bieten. Die abwechslungsreichen Songs – von Motown-Soul bis Bollywood-Pop – sorgten für eine mitreißende Stimmung und blieben noch lange im Ohr. Besonders das gemeinsame Singen der Chorklassen klang beeindruckend homogen und voller Energie, zugleich konnten einige Solistinnen und Solisten ihr beachtliches Talent eindrucksvoll unter Beweis stellen. Die einstudierten Choreografien und humorvolle Szenen machten die Aufführung zu einem besonderen Erlebnis.

Mit „Das Wilde Pack“ ist Gabriele Sohmer und Sebastian Franz mit den Chorklassen 6abc erneut ein begeisterndes Musical gelungen. Unterstützt von Janina Schneider und der Schulband, Jochen Labisch und dem Technikteam sowie den eindrucksvollen Kulissen von Constanze Büller, Elke Barnickel und einigen talentierten Schülerinnen verschmolzen Gesang, Schauspiel und Bühnenbild zu einem mitreißenden Erlebnis. Ein gelungener Abend, der eindrucksvoll zeigte, was unser Schulmotto „Wir erleben Schule gemeinsam“ bedeutet: Gemeinsam ist man stärker als allein.

– Sandra Grimm

Vielfalt erleben statt Vorurteile pflegen

Vielfalt erleben statt Vorurteile pflegen

Mitmach-Mobil und Workshops sensibilisieren Siebtklässler für ein respektvolles und offenes Miteinander

Respekt, Offenheit und gegenseitige Wertschätzung sind feste Bestandteile des schulischen Miteinanders. Gerade als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist es unserem Courage-Team ein großes Anliegen, immer wieder Projekte anzustoßen, die zum Nachdenken anregen und den Blick für gesellschaftliche Vielfalt schärfen. Für den diesjährigen Aktionstag holte das Team deshalb einmal mehr das Kolping-Netzwerk für Geflüchtete zur Unterstützung an unsere Schule, das mit seinem interaktiven Mitmach-Mobil am 19.05.2026 Station auf dem Schulgelände machte und alle Siebtklässler dazu einlud, sich intensiv mit den Themen „Flucht“, „Vorurteile“ und „gesellschaftliches Miteinander“ auseinanderzusetzen.

Deutschland ist bunt – Menschen vieler unterschiedlicher Nationen leben hier zusammen und prägen unsere Gesellschaft auf vielfältige Weise mit. Gerade deshalb ist es wichtig, miteinander ins Gespräch zu kommen, Vorurteile abzubauen, Grenzen einzureißen – zuallererst im Kopf – und gegenseitigen Respekt zu fördern. Genau hier setzte der Aktionstag an.

Alle siebten Klassen besuchten jeweils für eine Unterrichtsstunde das Mitmach-Mobil, einen beeindruckenden 3,5-Tonner voller multimedial aufbereiteter Informationen, Erfahrungsberichte, Spiele und Mitmach-Stationen rund um die Themen „Flucht“ und „Ankommen in Deutschland“. Die Jugendlichen konnten dabei nicht nur Fakten entdecken, sondern sich auch aktiv mit Fragen beschäftigen wie: Wie begegnet man Menschen mit Fluchtgeschichte auf Augenhöhe? Wie gelingt ein faires und respektvolles Zusammenleben? Und welche Rolle spielen dabei Vorurteile und Stereotype?

Ergänzt wurde das Angebot des Mitmach-Mobils durch jeweils 90-minütige Workshops in den Klassen. Gemeinsam mit den geschulten Fachkräften Saad, Finn, Merlin und Jonathan setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit Vorurteilen, Stammtischparolen und diskriminierenden Denkmustern auseinander. In Gesprächen, Rollenspielen und interaktiven Übungen wurde schnell deutlich, wie wichtig es ist, Aussagen kritisch zu hinterfragen und Menschen nicht vorschnell in Schubladen zu stecken.

Besonders eindrucksvoll war für viele die Erkenntnis, dass Begegnungen und persönliche Gespräche helfen können, Unsicherheiten abzubauen und Verständnis füreinander zu entwickeln. Die Workshops boten dabei nicht nur Raum für Information, sondern auch für ehrliche Fragen, Diskussionen und Perspektivwechsel.

Da noch freie Kapazitäten vorhanden waren, waren im Vorfeld zusätzlich zwei siebte Klassen der Georg-Göpfert-Mittelschule eingeladen worden, das Mitmach-Mobil ebenfalls zu besuchen. Dieses Angebot wurde gerne von den Klassen 7a und 7g gemeinsam mit den Lehrkräften Christine Kuchenmeister und Ben Klaus angenommen und bot zugleich eine schöne Möglichkeit des schulübergreifenden Austauschs. Darüber hinaus nutzte auch Antonia Tag, ebenfalls Lehrkraft der benachbarten Mittelschule und Kontaktperson, über die die beiden siebten Klassen ausgewählt worden waren, die Gelegenheit, Einblicke in die Workshops zu erhalten, um sich ein Bild davon zu machen, ob eine derartige Veranstaltung künftig auch an deren Schule umgesetzt werden könnte.

Der Aktionstag zeigte einmal mehr, wie wichtig Projekte dieser Art für das Schulklima und das gesellschaftliche Miteinander sind. Ein herzliches Dankeschön gilt dem Kolping-Netzwerk für Geflüchtete für die engagierte Zusammenarbeit und die wertvollen Impulse, die unsere Schülerinnen und Schüler mitnehmen durften.

Corinna Hartwich-Beck