Vielfalt erleben statt Vorurteile pflegen

Vielfalt erleben statt Vorurteile pflegen

Mitmach-Mobil und Workshops sensibilisieren Siebtklässler für ein respektvolles und offenes Miteinander

Respekt, Offenheit und gegenseitige Wertschätzung sind feste Bestandteile des schulischen Miteinanders. Gerade als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist es unserem Courage-Team ein großes Anliegen, immer wieder Projekte anzustoßen, die zum Nachdenken anregen und den Blick für gesellschaftliche Vielfalt schärfen. Für den diesjährigen Aktionstag holte das Team deshalb einmal mehr das Kolping-Netzwerk für Geflüchtete zur Unterstützung an unsere Schule, das mit seinem interaktiven Mitmach-Mobil am 19.05.2026 Station auf dem Schulgelände machte und alle Siebtklässler dazu einlud, sich intensiv mit den Themen „Flucht“, „Vorurteile“ und „gesellschaftliches Miteinander“ auseinanderzusetzen.

Deutschland ist bunt – Menschen vieler unterschiedlicher Nationen leben hier zusammen und prägen unsere Gesellschaft auf vielfältige Weise mit. Gerade deshalb ist es wichtig, miteinander ins Gespräch zu kommen, Vorurteile abzubauen, Grenzen einzureißen – zuallererst im Kopf – und gegenseitigen Respekt zu fördern. Genau hier setzte der Aktionstag an.

Alle siebten Klassen besuchten jeweils für eine Unterrichtsstunde das Mitmach-Mobil, einen beeindruckenden 3,5-Tonner voller multimedial aufbereiteter Informationen, Erfahrungsberichte, Spiele und Mitmach-Stationen rund um die Themen „Flucht“ und „Ankommen in Deutschland“. Die Jugendlichen konnten dabei nicht nur Fakten entdecken, sondern sich auch aktiv mit Fragen beschäftigen wie: Wie begegnet man Menschen mit Fluchtgeschichte auf Augenhöhe? Wie gelingt ein faires und respektvolles Zusammenleben? Und welche Rolle spielen dabei Vorurteile und Stereotype?

Ergänzt wurde das Angebot des Mitmach-Mobils durch jeweils 90-minütige Workshops in den Klassen. Gemeinsam mit den geschulten Fachkräften Saad, Finn, Merlin und Jonathan setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit Vorurteilen, Stammtischparolen und diskriminierenden Denkmustern auseinander. In Gesprächen, Rollenspielen und interaktiven Übungen wurde schnell deutlich, wie wichtig es ist, Aussagen kritisch zu hinterfragen und Menschen nicht vorschnell in Schubladen zu stecken.

Besonders eindrucksvoll war für viele die Erkenntnis, dass Begegnungen und persönliche Gespräche helfen können, Unsicherheiten abzubauen und Verständnis füreinander zu entwickeln. Die Workshops boten dabei nicht nur Raum für Information, sondern auch für ehrliche Fragen, Diskussionen und Perspektivwechsel.

Da noch freie Kapazitäten vorhanden waren, waren im Vorfeld zusätzlich zwei siebte Klassen der Georg-Göpfert-Mittelschule eingeladen worden, das Mitmach-Mobil ebenfalls zu besuchen. Dieses Angebot wurde gerne von den Klassen 7a und 7g gemeinsam mit den Lehrkräften Christine Kuchenmeister und Ben Klaus angenommen und bot zugleich eine schöne Möglichkeit des schulübergreifenden Austauschs. Darüber hinaus nutzte auch Antonia Tag, ebenfalls Lehrkraft der benachbarten Mittelschule und Kontaktperson, über die die beiden siebten Klassen ausgewählt worden waren, die Gelegenheit, Einblicke in die Workshops zu erhalten, um sich ein Bild davon zu machen, ob eine derartige Veranstaltung künftig auch an deren Schule umgesetzt werden könnte.

Der Aktionstag zeigte einmal mehr, wie wichtig Projekte dieser Art für das Schulklima und das gesellschaftliche Miteinander sind. Ein herzliches Dankeschön gilt dem Kolping-Netzwerk für Geflüchtete für die engagierte Zusammenarbeit und die wertvollen Impulse, die unsere Schülerinnen und Schüler mitnehmen durften.

Corinna Hartwich-Beck

Mottowoche der zehnten Klassen: Schule mal anders

Mottowoche der zehnten Klassen: Schule mal anders

Unsere Zehntklässler bewiesen in ihrer traditionellen Mottowoche vom 04. bis einschließlich 08.05.2026 einmal mehr, wie viel Kreativität, gute Laune und Teamgeist in ihnen steckt. Ob Dirndl und Lederhose beim Oktoberfest-Motto sowie verrückte Ideen unter dem Motto „Anything but a Backpack“ am Montag oder legendäre Looks aus Filmen und Serien am Dienstag – jeden Tag gab es auf den Gängen oder in der Aula Neues zu entdecken. Besonders bunt wurde es am Mittwoch mit originellen Gruppenkostümen, bevor am Donnerstag der Schulalltag kurzerhand in den Pyjama verlegt wurde. Den krönenden Abschluss bildete am Freitag die Wahl zwischen „Memes“ und „Overdressed“ – mit einer gelungenen Mischung aus Humor und Eleganz. So wurde der reguläre Unterricht in dieser Woche durch viele kreative Ideen und eine Extraportion Gemeinschaftsgefühl bereichert.

Corinna Hartwich-Beck

Aktionswoche „Zukunft säen“ – Strampeln, mixen, pflanzen

Aktionswoche „Zukunft säen“ – Strampeln, mixen, pflanzen

Smoothie Bike
Smoothie Bike

Smoothies per Pedalkraft und Samenbomben als Erinnerung

Wer sagt, Unterricht sei langweilig? An der Wallburg-Realschule Eltmann ließ sich das in der Woche vom 18. bis 22. Mai 2026 eindrucksvoll widerlegen. Im Rahmen der Aktionswoche „Zukunft säen“ der Initiative Klimaschule Bayern verwandelte sich der Pausenhof in ein kleines Freiluftlabor für Genuss, Nachhaltigkeit und gute Laune.

Das Herzstück: das Smoothie Bike – ein Fahrrad, das keinen Kilometer zurücklegt, aber jede Menge Energie produziert. Wer in die Pedale trat, trieb einen Mixer an und erntete als Belohnung einen frischen, gesunden Frucht-Smoothie. Lecker, bunt und garantiert selbst verdient.

Möglich gemacht hat das alles der Elternbeirat – er übernahm die Leihgebühr für das pfiffige Gefährt und war mit Frau Graser und Frau Weber an beiden Aktionstagen, dem 19. und 20. Mai, tatkräftig vor Ort. Frau Müller sorgte für den reibungslosen Radtransport und die gesamte Organisation.

Um das Obst kümmerte sich Frau Schneider – und viele Schülerinnen und Schüler brachten zusätzlich eigene Früchte mit, von frischen, heimischen Erdbeeren bis zur exotischen Ananas war alles dabei. So entstanden zunächst tolle farbliche Schichten im Mixer, mit dessen Hilfe die beteiligten Klassen auf diese Art sogar Farbmisch-Experimente durchführen konnten (Was ergeben rote Erdbeeren, grüne Kiwis und blaue Heidelbeeren?).

Klassen verschiedener Jahrgangsstufen nutzten nämlich ihre Vertretungsstunden, um sich ihr „Hirnfutter“ ganz buchstäblich zu erstrampeln – eine Aktivpause, von der Kopf und Körper gleichermaßen profitierten.

Doch damit nicht genug: Frau Dirscherl gestaltete gemeinsam mit ihrer Ethik-Gruppe sogenannte Seedbombs – kleine Kugeln aus Erde, Ton und den Samen insektenfreundlicher einheimischer Wildpflanzen wie Kamille und Lein. Frau Christiansen begleitete die Klassen 6c und 5d beim Gestalten hübscher Papiertüten als Verpackung.

„Gemeinsam (ge)wachsen“ – unter diesem Motto werden die Seedbombs bei der Abschlussfeier an alle Zehntkässlerinnen und Zehntkässler übergeben, als Erinnerung und als Auftrag zugleich.

Ein schöneres Abschiedsgeschenk ist kaum denkbar: Die Absolventinnen und Absolventen verlassen die Schule nicht nur mit ihrem Abschluss – sie tragen ein Stück Natur und die Idee des Wachsens in die Welt hinaus. Die Wildpflanzen werden blühen. Und wer weiß: Vielleicht erinnert sich mancher dabei an eine Schulwoche, in der Treten tatsächlich Früchte trug.

– Kirsten Christiansen

Werte, die bewegen: Realschülerinnen begeistern Grundschulkinder

Werte, die bewegen: Realschülerinnen begeistern Grundschulkinder

Zwei Schulen, zwei Vormittage – und viele kleine (Glücks-)Momente, in denen Werte lebendig wurden

Mit viel Engagement, Kreativität und spürbarer Freude machten sich unsere Wertebotschafterin Lenya, ihre angehende Nachfolgerin Sophia sowie Sofia und Hanna als Mitglieder unseres Werte-Teams gemeinsam mit ihren Kolleginnen Lilly, Emilia, Marlene und Valentina von der Wilhelm-Sattler-Realschule in Schweinfurt in wechselnder Konstellation auf den Weg, um am 22.04.2026 an der Johann-Baptist-Graser Grundschule in Eltmann und am 28.04.2026 an der Schiller-Grundschule in Schweinfurt jeweils an einem Vormittag das Thema „Werte“ erlebbar zu machen.

Der Einstieg gelang dabei stets spielerisch: Bei Kennenlernrunden stellten sich die Kinder mit ihrem Anfangsbuchstaben und einer passenden Eigenschaft vor – von „brav wie Ben“ bis „mutig wie Mia“. Schnell wurde deutlich, wie viel bereits in den jungen Köpfen steckt. Gemeinsam wurden anschließend Werte definiert, mit Leben gefüllt und durch abwechslungsreiche Methoden vertieft: Ein kurzweiliges Werte-Memory sorgte ebenso für Begeisterung wie das kreative Gestalten persönlicher Glückssteine.

Je nach Schule setzten die Wertebotschafterinnen unterschiedliche Schwerpunkte: Während in der Klasse 3a in Eltmann ein pantomimisches Piratenspiel für große Begeisterung sorgte – bei dem Werte wie Mut oder Hilfsbereitschaft lebendig dargestellt wurden –, entstanden in der Klasse 2a in Schweinfurt „Wertewolken“ fürs Klassenzimmer, auf denen die Kinder ihre eigenen Vorstellungen und Ideen sichtbar machten. Zusätzlich blieb bei den Zweitklässlern auch noch Zeit für ein lebhaftes gemeinsames Wertespiel im Stuhlkreis – wer seinen Platz verlor, landete lachend in der Mitte.

In beiden Klassen wurden die Realschülerinnen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen konfrontiert. Die Bandbreite reichte von ersten Vorkenntnissen bis hin zu völlig neuen Begegnungen mit dem Thema „Werteerziehung“. Besonders bemerkenswert: Gerade die jüngeren Kinder zeigten sich ausgesprochen offen, fanden schnell eigene Beispiele und gingen mit großer Leidenschaft in den spielerischen Austausch. Die Wertebotschafterinnen und Werte-Teamerinnen reagierten flexibel auf diese Ausgangssituationen, bewiesen Gelassenheit und griffen auch sensibel ein, wenn Verhaltensweisen nicht zu den gemeinsam erarbeiteten Werten passten.

Trotz aller Unterschiede wurde an beiden Vormittagen eines deutlich: Wertevermittlung kann gar nicht früh genug beginnen – und sie wirkt am besten, wenn sie aktiv erlebt wird.

Nicht unerwähnt bleiben darf ein ganz besonderes Highlight: Die 2a-ler hatten ihre Gäste mit einem liebevoll vorbereiteten Willkommenslied empfangen und ebenso warmherzig mit einem Werte-Song verabschiedet – ein Rahmen, der die ohnehin sehr gelungene Zusammenarbeit zusätzlich bereicherte und bei allen Beteiligten einen bleibenden Eindruck hinterließ.

Die betreuenden Lehrkräfte Corinna Hartwich-Beck und Carina Thorwarth versorgten – wie schon bei vorherigen Aktionen – alle Beteiligten mit selbstgebackenen Muffins und sorgten so auch für kleine stärkende Pausen zwischendurch.

Die positiven Erfahrungen aus beiden Schulbesuchen bestärken alle Beteiligten darin, diesen Weg weiterzugehen: Weitere gemeinsame Aktionen an Grundschulen sind bereits in Planung.

Corinna Hartwich-Beck

Osterfreude, die ankommt

Osterfreude, die ankommt

Sozialer Arbeitskreis bringt Kinder- und Seniorenaugen zum Leuchten

Sobald sich der Frühling ankündigt, startet der Soziale Arbeitskreis an der Wallburg-Realschule Eltmann seine alljährliche Osteraktion. Mit viel Einsatz und einer großen Portion Mitgefühl machen sich dessen Mitglieder daran, anderen eine Freude zu bereiten. Auch in diesem Jahr riefen sie die Schulgemeinschaft dazu auf, mit einer Spende kleine Osterwunder möglich zu machen – mit beeindruckendem Erfolg: Stolze 509,53 Euro kamen zusammen!

Ein herzliches Dankeschön an alle Spenderinnen und Spender – besonders an die Klassen 5a, 5b und 9b, die mit ihrer großen Unterstützung maßgeblich zu diesem tollen Ergebnis beigetragen haben.

Mit dem gesammelten Betrag konnten zahlreiche Osterfreuden auf den Weg gebracht werden: 80 Kinder und Jugendliche, deren Familien Kunden des örtlichen Tafelladens sind, dürfen sich über Fairtrade-Ostermischungen und Dip-Eier freuen. Dazu kommen 27 bunte Wimmelbücher, Rätsel- und Ausmalhefte sowie Puzzles – kleine Geschenke, die garantiert für strahlende Augen sorgen. Ein besonderes Detail: Lina Lang aus der 5a verzierte liebevoll Oster-Keksbeutel für die 1- bis 3-Jährigen mit selbstgestalteten Grußkärtchen in Eiform.

Damit die Hilfe genau dort ankommt, wo sie gebraucht wird, war im Vorfeld gemeinsam mit Herrn Scheuring von der Eltmanner Tafel abgestimmt worden, welche Spenden aktuell besonders sinnvoll erscheinen. Die feierliche Übergabe der liebevoll zusammengestellten Pakete fand am 23.03.2026 vor dem Schulgebäude statt – rechtzeitig, damit die Geschenke an den beiden Ausgabe-(Diens-)tagen vor Ostern verteilt werden konnten.

Auch die SMV setzte ein starkes Zeichen der Solidarität: Kurzentschlossen überreichte sie die Einnahmen aus dem Kuchenverkauf des ersten Elternabends in Höhe von 200 Euro in Form eines Barschecks an die Vertreter des Tafelladens, Herrn Scheuring und Frau Beck, um zusätzliche Überraschungen für die Ein- bis 17-Jährigen organisieren zu können.

Doch nicht nur die Jüngsten wurden bedacht. Auch die Senioren des CuraVivums, einer Einrichtung für Betreutes Wohnen und Tagespflege, durften sich über frühlingshafte Grüße freuen. Die Mitglieder des Sozialen Arbeitskreises hatten im Vorfeld 65 liebevoll gebastelte Osterkarten gestaltet, versehen mit ganz persönlichen Wünschen. Zusätzlich unterstützten die Klassen 5d und 6a die Aktion mit einer Vielzahl an farbenfrohen Bastelarbeiten – von Lämmchen über Küken bis hin zu Osterhasen und Eiergirlanden, die nun sicherlich viele Fenster und Tische schmücken werden.

Überreicht wurden die kleinen Aufmerksamkeiten am letzten Schultag vor den Ferien, dem 27.03.2026, durch Schülerinnen und Schüler der Klasse 10d, stellvertretend für den SozAK, die kurzerhand einen Spaziergang zur Einrichtung unternommen hatten und bereits freudig erwartet wurden. Die Reaktionen der Klienten bei den kurzweiligen Unterhaltungen sprachen für sich: gerührte Blicke, dankbare Worte und sogar die eine oder andere Träne der Freude zeigten, wie viel diese kleinen Gesten bedeuten.

Eine rundum gelungene Einstimmung auf die Osterferien – geprägt von Engagement, Mitgefühl und echter Frühlingsfreude.

Corinna Hartwich-Beck

Eine Woche ohne Plastik

Eine Woche ohne Plastik

Mitmachaktion des Fairtrade- und Umweltteams vom 16. bis 20.03.2026

Viele Menschen fasten vor Ostern – teils verzichten sie auf Schokolade, teils auf ihr Handy, das Autofahren oder Alkohol. Doch man kann auch viele andere, schädliche Dinge zumindest zeitweise aus seinem Leben verbannen; natürlich immer mit der Hoffnung, die in der Fastenzeit begonnene Gewohnheit möge sich jenseits der Osterzeit fortsetzen.

Aus diesem Grund schloss sich unser Fairtrade- und Umweltteam der Aktion „Eine Woche ohne Plastik“ von „Mission Eine Welt“ an und gestaltete eine breites Spektrum vielfältiger außerunterrichtlicher Aktivitäten, die in einer Schulversammlung in der Woche vorher von unserem Schülerinnen- und Schüler-Team bekannt gegeben wurden.

Im Anschluss wurden Plakate und Flyer mit Informationen und praktischen Tipps zur Plastikvermeidung in den Klassenzimmern aufgehängt und alle waren aufgerufen, ihr Pausenbrot umweltfreundlich verpackt mitzubringen.

Und dann ging es los:

Den Auftakt machte Olivia Schubert, Klasse 7c, am Montag-Nachmittag. Sie bot einen Workshop an, in dem die 18 angemeldeten Schülerinnen und Schüler Waschmittel und Peeling herstellten, um Verpackungsmüll und Mikroplastik zu vermeiden. Ein großer Dank geht an Nadine Schubert für das Spenden der Zutaten!

Am Mittwoch wurde die Mainlände von Müll befreit. Wer glaubt, dafür ließen sich keine Jugendlichen motivieren, der irrt – Frau Schneider zog gemeinsam mit etwa 25 Schülerinnen und Schülern bei bestem Frühlingswetter zu einem Main Cleanup los.

Dankenswerterweise hatte die „Mission Eine Welt“ uns für die Anmeldung zur Plastikfasten-Woche mit Schutzhandschuhen, Greifzangen und Müllbeuteln belohnt, die sogleich produktiv genutzt wurden.

Übrigens: Die zweifelhaften „Highlights“ der Müllsammelaktion waren zwei im Gebüsch entsorgte Windeln und ein defekter Wasserkocher.

Der Donnerstag war schließlich das Highlight der Plastikfasten-Woche, da ein Feuerwerk diverser Maßnahmen geboten wurde:

Zum einen sammelten alle Klassen in der Klassleitungsstunde Müll im und um das Schulhaus. Zum anderen bot das Fairtrade- und Umweltteam passend zum Workshop am Montag in Kooperation mit dem Weltladen Eltmann einen Verkauf von fairen, umweltfreundlichen Seifen, Deos und anderen Körperpflegeartikeln an.

Vor Ostern wurde dieser gerne wahrgenommen, um z. B. noch kleine Geschenke zu erwerben.

Am Nachmittag bildete ein zweiter Workshop, den Ida Wilhelm, Klasse 7d, leitete, den Abschluss unserer Aktionswoche:

Die 18 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, vorrangig aus den fünften und sechsten Klassen, erhielten die Gelegenheit, ein eigenes Bienenwachstuch herzustellen, um Frischhaltefolie und Alufolie zum Einpacken von Pausenbroten zu vermeiden, denn Frischhaltefolie wird aus Erdöl hergestellt, lässt sich auch wegen der Verschmutzung oft schlecht recyceln und gibt Mikroplastik ab.

Alufolie ist leider nicht besser, weil die Herstellung energieintensiv ist und der Abbau des nötigen Bauxit oft mit Regenwaldrodung einhergeht und giftiger Rotschlamm anfällt. Zudem ist sie meist ein Einwegprodukt.

Tolle Stoffe wurden mitgebracht, von frühlingshaften Blümchen bis zu Mustern aus England – und hingebungsvoll bügelten Mädels wie Jungs ihre Tücher, bis diese nach 60 Minuten liebevoll gefaltet und verstaut werden konnten.

In diesem Zusammenhang danken wir auch Familie Wilhelm für die kostenlose Bereitstellung von Baumwollstoffen und Bügeleisen!

Ein kleines Tagebuch von „Mission Eine Welt“ bot begleitend die Gelegenheit, über die plastikfreie Woche zu reflektieren. Es bot neue Informationen wie die Tatsache, dass durch riesige Mengen Plastikmüll in den Ozeanen fünf neue „Kontinente“ von der Größe Europas entstanden sind, aber auch Gelegenheit, eigene Notizen festzuhalten wie die Antwort auf die Frage, bei welchem Produkt auch eine Alternative ohne Plastikverpackung verfügbar wäre.

Wir hoffen, einen kleinen Denkanstoß gegeben zu haben, wie leicht es doch oft ist, Plastik im Alltag zu reduzieren und danken nochmals allen Schülerinnen und Schülern, die sich mit großem Elan an den Angeboten beteiligt haben – und natürlich unserem Fairtrade- und Umweltteam, das diese souverän geleitet hat!

– Susanne Müller & Kirsten Christiansen